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DEL: Regeländerungen zur Saison 2017/18

14. August 2017

Die Deutsche Eishockey Liga verändert mit Beginn der Spielzeit 2017/18 die Auslegung einiger Regeln des Weltverbandes IIHF. Dabei handelt es sich um die Regeln zu „Hoher Stock“, „Angreifer im Torraum“ und „Schlittschuh-Tor“. Darauf haben sich die Sportlichen Leiter der 14 DEL-Clubs geeinigt. Um die Attraktivität des Spiels zu steigern, wurde zudem das Anspielprozedere überarbeitet. Umgesetzt werden diese Modifikationen von den Schiedsrichtern bereits in der Saisonvorbereitung.

Schneller, effektiver und fair: Das neue Anspielprozedere soll Attraktivität des Spiels steigern.

Die Modifikationen im Einzelnen:

Hoher Stock

Abweichend zur langjährigen Praxis zieht ein „Hoher Stock mit Verletzungsfolge“ keine Große Strafe nebst automatischer Spieldauerdisziplinarstrafe mehr nach sich. Der Spieler erhält dafür nunmehr eine „doppelte Kleine Strafe“ und kann im Anschluss wieder am Spiel teilnehmen.

Die Schiedsrichter auf dem Eis behandeln die „doppelte Kleine Strafe“ jedoch wie eine „Große Strafe“. Das heißt: Die Linesmen müssen, sollte der Schiedsrichter die Szene nicht gesehen haben, einen „Hohen Stock mit Verletzungsfolge“ melden, die Strafe wird dann nachträglich ausgesprochen. Im Falle eines vorsätzlich „Hohen Stockes“ wird die „Große Strafe“ nebst automatischer Spieldauerdisziplinarstrafe ausgesprochen.

Angreifer im Torraum

Die Regel „Angreifer im Torraum“ bleibt grundsätzlich wie in der vergangenen Saison eingeführt, wird jedoch weiter vereinfacht. Ab der Saison 2017/18 ist ein Tor auch dann gültig, wenn sich ein Spieler im Torraum befindet und dem Torhüter dabei die Sicht nimmt. Dies gilt aber nur dann, wenn der Spieler aus der Aktion heraus im Torraum steht. Der Angreifer darf weiterhin keine Dauerpräsenz im Torraum herstellen und diese Position taktisch nutzen. Weiterhin gilt, dass ein Tor keine Gültigkeit erlangen kann, wenn ein angreifender Spieler im Torraum einen relevanten Kontakt mit dem Torhüter herstellt.

Tor mit dem Schlittschuh – Kicking Action

Beim „Schlittschuh-Tor“ kehrt die DEL zur alten Auslegung zurück. Ab sofort darf ein Spieler einen Puck wieder mit dem Schlittschuh ins Tor ablenken. Dies gilt auch dann, wenn dies bewusst oder mit Absicht geschieht. Treffer mit dem Schlittschuh werden nur dann nicht anerkannt, wenn eine erkennbare Kickbewegung ausgeführt wird. Weiterhin erhält ein Tor keine Anerkennung, wenn ein ruhender Puck mit dem Schlittschuh ins Tor befördert wird.

Anspielprozedere

Das Anspielprozedere wurde in der DEL dahingehend angepasst, dass die Faceoffs schneller, effektiver und dennoch fair ausgeführt werden. Ziel ist es, den Puck wieder zügiger ins Spiel zu bekommen und die Attraktivität des Spiels zu steigern.

Hat in den vorhergegangenen Spielzeiten der Linienschiedsrichter den Zeitpunkt des Einwurfs des Pucks bestimmt, bestimmt ab sofort der angreifende Spieler das Anspiel. Nachdem sich der verteidigende Spieler korrekt aufgestellt hat, setzt der Angreifende Spieler aus der korrekten Position den Schläger ins weiße Feld. In diesem Moment wirft der Linesman den Puck ein. Bei Anspielen in der Mitte hat der Gastgeber den Vorteil.

