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McGrath: „Du musst auf beiden Seiten des Eises hart arbeiten“

27. Juli 2017

Evan McGrath wurde von den Adlern mit einem einmonatigen Tryout-Vertrag ausgestattet. Im Interview verrät der 31-jährige Kanadier, warum er sich für einen Probevertrag in Mannheim entschieden hat und warum seine Familie auf jeden Fall mit nach Deutschland kommen wird.

Evan, schon in wenigen Tagen geht dein Flug nach Deutschland, die Sommerpause ist dann vorbei. Wie hast du die letzten Monate verbracht?

Ich war daheim in Ontario bei meiner Familie. Nachdem wir letztes Jahr noch viel gereist sind, sind wir dieses Mal ausschließlich in der Region geblieben. Wir haben hier ein kleines Haus am See, wo es sehr schön ist. Vor allem unserer dreijährigen Tochter gefällt es dort gut. Mir ist es wichtig, nach einer langen Saison heimzukommen und alle Freunde und Verwandte wiederzusehen. Andersherum wollen Großeltern, Tanten und Onkel natürlich auch uns wiedersehen.

Du bist demnach ein absoluter Familienmensch. Kommen deine Frau und deine Tochter auch mit nach Mannheim?

Ich bin ein absoluter Familienmensch. Meine Frau und meine Tochter begleiten mich überall hin. Sie geben mir ein Gefühl von Sicherheit und unterstützen mich. Ich könnte nie lange von ihnen getrennt sein. Auch meine beiden Hunde werde ich mit nach Mannheim bringen.

Du hast bei den Adlern einen einmonatigen Tryout-Vertrag unterschrieben. Wie ist es dazu gekommen?

Normalerweise bin ich nicht so der Freund von Tryout-Verträgen. Als aber Teal angerufen hat und mir von der Möglichkeit erzählt hat, für die Adler vorzuspielen, konnte ich nicht absagen. Für mich ist das eine große Gelegenheit, mich zu zeigen. Ich kenne schon einige der Jungs und alle haben mir nur positives über das Team, die Organisation, die Fans und die Stadt berichtet. Und obwohl ich noch gar nicht in Mannheim bin, habe ich schon jetzt sehr viel Hilfsbereitschaft erfahren.

Wen kennst du denn bereits aus dem aktuellen Kader?

Seit der Jugend kenne ich Carlo Colaiacovo. Lustigerweise haben wir uns noch vor ein paar Monaten über Mannheim unterhalten, da wusste ich aber noch nichts davon, dass ich jetzt die Möglichkeit habe, mich hier zu beweisen. Auch Aaron Johnson, Brent Raedeke, Chad Kolarik und Devin Setoguchi sind mir bekannt und der Vater meiner Frau, Doug Gilmour, hat mit Sean Simpson schon einmal zusammen beim Spengler Cup gecoacht.

Neben einigen Spielern kennst du auch Europa schon, hast die vergangenen sieben Jahre in Schweden, der Schweiz und Österreich gespielt. Demnach sind Kultur und Lebensweise ebenfalls nicht neu für dich.

Ja, wir haben genau gewusst, auf was wir uns einlassen. Die Länder, in denen ich bisher gespielt habe, waren alle toll. Nun freue ich mich darauf, mit Deutschland und Mannheim wieder Neues kennenzulernen, und in Sachen Eishockey gehört die DEL auf jeden Fall zu den Top-Ligen in Europa.

Während der Vorbereitung wirst du mit Mannheim wieder in die Schweiz zurückkehren. Haben die Spiele beim Lehner Cup eine ganz besondere Bedeutung für dich?

Ich habe meine Zeit in der Schweiz sehr genossen. Es ist ein Land, in dem sich sehr gut leben und Eishockey spielen lässt. Für mich sind das aber in erster Linie die Partien, in denen ich mich beweisen kann. Da ist es eigentlich egal, gegen wen es geht. Ich will einfach nur mein Bestes geben, all meine Vorzüge ins Spiel bringen sowie auf und neben dem Eis überzeugen. Das gilt natürlich auch für die Begegnungen in der CHL.

Apropos CHL: Wie ist deine Meinung zur Champions Hockey League? Du standest 2014 mit Frölunda im Halbfinale der European Trophy, dem Vorgängerwettbewerb der CHL.

Da haben wir sogar in Berlin gespielt. Das war eine großartige Erfahrung. Die CHL ist auf jeden Fall ein cooler Wettbewerb, bietet ganz großes Hockey. Es ist schon eine Herausforderung sich dort gegen die besten Teams zu bewähren.

Zum Abschluss noch eine Frage zum Spieler McGrath: Wie würdest du dich selbst beschreiben?

Ich bin ein offensiv ausgerichteter Stürmer, der aber weiß, wie wichtig die Defensive ist. Eishockey hat sich über die letzten Jahre verändert. Es reicht nicht mehr, nur auf einer Seite des Eises gut zu sein. Du musst immer auf beiden hart arbeiten.



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