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Ein Neuzugang und ein Rückkehrer

26. April 2016

Die nächsten beiden Entscheidungen für die kommende Saison sind gefallen: Daniel Sparre und Mirko Höfflin werden die Adler verstärken. Sparre wechselt aus München nach Mannheim, Höfflin kehrt nach einjähriger Leihe aus Straubing zurück.

Von München nach Mannheim: Daniel Sparre trägt künftig das Trikot der Adler.

Sparre, im kanadischen Brampton geboren, wechselte 2008 von Nordamerika nach Italien und schloss sich ein Jahr später den Iserlohn Roosters an. Über Köln und Straubing landete er 2013 in München und trug drei Spielzeiten lang das EHC-Trikot. Mit den Bayern wurde der 31-Jährige, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, in der abgelaufenen Saison Deutscher Meister. Sparre unterschreibt in Mannheim einen Vertrag bis 2019. Der Linksschütze erzielte in 377 DEL-Partien 101 Tore und bereitete 116 Treffer vor.

„Daniel ist ein erfahrener Spieler mit einer tollen Entwicklung in den letzten Jahren. Er ist vielseitig einsetzbar und bringt Geschwindigkeit und Technik mit. Er ist immer torgefährlich und geht seinem Gegenspieler unter die Haut. Jungs mit dieser Fähigkeit brauchen wir in der kommenden Saison“, so Adler-Manager Teal Fowler.

“Ein junger Spieler für die Zukunft“

Der in Freiburg geborene Höfflin lief ab 2007 drei Jahre für die Jungadler in der DNL auf, ehe er 2010 in der 6. Runde an 151. Stelle von den Chicago Blackhawks gedraftet wurde. Der variabel einsetzbare Angreifer verbrachte daraufhin zwei Jahre in der kanadischen Nachwuchsliga QMJHL. Zur Saison 2012/13 kehrte er nach Mannheim zurück und gewann mit den Adlern 2014/15 die Deutsche Meisterschaft. Danach wechselte er für ein Jahr auf Leihbasis nach Straubing.

„Mirko hat sich bei den Tigers prima weiterentwickelt. Ich freue mich, dass ein junger Spieler für die Zukunft wieder nach Mannheim zurückgekehrt ist. Er verfügt über eine sehr gute Technik und bringt Geschwindigkeit rein“, so Fowler über den 23-Jährigen. Höfflin hat bei den Adlern noch einen Vertrag bis 2017. In 193 Einsätzen in der DEL traf der Linksschütze 23 Mal und legte 31 Tore auf.

Huskies sind Meister der DEL2, Red Bulls der DEL

22. April 2016

Es ist vollbracht: Die Kassel Huskies sind Meister der DEL2. Vor 6.100 Zuschauer in der restlos ausverkauften Kasseler Eissporthalle gewann der Kooperationspartner der Adler gegen die Bietigheim Steelers mit 5:2 und sicherte sich den benötigten vierten Sieg im vierten Finalspiel. Die Hessen beendeten damit den Bietigheimer Traum von einer Titelverteidigung und holten ihrerseits den ersten Zweitliga-Titel seit 2008.

Kevin Maginot holt den ersten Titel seiner noch jungen Karriere. Bild:Jan-Malte Diekmann

Dabei hatten nur die kühnsten Optimisten an einen derartigen Siegeszug der Huskies geglaubt. Als Tabellenvierter in die Playoffs gestartet, schickte die mit vier Nachwuchsspielern der Adler gespickte Mannschaft von Rico Rossi den ewigen Rivalen Löwen Frankfurt mit einem 4:0-Sweep im Viertelfinale in den Sommerurlaub. Im Halbfinale warteten die Ravensburg Towerstars. Sechs Anläufe benötigten die Schlittenhunde, um den Oberschwaben ein vorzeitiges Saisonende zu bescheren und ins Finale einzuziehen. Der Rest der Geschichte ist bekannt.

München setzt sich die Krone auf

Eine Entscheidung ist auch am Freitagabend in der DEL gefallen. Der EHC Red Bull München hat eine bärenstarke Hauptrunde mit dem Gewinn der Meisterschaft gekrönt. Die Isarstädter setzten sich im vierten Finalspiel mit 5:3 gegen die Grizzlys Wolfsburg durch und entschieden die Best-of-Seven-Serie mit 4:0 für sich. Für die Münchner ist es der erste Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Die Adler Mannheim gratulieren ihrem Kooperationspartner Kassel Huskies und dem EHC Red Bull München zum Gewinn der Meisterschaft.

Niki Goc: „Die eingeschlagene Richtung stimmt“

19. April 2016

Sechs Adler werden am Mittwoch in den Flieger nach Riga steigen. Dort trifft die deutsche Nationalmannschaft am Freitag (19.30 Uhr) und am Samstag (17.00 Uhr) auf Lettland. Neben Marcus Kink, Christoph Ullmann, Denis Reul, Sinan Akdag und Marcel Goc ist auch Niki Goc dabei. Mit dem Verteidiger haben wir vor der Reise über die Nationalmannschaft und die bisherigen Resultate gesprochen.

Niki, vier Spiele hat die DEB-Auswahl mittlerweile in der Vorbereitung auf die WM absolviert. Wie fällt dein Fazit aus?

