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David Wolf: „Ich stehe zu Mannheim“

18. Mai 2016

David Wolf ist zurück. Beim MERC lernte der mittlerweile 26-jährige Angreifer das Eishockeyspielen, ab der kommenden Saison wird er erstmals für die Adler auf Torejagd gehen. Wir haben mit ihm über seine Rückkehr, die Saisonvorbereitung und den neuen Cheftrainer der Adler, Sean Simpson, gesprochen.

David, lass uns mit deiner Gesundheit starten. Du hast dich während der WM-Vorbereitung mit der deutschen Nationalmannschaft an der Hand verletzt und die Teilnahme am Turnier abgesagt, wie geht’s dir?

Es sieht gut aus, ich bin aber noch nicht ganz bei 100 Prozent. Daher war es auch die richtige Entscheidung, meine Teilnahme an der WM abzusagen. Ich hatte früher schon mal Probleme mit der Hand, darum haben mir die Ärzte auch dazu geraten, die Pause zu machen. Auch wenn einiges an Wehmut dabei ist. Es tut richtig weh, nicht mit der Mannschaft in Russland zu sein. Die Jungs machen das aber hervorragend, ich verfolge alle deutschen Spiele und bei den anderen Partien schaue ich immer mal kurz rein.

Wie fühlt es sich an, wieder zu Hause in Mannheim zu sein?

Es ist ein unglaubliches Gefühl, wieder zu Hause zu sein. Ich habe alle Nachwuchsmannschaften des MERC durchlaufen, habe für die Jungadler gespielt und war die letzten zehn Jahre in der Welt unterwegs. Da habe ich viel erlebt. Meine Familie hat mir immer Halt gegeben, und sie ist aus Mannheim. Ich bin hier aufgewachsen und daher freut es mich unheimlich, wieder zu Hause zu spielen und meine Freunde und Familie um mich zu haben. Meiner Meinung nach ist es eine ganz andere Nummer, in Mannheim Eishockey zu spielen, als in einer anderen Stadt. Es war immer mein Traum, wieder hier in Mannheim zu spielen, Titel zu gewinnen und meine Karriere hier zu beenden. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Jetzt liegt es an mir, diesen Traum wahrwerden zu lassen.

Du hast bei den Adlern einen Vertrag über sieben Jahre unterschrieben. Warum diese lange Laufzeit?

Weil ich zu Mannheim stehe und die Rückkehr immer im Kopf hatte. In den letzten Jahren habe ich schon gemerkt, dass es mich nach Hause zieht. Ich war viel unterwegs und hatte eine schöne Zeit, die schönste Zeit ist aber, wenn du zu Hause bei deiner Familie und deinen Freunden bist. Das hat mir gefehlt, umso mehr freue ich mich über die sieben Jahre. Wenn ich die gut spiele, kann ich meine Karriere hier beenden. Wenn ich das alles erreiche und eines Tages zurückblicke, dann blicke ich auf eine unglaubliche Karriere zurück.

Die vergangene Saison verlief weder für die Adler noch für dich in Hamburg wie geplant. Spornt das zusätzlich an?

Auf jeden Fall. Das liegt in der Natur eines Sportlers: Wenn man eine schlechte Saison gespielt hat oder generell mit der Mannschaft nicht so erfolgreich war, dann will man stärker zurückkommen. Das funktioniert nicht immer auf Anhieb, dafür braucht es Zeit und harte Arbeit. Diese Herausforderung werde ich in Mannheim annehmen. Ich werde alles geben, um den Verein voran- und wieder in die Erfolgsspur zurückzubringen.

Was weißt du bereits über den neuen Cheftrainer der Adler, Sean Simpson?

Begegnet sind wir uns noch nicht. Ich war aber ein wenig online unterwegs, habe recherchiert und mir ein erstes Bild von ihm gemacht. Gerade in Europa hat er einen sehr bekannten Namen und schon sehr viel erreicht. Seine Titel und seine Erfahrung - nicht nur in der DEL, sondern in ganz Europa - sprechen für sich. Solch einen Trainer hat man gerne an der Bande stehen und von ihm möchte man lernen. Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit mit Sean Simpson.

Bis zum Saisonstart dauert es noch ein paar Monate. Wie sieht dein Fahrplan für den Sommer aus?

Wir trainieren jede Woche von Montag bis Samstag mit unseren Athletiktrainern und bereiten uns so bestmöglich auf die kommende Saison vor. Wir legen dort die Basis für eine gute Fitness. So müssen wir kontinuierlich weitermachen und Woche für Woche noch etwas draufpacken. Nur so tauchen wir dann zur Vorbereitung topfit auf und können alles für die Mannschaft in die Waagschale werfen.