Divingliste

Die Ligagesellschaft ist berechtigt, gegen Lizenzspieler disziplinarisch tätig zu werden, die im Spiel vortäuschen, dass gegen sie eine Foul begangen worden ist, und / oder sich aufgrund eines Fouls gegen sie verletzt haben („Diving“ / „Embellishment“).

Beim ersten Vergehen erhält der Spieler eine Verwarnung. Nach dem zweiten Vergehen wird der Spieler namentlich auf einer Liste vermerkt. Diese Liste wird den Sportlichen Leitern aller Clubs, den Trainern aller Clubs und allen DEL-Schiedsrichtern zugänglich gemacht.

Sollte auch dies keine Wirkung zeigen und der Spieler seine Tat wiederholen, erhält dieser eine Geldstrafe, die sich mit jedem Vergehen dieser Art erhöht. Ab der fünften Wiederholung wird zudem der entsprechende Trainer mit einer Geldstrafe belegt.

Jörg von Ameln, Leiter Spielbetrieb: „Unser Fokus liegt darauf, dass die Spiele für die Spieler selbst und die Teams sicher und fair verlaufen. Ein System, das unsportliches Verhalten in Form von „Schwalben“ oder vorgetäuschten Verletzungen erkennt und sanktioniert, ist da ein weiterer und wichtiger Schritt."

Papineau: „Ich hatte lange mit der Situation zu kämpfen“

10. August 2017

Die Freude war allseits riesig, denn dem 22. Eagles Cup wohnte ein ganz spezieller Ehrengast bei. Auf Einladung von Adler-Manager Teal Fowler reiste Justin Papineau gemeinsam mit seiner Frau vergangenes Wochenende aus Übersee nach Mannheim, um in St. Leon-Rot gemeinsam mit dem aktuellen Team den Golfschläger zu schwingen. Der inzwischen 34-Jährige streifte von 2009 bis 2011 die Mannheimer Farben über, doch schon zu Beginn seiner zweiten Saison bei den Adlern verletzte sich der Kanadier schwer. Der ehemalige Stürmer prallte am 15. Oktober 2010 im Auswärtsspiel in Ingolstadt unglücklich in die Bande und zog sich dabei eine Fraktur des zwölften Brustwirbels zu. Nach mehreren Operationen und Reha-Maßnahmen beendete Papineau 2012 schließlich seine aktive Eishockey-Karriere. Kurz vor seiner Rückreise haben wir uns mit „Paps“ unterhalten.

Beim diesjährigen Eagles Cup hatte Ex-Adler Justin Papineau (Mitte) mit seinem Flight sichtlich Spaß.

Justin, schön, dass du uns besucht hast. Wie hat dir dein Aufenthalt in Mannheim gefallen?

Es fühlte sich schon anders an als bei meinem letzten Besuch. Diesmal kam ich als Gast, nicht mehr als Spieler. So konnte ich die Zeit leicht genießen, hatte keinen Stress. Es war eine tolle Veranstaltung und einfach schön, ein paar vertraute Gesichter wiederzusehen. Es war aufregend für mich und meine Frau, diesen ganzen Tag miterleben und nochmals ein wenig die spezielle Atmosphäre in Mannheim aufsaugen zu dürfen.

Inwieweit hast du noch Kontakt zu den Jungs oder zu den Adlern?

Mit Ronny und Kinki habe ich damals schon zusammengespielt und über die sozialen Medien bleibt man ständig in Kontakt. Ich habe aber auch generell verfolgt, wie es um die Adler steht. Schließlich war das hier der letzte Club, für den ich auf dem Eis stand und ich habe mich hier wie zu Hause gefühlt.

Dabei wurde dein zweites Jahr in Mannheim von einer schweren Verletzung überschattet, die letztlich sogar dein Karriereende bedeutete. Wie bist du damals mit der Situation umgegangen und wie beurteilst du sie heute?

