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Brent Raedeke traf im Derby doppelt. Der Stürmer erzielte das erste und das letzte Tor für die Adler.

Schützenfest in Frankfurt – Hochstimmung in Mannheim

31. August 2015

„Frankfurt war ein toller Gastgeber, es war ein großartiges Derby“, sagte Greg Ireland nach Spielschluss. Das positive Fazit bezog der Cheftrainer der Adler Mannheim aber nicht nur auf das deutliche Endergebnis, sondern auch auf das Auftreten seiner Mannschaft und die Stimmung im Frankfurter Eisstadion. 6.990 Zuschauer sorgten für den passenden Derby-Rahmen.

In diesem präsentierten sich zumindest die Fans beider Lager kurzzeitig auf Augenhöhe. Schon weit vor dem ersten Bully war das Eisstadion voll und die Anhänger feierten lautstark ihre Mannschaften. „So ein bisschen wusste ich schon, was uns hier erwartet“, verriet Brent Raedeke nach Spielschluss über seine erste Derbyerfahrung.

Dabei war in den ersten Minuten sowohl auf den Rängen als auch auf dem Eis kein großer Unterschied zu erkennen. Die Fans aus Mannheim und Frankfurt präsentierten sich laut und leidenschaftlich, die Löwen hielten im Duell mit dem deutschen Meister mit Mut und Kampf dagegen. Wie hitzig es im ausverkauften Rund herging, untermauerte Danny Richmond. „Ich habe den Puck in dem Nebel kaum gesehen“, sagte der Verteidiger über die Anfangsphase, die gefühlt eher in einer Sauna als einem Eisstadion stattfand.

Blau-weiß-rote Partystimmung

Einseitig wurde es aber bereits in der 9. Spielminute. Raedeke ließ mit seinem Treffer zum 1:0 den Teil des Stadions verstummen, der in schwarz-weiß-orange gekleidet auf den Tribünen saß. „Es hat großen Spaß gemacht. Unsere Fans haben gejubelt, geschrien und waren unheimlich laut“, erinnerte sich der Stürmer an seinen Führungstreffer.

Christoph Ullmann, Jochen Hecht und Jamie Tardif legten noch vor der ersten Pause nach und damit den Grundstein für blau-weiß-rote Partystimmung. „Unsere Jungs waren von der ersten Minute an bereit und haben großartige Arbeit geleistet. Sie haben ein richtig starkes Spiel gemacht“, war Ireland stolz auf sein Team. Das wurde bis zur Schlusssirene von rund 2.500 mitgereisten Adler-Fans frenetisch nach vorne gepeitscht. Erneut Tardif und Dominik Bittner bauten die komfortable Führung noch weiter aus, ehe Raedeke für den Schlussakkord sorgte. Zu diesem Zeitpunkt war von den Löwen-Fans schon so gut wie nichts mehr zu hören.

„Ich ziehe meinen Hut vor den Fans“

Während die Adler-Fans vor allem das Prestige eines Kantersieges über den Erzrivalen in dessen Stadion feierten, überwog bei den Spielern die Freude über sieben eigene Treffer. Die Torausbeute war schließlich das einzige, womit das Team in den vergangenen Spielen nicht zu 100 Prozent zufrieden war. „Unser Selbstvertrauen auf diese Art und Weise zu steigern ist extrem wichtig für uns. Wir wissen, dass wir Tore machen, wenn wir unser System spielen und die richtigen Entscheidungen treffen. So wie heute Abend“, war Raedeke überglücklich.

Glücklich war Ireland auch mit der Leistung der Adler-Fans: „Ich ziehe meinen Hut vor ihnen, dass sie hier waren und uns zum Sieg gebrüllt haben. Es war ein tolles Gefühl, von so vielen unterstützt zu werden. Dafür sind wir sehr dankbar.“ „Die Fans haben richtig Gas gegeben. Ihre Unterstützung war sensationell“, pflichtete Raedeke ihm bei. Die Hochstimmung beim Derbysieger, sie wird definitiv noch einige Tage anhalten.

Im vergangenen Jahr durften die Adler während des Testspiels gegen die Löwen fünf Mal jubeln.

Adler gegen Löwen – Die Mutter aller Derbys

28. August 2015

Es ist das Spiel, auf das Adler-Fans seit einem Jahr warten. Das Spiel, das wie kein anderes für Derby und Rivalität steht: Das Vorbereitungsspiel, auf die Bezeichnung „Freundschaftsspiel“ verzichten wir an dieser Stelle ganz bewusst, gegen die Löwen Frankfurt. 75 Mal trafen die Teams in der DEL und den Play-Offs aufeinander, 75 Geschichten gibt es darüber zu erzählen. Zur Einstimmung auf das Duell am Samstag, den 29. August 2015, haben wir uns drei Geschichten herausgepickt, die den Derby-Charakter der Spiele Mannheim gegen Frankfurt auf den Punkt bringen.


