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Der Start war gut, aber wir haben noch viel Arbeit vor uns

07. September 2010

Matthias Plachta hat das erste Tor der Adler in der neuen Saison erzielt. Der Treffer zum 1:0 gegen den EHC München am vergangenen Freitag war gleichzeitig sein erster DEL-Treffer überhaupt. Nachdem der 19-jährige Außenstürmer in der vergangenen Saison die komplett Saison beim Adler-Kooperationspartner Heilbronner Falken in der Zweiten Bundesliga Spielpraxis im Seniorenbereich sammeln konnte, ist er ab dieser Runde fester Bestandteil des Adler-Kaders und spielt seit der Vorbereitung mit seinem „alten“ Weggefährten aus Jungadler-Tagen Marc El-Sayed und mit dem ebenfalls bei den Jungadlern ausgebildeten Frank Mauer in einer Sturmformation. Wir haben uns mit Matthias Plachta getroffen und ihn über seine ersten Eindrücke befragt.

Matthias, ihr habt beide Auftaktspiele der neuen Saison gewonnen. Der Saisonstart ist also geglückt, oder?

Ja, das war sehr gut. Ich denke viele Mannschaften, bei denen es nicht so gut gelaufen ist, würden nun gerne mit uns tauschen. Es ist top, dass wir nun nach zwei Spielen schon fünf Punkte auf dem Konto haben.

Trotzdem ist bestimmt noch ein bisschen Luft nach oben. Was gibt es noch zu verbessern?

Wir können auf jeden Fall noch viel besser spielen. Ich denke, dass wir das in den nächsten Spielen auch zeigen werden. Wir müssen überall noch ein wenig arbeiten, zum Beispiel im Bezug auf die Sicherheit an der Scheibe.

Warum waren München und Straubing so schwer zu spielen?

Das waren wirklich keine schlechten Gegner. München ist ein Neuling in der DEL. Es ist immer schwer sich auf solche Gegner einzustellen. Sie haben danach auch ihr zweites Spiel (Sonntag gegen die Iserlohn Roosters, Anm.d.Red.) gewonnen und gezeigt, dass sie ein gutes Team haben.
Straubing dagegen hatte sehr schnelle Spieler und war ebenfalls unangenehm zu spielen. Außerdem glaube ich, dass die Liga insgesamt leistungsmäßig noch enger zusammengerückt ist.

Du hast gegen München sowohl das erste Saisontor der Adler, als auch dein erstes DEL-Tor geschossen. Wie war das?

Das Tor war ein sehr schönes Erlebnis. Ich habe danach den Puck geschenkt bekommen und wurde von allen beglückwünscht. Und dann auch noch vor diesen begeisterten Fans. Das war in der Tat etwas Besonderes. Ich werde alles versuchen, das das mit dem Tore schießen in Zukunft so weiter geht.

Du spielst mit Frank Mauer und Marc El-Sayed in einer jungen deutschen Reihe. Wie läuft es mit dem Zusammenspiel?

Das klappt alles schon sehr gut, sowohl auf dem Eis, als auch daneben. Ich kenne Marc schon sehr lange und mit Frank hat das Zusammenspiel auch auf Anhieb super geklappt. Bisher sind wir sehr zufrieden und ich hoffe mal, dass das so weitergeht.

Trainer Harold Kreis hat nach dem Saisonauftakt eure Reihe ausdrücklich gelobt. Gibt das noch mehr Selbstvertrauen?

Natürlich, es ist immer schön gelobt zu werden. Aber wir werden jetzt nicht abheben, sondern unseren Job gut weitermachen und schauen was die Zukunft bringt.

Euer Trainer setzt auf junge Spieler wie du. Wie würdest seine Arbeit einschätzen?

Er ist ein sehr guter Trainer und auch außerhalb des Eises sehr sympathisch. Genauso wie Mike Schmidt. Die beiden passen einfach perfekt hier nach Mannheim.

Harold Kreis hat mit Marcus Kink einen jungen Spieler zum Kapitän gemacht. Glaubst du, dass das eine Zeichen des Trainers war und wie macht sich Marcus in seiner neuen Rolle?

