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Jochen Hecht beim ersten Teamtraining am Mittwoch.

Jochen Hecht: „Ich bin froh wieder in der Heimat zu sein“

12. Dezember 2012

Am heutigen Mittwoch um 10.30 Uhr waren alle Augen der Trainingsbesucher in der Nebenhalle der SAP Arena nur auf einen Mann gerichtet: Rückkehrer Jochen Hecht. Der 35-Jährige NHL-Profi absolvierte heute sein erstes Training mit den Adlern und zeigte sich auf dem Eis in bester Verfassung. Schon am Sonntag wird der gebürtige Mannheimer beim Heimspiel gegen Ingolstadt zum Einsatz kommen. Wir haben ihn nach dem heutigen Training getroffen und ihn zu seiner Rückkehr, seinen Zielen und die letzten Monate während des Lockouts befragt.

Jochen, schön dass Du wieder in Mannheim bist. Was hast du seit Deiner Ankunft alles erlebt?

Ich bin am Dienstagmorgen in Frankfurt gelandet und bin dann gleich in die Arena gefahren, um alles für das erste Training einzurichten und vorzubereiten. Gestern Abend war ich dann auch gleich beim Charity-Dinner im Capitol, bei dem viel Geld für „Adler helfen Menschen e.V.“ zusammen gekommen ist. Heute morgen stand ich dann zum ersten Mal mit den Jungs auf dem Eis. Es hat riesig Spaß gemacht und ich bin froh wieder in der Heimat zu sein.

Welche Ziele hast Du Dir für Deine Zeit bei den Adlern gesetzt?

Für mich ist es in erster Linie ganz wichtig, wieder Eishockey zu spielen. Ich habe fast seit einem Jahr kein Spiel mehr bestritten, weil ich zunächst verletzt war und dann der Lockout kam. Dass ich nun bei meinem Heimatklub in Mannheim spielen kann, ist für mich persönlich ein tolle Sache. Ich will den Jungs und dem Club so gut wie möglich helfen. Wir haben immer noch eine richtig gute Ausgangsposition, auch wenn die letzten Spiele nicht so erfolgreich waren.

Was denkst Du über das Team im Moment?

Ich finde, dass die Mannschaft personell sehr ausgeglichen ist und über viel Potenzial verfügt. Wir haben schnelle Spieler, die immer bereit sind zu kämpfen. Die Mannschaft gibt nicht auf, auch wenn es im Spiel mal nicht so rund läuft. Deshalb haben sich die Adler in den letzten Monaten auch im oberen Tabellendrittel festgesetzt. Leider haben wir aber auch einige Verletzte, was die Situation im Moment nicht ganz so einfach macht.

Deine Kinder gehen im Moment in den USA zur Schule. Wie wirst Du das in Zukunft mit Deiner Familie regeln?

Das ist eigentlich kein Problem. Die Kinder werden die nächsten Wochen erst einmal weiter in Amerika zur Schule gehen. Weihnachten werde ich ein paar Tage rüber fliegen und mit ihnen gemeinsam das Weihnachtsfest feiern. Es hätte keinen Sinn gemacht, die Kinder jetzt dort aus der Schule zu nehmen. Deshalb wird meine Frau mit den Kindern erst im Januar nachkommen.

Mit Jason Pominville hast Du lange in Buffalo zusammengespielt. Würdest Du auch gerne mit ihm hier bei den Adlern in einer Reihe spielen?

Ehrlich gesagt ist es mir im Moment nicht so wichtig, mit wem ich in einer Reihe spiele. Das wird sich sicherlich am Sonntag gegen Ingolstadt ergeben. Ich will einfach nur für die Adler auf dem Eis stehen und mithelfen, damit wir endlich wieder in die Erfolgsspur zurück finden. Jason ist aber ein klasse Kerl und wir kennen uns wirklich gut, weil wir lange zusammengespielt haben. In Buffalo haben wir beide mit Thomas Vanek in einer Reihe gespielt. Vielleicht ergibt sich das Zusammenspiel zwischen mir und Jason ja auch bald hier in Mannheim.

Du hast schon erwähnt, dass Du lange kein Spiel mehr bestritten hast. Wie sehr hast Du Deinen Sport in dieser Zeit vermisst?

Ich habe ihn wirklich sehr vermisst. Es ist schon etwas anderes, ob man in einer kleinen Trainingsgruppe arbeitet, oder wieder regulär im Ligabetrieb spielt und trainiert. Die Lust auf das erste Spiel seit langer Zeit ist wirklich riesengroß.

Wie hast Du Dich in den letzten Monaten fit gehalten?

Wir haben als Trainingsgruppe, zu der übrigens auch Jason Pominville gehörte, meist drei Mal die Woche auf dem Eis trainiert. Die Gruppe war meist sehr klein, oftmals nur fünf Personen. Da konnte man natürlich nicht viel probieren und darunter hat dann auch die Motivation irgendwann gelitten. Deshalb schätze ich es nun noch mehr, dass ich bei den Adlern wieder voll eingebunden bin.

Was denkst du grundsätzlich über den Lockout?

Das ist insgesamt schon eine komische Situation. An einen Tag heißt es, dass alles super läuft und man in direkten Verhandlungen steht und am anderen Tag sind beide Seiten wieder völlig zerstritten und können sich nicht ausstehen. Das ist schon unglaublich und lässt uns Spieler in einer unsicheren Situation zurück.

Du hast am Ende der letzten NHL-Saison erneut unter einer Gehirnerschütterung gelitten. Wie geht es Dir aktuell?

Ich habe keinerlei Beschwerden und mir geht es sehr gut. Ich habe mich schon in der Vorbereitung super gefühlt und war topfit. Die längere Pause hat zudem auch den Knien und Handgelenken sehr gut getan. Das war einer der wenigen positiven Nebeneffekte der langen Pause.

Warst Du eigentlich in den USA immer darüber informiert, wie es um die Adler steht?

Natürlich. Ich habe immer einen sehr guten Draht nach Mannheim, weil mir die Adler schon immer am Herzen lagen und ich mit den Jungs die komplette Vorbereitung absolviert habe. Ich war also immer im Bilde und habe auch den tollen Start sowie die zuletzt eher schwierigen Spiele miterlebt. Als Teal dann mit mir in der letzten Woche telefoniert hat, war für mich die Sache klar und ich habe mich schnellstmöglich auf den Weg nach Mannheim gemacht. Jetzt bin ich hier und werde alles für das Team geben.



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