Es war schon eine schwere Situation. Ich habe sie immer wieder in meinem Kopf durchgespielt und hatte lange damit zu kämpfen. Am härtesten traf mich, dass ich nicht selbst entscheiden konnte, wann und wie ich meine Karriere beenden will. Auch jetzt gerade ist es nicht einfach, wenn man sieht, wie die Jungs sich auf die neue Saison vorbereiten und es dann bald wieder losgeht. Aber letztlich gehört das zum Sport dazu. Ich wusste, dass mir eine solche Verletzung passieren kann und so fand ich mich irgendwann damit ab. Inzwischen habe ich mir mit meiner Familie ein neues Leben aufgebaut und es ist toll. Meine Frau ist Lehrerin, ich kümmere mich um den Haushalt und unsere zwei Kinder. Langsam sind die aber in einem Alter, in dem sie mich nicht rund um die Uhr brauchen. Deswegen schaue ich mich aktuell nach einem Job um.

Das heißt, dass es dir gesundheitlich gut geht?

Es gibt schon noch Tage, an denen ich Schmerzen habe, oder gewisse Situationen, Bewegungen, die mir weh tun. Nach anstrengenden Tagen fällt es mir gelegentlich schwer, aus dem Bett zu steigen. Aber ich habe gelernt, damit zu leben, mich entsprechend anzupassen. Ich kenne meine Grenzen und wenn ich sie überschreite, dann ist das meine Schuld.

Hast du trotz der Probleme noch irgendetwas mit Eishockey zu tun?

Ja, einmal in der Woche spiele ich in einer kleinen Männerrunde. Es ist alles sehr entspannt, ohne Körperkontakt. Und dafür bin ich heilfroh, denn Dan McGillis ist auch mit am Start (lacht). Ansonsten schaue ich mir natürlich viele NHL-Spiele an. Ich selbst bin Fan der Montreal Canadiens, meine Tochter hält es mit Boston und mein Sohn mit Pittsburgh. Bei uns daheim ist also für ordentlich Zündstoff gesorgt.

Eagles Cup 2017: 13.200 Euro für den guten Zweck

09. August 2017

Bestes Wetter und ausgelassene Stimmung: Unter diesen perfekten Rahmenbedingungen fand am vergangenen Samstag der 22. Eagles Cup in St. Leon-Rot statt, bei dem das gesamte Team der Adler zusammen mit Sponsoren und Partner für den guten Zweck zum Golfschläger griffen.

Das jährlich stattfindende Golfturnier der Adler war dabei erneut ein Erfolg auf ganzer Linie. Nach einem ausgelassenen Brunch zogen Mannschaft, Trainer, Sponsoren und Partner in Viererteams los, um ihr Können auf dem Grün unter Beweis zu stellen. Den Gesamtsieg sicherte sich am Ende Daniel Sparre mit seinem Flight. Aber auch Aaron Johnson hatte Grund zur Freude. Mit beachtlichen 258 Metern gelang dem Verteidiger der längste Drive.

Am Abend fanden sich alle Teilnehmer zu einem festlichen Abendessen ein. Insgesamt kamen durch Antrittsgelder, Spenden und eine Tombola 13.200 Euro zusammen, die an den gemeinnützigen Verein „Adler helfen Menschen e.V.“ gehen.

„Das ist ein tolles Ergebnis. Mein Dank gilt allen Teilnehmer und Organisatoren dieses Events. Wir werden das Geld sicher anlegen und immer dort verwenden, wo Not am Mann ist“, freut sich Adler-Geschäftsführer Matthias Binder über die beachtliche Summe. Mit der Mannschaftsvorstellung, bei der sich die Spieler untereinander auch gerne ein wenig aufs Korn nahmen, fand die gelungene Veranstaltung schließlich ihr Ende.

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