16. März 2007, Play-off-Viertelfinale

Nach der Vorrunde, die die Adler als souveräner Tabellenführer abgeschlossen haben, treffen sie bereits im Viertelfinale auf den Erzrivalen. Im ersten Spiel durchleben die Fans eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Nach einer 2:0-Führung der Adler schlagen die Lions zurück und liegen Sekunden vor dem Ende mit 3:2 in Führung. Die Zeit wird knapp. Richtig knapp. Obwohl die Adler Angriff auf Angriff fahren, will die Scheibe einfach nicht über die Linie rutschen. Bis Pascal Trépanier zuschlägt. Der Verteidiger zieht von der blauen Linie ab, René Corbet steht direkt vor Lions-Goalie Ian Gordon und nimmt ihm die Sicht. Als der Puck im Netz einschlägt, explodiert die SAP Arena. Ein Blick auf die Uhr zeigt, dass der Treffer keine Sekunde später hätte fallen dürfen: 59:59. Doch die Adler und ihre Fans müssen noch zittern. Hatte Corbet Gordon mit dem Schläger berührt und ihn dadurch behindert? Die Schiedsrichter schauen sich den Videobeweis an. Quälend lange zwei Minuten später die Erlösung: Der Treffer zählt, Mannheim gleicht zum 3:3 aus und erzwingt damit die Overtime. Dort erzielt Rico Fata den 4:3-Siegtreffer, als er die Scheibe nach einem Hechtsprung ins Tor stochert. Der Rest ist, wie es so schön heißt, Geschichte: Am Ende der Saison feiern die Adler ihren fünften DEL-Titel.

19. März 2010, Vorrunde

Das Sportliche ist schnell erzählt: Die Adler liegen kurz vor Ende erneut mit 2:3 hinten, auf den späten Ausgleichstreffer warten die Fans an diesem Tag aber vergeblich. In Erinnerung bleibt diese Partie ohnehin nicht auf Grund von Toren oder spektakulären Szenen. Was zum Zeitpunkt des Abpfiffs noch niemand ahnt: Es wird für lange das letzte Derby zwischen Mannheim und Frankfurt sein. Nach der Spielzeit, die für die Adler nach den Pre-Playoffs und die Lions nach dem Viertelfinale vorzeitig beendet ist, müssen sich die Hessen notgedrungen aus der DEL verabschieden. Im Juni wird ihnen die Lizenz entzogen und der Spielbetrieb eingestellt. Das ist das Ende für die Lions, die unter dem Namen Löwen Frankfurt in der Regionalliga einen Neuanfang starten.

30. August 2015, Vorbereitungsspiel

Wie groß die Sehnsucht der Mannheimer und Frankfurter Fans nach dem einzig wahren Derby ist, wird schon beim Blick auf die Ränge deutlich. Über 10.500 Zuschauer kommen zum Vorbereitungsspiel in die SAP Arena und sorgen beim ersten Aufeinandertreffen seit viereinhalb Jahren für eine sensationelle Stimmung, wie sie eben nur bei Spielen gegen den Erzrivalen herrscht. Diese Atmosphäre überträgt sich auch auf die Eisfläche und die Spieler. Bei den Adlern ist man vor allem darauf gespannt, wie die Mannschaft unter dem neuen Cheftrainer Geoff Ward auftreten wird. Ansätze des offensiven und aggressiven Spiels, das die Adler acht Monate später mit dem Titelgewinn krönen werden, sind an diesem Tag schon zu erkennen. Abgerundet wird der Klassiker gegen die Hessen vom Ergebnis: Die Adler schlagen die Löwen mit 5:3.

Reguläre Öffnungszeiten gelten wieder

28. August 2015

Endlich ist die Sommerpause vorbei, die neue Saison 2015/2016 kann beginnen. Die SAP Arena stellt deswegen ihre Öffnungszeiten von Ticketshop, Empfang/Fanshop, Adler City Store und Tickethotline wieder auf Saisonbetrieb um.

Die regulären Öffnungszeiten für den Ticketshop, den Empfang/Fanshop und die Tickethotline gelten ab dem 29. August, für den Adler City Store ab dem 31. August 2015.

SAP Arena Ticketshop:
Montag - Freitag: 09.00 - 18.00 Uhr
Samstag: 10.00 - 14.00 Uhr

SAP Arena Empfang/Fanshop:
Montag - Freitag: 09.00 - 18.00 Uhr
Samstag: geschlossen

Adler City Store:
Montag - Samstag: 11.00 - 18.00 Uhr

SAP Arena Tickethotline:
Montag - Freitag: 09.00 - 18.00 Uhr
Samstag: 10.00 - 14.00 Uhr

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