Damals...
Heute vor 30 Jahren

5. April

Mehr als 10.000 Fans im und um den Friedrichspark machten aus dem 5. April 1980 einen Mannheimer Feiertag. Das Spiel am Abend gegen den Vorjahres-Champion aus Köln wurde zur Nebensache, die 6:8-Niederlage war ohne Belang. Was sich im Stadion am Friedrichspark abspielte, war in der Mannheimer Eishockey-Historie einmalig und wird allen, die damals dabei waren, unvergessen bleiben. Mit 304 Toren hatten die Mannheimer soviele Tore in einer Saison erzielt wie nie mehr danach und auch nie zuvor, mit Erich Weishaupt stellte der MERC den Eishockey-Spieler des Jahres, mit 7.580 Zuschauern den höchsten Besucherschnitt in einer Saison. Marcus Kuhl, der vor der Saison von Köln nach Mannheim zurückgekehrt war, erzielte mit 98 Punkten (39 Tore und 59 Vorlagen) die beste Bilanz, konnte aber dem alles überragenden Erich Kühnhackl, der sagenhafte 155 Punkte (83 Tore/72 Vorlagen) sammelte nicht ernsthaft nahe kommen.

Weitere Daten

Apr 3
Das Meisterstück! Bereits am 47. Spieltag, eine Runde vor Schluss sicherte sich der MERC endgültig die erste Deutsche Meisterschaft. Mit 9:6 wurden die benötigten Punkte eingefahren, die Feierlichkeiten begannen bereits in Berlin, allerdings ruhig und besonnen. Die Spieler, Trainer und Verantwortliche waren stolz auf das Erreichte und genossen im Stillen. Vor allem die bösen Anfeindungen der Konkurrenz in der Woche vor dem finalen Wochenende stimmten nachdenklich. Viele Neider brachte der Mannheimer Erfolg kurz vor Schluss ans Tageslicht. Auf dem Eis machten Djakalovic (2), Kuhl (2), Jahn, Obresa, Andruff, Wolf und Ascherl mit ihren Treffern alles klar und zeigten trotz einiger verletzungsbedingter Ausfälle, warum der MERC 1979/80 das beste Team der Bundesliga stellte.
Mär 30
In Füssen musste sich der MERC zwei Tage nach dem tosenden Eishockeyfest in Mannheim wieder besinnen und im Schlussabschnitt alle Kräfte aufbieten, um kein böses Erwachen zu erleben. Mit einem 3:7-Rückstand (Tore: Ascherl, Andruff, Jahn) ging der MERC in die zweite Drittelpause. Nach einer deutlichen Pausenansprache drehte der Titelfavorit dann in den letzten 20 Minuten mächtig auf. Vorlicek, Wolf und Andruff brachten Mannheim bis zur 46. Minute auf 6:7 heran, ehe Füssen das 8:6 folgen ließ. Doch auch dieser weitere Treffer der Hausherren brachte den MERC nicht um die Moral. Ascherl in der 53. und Kreis in der 57. trafen zum 8:8-Endstand. Der Düsseldorfer Sieg in Riessersee katapultierte die Garmischer endgültig aus dem Meisterrennen. Nur noch die DEG konnte den MERC bei drei Punkten Rückstand abfangen.
Mär 28
Showdown im Friedrichspark! 10.000 Fans im ausverkauften Friedrichspark erlebten ein bis zum Ende dramatisches Match, in dem der MERC mit 5:4 am Ende die Oberhand behielt und den Titel dicht vor Augen hatte. Drei Spieltage vor Schluss waren die Mannheimer durch die Siege in den direkten Duellen den Verfolgern aus Riessersee und Düsseldorf wieder vier Punkte enteilt. Den Sieg gegen Riessersee konnte Holger Meitinger mit einem unnachahmlichen Solo in der 57. Minute sicherstellen. Zuvor hatten bereits Djakalovic, Vorlicek, Kuhl und Andruff getroffen. Der Jubel nach der Schlusssirene kannte keine Grenzen mehr, Mannheim ist schon in Meisterstimmung.
Mär 23
Dass die Niederlage in Duisburg keine nachhaltigere Wirkung hinterließ, spürten die Fans zwei Tage später im Friedrichspark, als die MERC-Cracks zu alter Stärke zurückfanden und den direkten Konkurrenten aus Düsseldorf vor 10.000 begeisterten Fans mit 7:5 nach Hause schickten. Drei Tore von Mannix Wolf legten den Grundstein zu diesem so wichtigen Erfolg. Weitere Treffer von Marcus Kuhl, Holger Meitinger (2) und Brent Meeke sicherten die zwei wertvollen Punkte. Enorm wichtig dieser Sieg, da in der kommenden Woche der SC Riessersee in Mannheim erwartet wird.

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