Ich denke, dass das auf jeden Fall ein Zeichen war. Marcus spielt hier schon sehr lange und es war eine sehr gute Entscheidung des Trainers. Bis jetzt macht Marcus seinen Job wirklich ordentlich. Er ist ein absolutes Vorbild und unterstützt uns junge Spieler wo er nur kann. Er motiviert uns und gibt immer wieder wichtige Tipps.

Wie ist die Stimmung in der Kabine?

Es ist immer sehr lustig bei uns in der Kabine. Die Jungs haben immer einen Spruch auf den Lippen. Es macht viel Spaß und man merkt einfach, dass die Mischung im Team stimmt.

Was kann man von den erfahrenen Spielern alles lernen?

Man kann von jedem erfahrenen Spieler etwas lernen, wenn man ihn beobachtet. Besonders was das Verhalten in verschiedenen Spielsituationen auf dem Eis angeht. Aber auch neben dem Eis kann man sich einiges von Ihnen abschauen.

Du hast letzte Saison hauptsächlich in der Zweiten Bundesliga in Heilbronn gespielt und stehst nun vor deiner ersten kompletten DEL-Saison als Stammspieler. Wie fühlst du dich?

Ich bin bereit und fühle mich fit. Ich denke die ersten beiden Spiele haben gezeigt, dass die Reihe mit Frank, Marc und mir in der Lage ist, gut zu spielen. Ich bin auf jeden Fall gespannt und freue mich auf die kommenden Spiele.

Wie groß ist der Schritt von der zweiten Bundesliga in die DEL?

Die Unterschiede sind schon groß. Man hat als Stürmer in der DEL viel weniger Zeit zu reagieren und mit der Scheibe zu laufen. Die Spielsysteme werden hier sehr genau umgesetzt und das macht sich auf dem Eis bemerkbar. Eishockey in der DEL ist deshalb viel anspruchsvoller als in der zweiten Liga.

Wie würdest du selbst deine Art zu spielen beschreiben?

Ich glaube ich bin ein sehr gradliniger Stürmer, der Zug zum Tor hat und viel schießt. Mein Defensivspiel ist auch ganz ordentlich.

Was sind deine persönlichen Ziele für die Zukunft?

Ich hoffe, dass ich in dieser Spielzeit so viel Eiszeit bei den Adlern bekomme wie möglich. Ich möchte in dieser Saison einfach Fuß fassen in der DEL und will einfach erfolgreich sein. Das ein oder andere Tor wäre natürlich auch nicht schlecht.

Am Freitag geht’s zum ersten Auswärtsspiel der Saison nach Düsseldorf, die haben ihre beiden ersten Spiele verloren. Am Sonntag kommt dann der Tabellenführer, die Thomas Sabo Ice Tigers, in die SAP ARENA. Das hört sich nach schweren Spielen an…

In der Tat. Düsseldorf ist nach den Niederlagen unter Zugzwang und die werden wahrscheinlich sehr motiviert sein. Sie haben ein gutes Team und es wird nicht leicht für uns.
Nürnberg wird auch ein harter Brocken. Die haben Rückenwind und Selbstvertrauen. Wir werden auf jeden Fall alles versuchen um zu gewinnen.

Was können die Adler in dieser Saison erreichen?

Ich glaube sehr viel. Ich denke wir haben eine gute Mannschaft. Wenn wir weiter so kämpfen und erfolgreich spielen, können wir einiges erreichen.

Am 2.Oktober kommt ein absolutes Top Team, die San Jose Sharks aus der NHL, zu einem Freundschaftsspiel in die SAP ARENA. Freust du dich schon?

Ja, und wie. Momentan müssen wir uns auf die Ligaspiele konzentrieren. Aber wenn ich mal Zeit habe darüber nachzudenken, freue ich mich schon sehr darauf. Ich bin gespannt auf die Unterschiede zwischen den Teams. Das wird bestimmt ein tolles Erlebnis.



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