Die DEB-Auswahl gibt sich nicht zufrieden

18. Mai 2016

Die Freude über den ersten WM-Viertelfinaleinzug seit fünf Jahren kannte keine Grenzen. „Viertelfinale mit Deutschland?“, fragte Sinan Akdag und lieferte die Antwort gleich hinterher: „Jaaaaaa!“. Dort wartet am Donnerstag (19. Mai, 19.15 Uhr live auf SPORT1) mit Russland ein harter Brocken auf die Mannschaft von Marco Sturm.

Die Adler Marcus Kink und Sinan Akdag bejubeln Constantin Brauns Treffer zum 3:2 gegen Ungarn. Foto: Rimmelspacher.

„Die Mannschaft hat Charakter. Es ist egal, wer kommt“, gab sich der Bundestrainer entspannt. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass der WM-Gastgeber der nächste Gegner sein würde. Für Nervosität im deutschen Lager sorgt das Aufeinandertreffen mit der „Sbornaja“ allerdings nicht. Vier Siege in der Gruppenphase, 13 Punkte und damit Platz drei in der Gruppe B, die USA hinter sich gelassen, das alles sorgt für Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

„Es ist egal, was in der Vergangenheit passiert ist“, hat Kapitän Marcel Goc das bisher Erreichte allerdings schon abgehakt. „Wir sind glücklich, dass wir es in die nächste Runde geschafft haben. Aber wir geben uns damit nicht zufrieden. Wir wissen, dass es eine schwere Partie werden wird und das wir auf jeden Fall der Underdog sein werden. Aber wir werden Ihnen alles entgegenbringen, was wir haben.“

“Was Schöneres kann es nicht geben“

Und das ist eine ganze Menge. Trotz einer gehörigen Portion Verletzungspech – nach NHL-Star Tobias Rieder, Gerrit Fauser und Torsten Ankert verletzte sich mit Felix Schütz der vierte Spieler innerhalb von fünf Tagen – herrscht Zuversicht. Die beherzten Auftritte in der Gruppenphase, bei denen die Mannschaft auch geschlossen als solche auftrat, hallen nach. Thomas Greiss, sonst zwischen den Pfosten der New York Islanders in der NHL aktiv, gab dem Team zusätzliche Sicherheit.

„Wir wissen, dass Thomas alles für uns geben wird. Wir müssen auf unsere Chancen lauern und hoffen, dass wir vorne dann ein, zwei Dinger machen können“, verrät Goc den Plan für das Viertelfinale. „Gegen Russland in Russland zu spielen, was Schöneres kann es doch für einen Eishockeyspieler nicht geben. Wir haben in dieser Partie rein gar nichts zu verlieren, sondern freuen uns viel mehr auf diese außergewöhnliche Herausforderung."

Die CHL-Gruppenphase ist terminiert

17. Mai 2016

Der Spielplan für die Gruppenphase der Champions Hockey League 2016/17 steht fest. Die Adler starten mit zwei Heimspielen im August in die „Königsklasse“. Auswärts müssen die Adler dann im September ran.

Jamie Tardif und die Adler starten mit zwei Heimspiele in die CHL.

Am Donnerstag, den 18. August, kommt mit dem HC Lugano der Vizemeister aus der Schweiz in die SAP Arena, Spielbeginn ist um 19.30 Uhr. Drei Tage später (Sonntag, 21. August um 18.00 Uhr) treffen die Adler vor eigenem Publikum auf den finnischen Meister Tappara Tampere. Besitzer einer Dauerkarte 2016/17 haben zu beiden Heimspielen der CHL-Gruppenphase freien Eintritt.

Die beiden Auswärtsspiele bestreiten die Adler am 7. September (Spielbeginn 19.45 Uhr) in Lugano und am 11. September (Spielbeginn 18.00 Uhr) in Tampere.

Gruppe C auf einen Blick

18. August: Adler Mannheim – HC Lugano 19.30 Uhr (MESZ)
21. August: Adler Mannheim – Tappara Tampere 18.00 Uhr (MESZ)
23. August: HC Lugano – Tappara Tampere 19.45 Uhr (MESZ)
27. August: Tappara Tampere – HC Lugano 18.00 (MESZ)
7. September: HC Lugano – Adler Mannheim 19.45 Uhr (MESZ)
11. September: Tappara Tampere – Adler Mannheim 18.00 Uhr (MESZ)

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