In der ersten Woche in Tschechien hatten wir nicht viel Zeit um zu trainieren, nur zwei Tage und dann stand schon das erste Spiel an. Da hat man gemerkt, dass die Tschechen schon zwei Wochen auf dem Eis waren, während wir drei Wochen nicht drauf waren. Das macht dann den Unterschied aus. Im zweiten Spiel wollten wir uns steigern und das ist uns gelungen, das spiegelt sich auch im Ergebnis wieder. In der Woche in Landshut wollten wir eine Schippe drauflegen, im Training lief es dann schon runder und es waren auch einige neue Jungs dabei. In den Spielen gegen Schweden hat man gesehen, welche Qualität ihre Spieler haben. Sie haben uns das Leben ziemlich schwer gemacht. Aber auch da haben wir uns wieder steigern können und das zweite Spiel im Penaltyschießen gewonnen. Die eingeschlagene Richtung stimmt auf jeden Fall. Das wollen wir in den kommenden Wochen weiterführen.

Bis zur WM in Russland bleibt nicht mehr viel Zeit. Wie wichtig ist es da, mit einem Sieg über Schweden Selbstvertrauen zu tanken?

Es ist unheimlich wichtig. Du siehst, dass du auch gegen eine Top-Mannschaft gewinnen kannst, wenn der Einsatz stimmt und du dich über die komplette Spielzeit an dein System hältst. Das haben wir im ersten Spiel gegen Schweden noch nicht so gut hinbekommen, im zweiten hat das deutlich besser geklappt und wir haben uns dafür belohnt.

Du hast drei der vier Spiele absolviert und immer gemeinsam mit Denis Reul gespielt. Macht es die Sache leichter, wenn man auch auf Clubebene zusammenspielt?

Das macht es natürlich etwas einfacher. Mit den meisten Jungs trainierst du logischerweise während der Saison nicht, bei Robo und mir ist das was anderes. Wir spielen eigentlich die komplette Spielzeit zusammen. Je mehr Zeit du miteinander auf dem Eis verbringst, desto eingespielter bist du.

Marco Sturm ist seit dem Deutschland Cup im vergangenen Oktober Bundestrainer. Wie siehst du die Entwicklung, die die Mannschaft unter ihm genommen hat?

Unser Ziel vor dem Deutschland Cup war es, klein anzufangen. Die kleinen Dinge richtig machen, uns von Maßnahme zu Maßnahme und von Spiel zu Spiel zu steigern. Das ist uns aus meiner Sicht bisher gelungen. Wir spielen ein einfaches System, in dem jeder seine Rolle kennt. Die muss jeder zu 100 Prozent erfüllen, damit die Mannschaft Erfolg hat. Im Training zieht jeder Einzelne immer mit und gibt alles. Nur so kommst du weiter. Das bekommen wir bisher ganz gut hin.

Da in der DEL und anderen Ligen noch gespielt wird, gab es in den vergangenen beiden Wochen einige Änderungen im DEB-Kader. Wie geht man als Spieler damit um, dass der WM-Kader noch nicht komplett ist?

Im Eishockey hast du während deiner Karriere viele Trainer und spielst viele verschiedene Systeme. Da hat man also fast alles schon mal erlebt. Umso wichtiger ist es, dass jeder seine Rolle in einem System kennt. Je einfacher das System ist, desto besser ist es für die Mannschaft. Das haben die bisherigen Spiele gezeigt. Wenn wir eng stehen und die Räume klein halten, machen wir es jedem Gegner schwer, gegen uns zu treffen. Das muss auch das Ziel sein.

Mit Tobias Rieder von den Arizona Coyotes ist bereits ein NHL-Spieler da, Leon Draisaitl wird auch noch dazu stoßen. Wie wichtig sind sie für die Mannschaft?

Sie nehmen eine sehr wichtige Rolle ein. Die Jungs spielen die komplette Saison über auf einem unheimlich hohen Niveau. Tobi hat bei seinem Einsatz im zweiten Spiel gegen die Schweden gezeigt, dass er der Mannschaft definitiv hilft. Leon kommt nächste Woche, auch er wird uns einen Schritt weiterbringen. Sie strahlen eine Ruhe und Abgeklärtheit aus, die du als Mannschaft bei einer WM einfach brauchst.

Am Wochenende trefft ihr in Riga auf Lettland. Welches Ziel habt ihr euch für die beiden Spiele gesetzt?

Das gleiche wie vor dem Deutschland Cup: Wir wollen uns Schritt für Schritt steigern, damit wir bei der und für die WM bereit sind. Wenn wir die eingeschlagene Richtung fortsetzen, dann sollte das auch klappen.

Geoff Ward steht bereits als Co-Trainer hinter der Bande. Wie ist es, wieder mit dem Adler-Meistercoach zu arbeiten?

Das ist natürlich super. Wir haben uns ein paar Monate nicht gesehen und er hat von sich aus angeboten, die Nationalmannschaft wieder zu unterstützen. Es ist schön, ihn wieder um uns zu haben und er bringt eine super Atmosphäre rein. Mit seiner lockeren Art sorgt er für eine gute Stimmung im Team.

Mit dir sind es sechs Adler, die derzeit im Nationaldress unterwegs sind. Bleibt ihr da unter euch?

Nein, das verstreut sich immer. Wir kennen uns alle aus der Liga oder haben schon bei anderen Clubs zusammengespielt. Es ist immer schön, wenn du dich dann bei Lehrgängen oder Maßnahmen triffst. Da mischt es sich dann immer durch und die Clubzugehörigkeit spielt auch keine Rolle.

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