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Jochen Hecht: "Es war schon immer mein Wunsch, nach Mannheim zurückzukehren"

09. Mai 2013

Im Jahr 1998 schaffte Jochen Hecht den Sprung über den großen Teich nach Amerika in die NHL. Seitdem absolvierte der gebürtige Mannheimer 892 Spiele für die St. Louis Blues, Edmonton Oilers und die Buffalo Sabres. Jetzt, nach knapp 15 Jahren in der besten Eishockeyliga der Welt, kehrt der 35-Jährige mit seiner Familie endgültig nach Mannheim zurück, um mit den Adlern an alte Erfolge anzuknüpfen. Wir haben Jochen Hecht in seiner zweiten Heimat Buffalo erreicht und mit ihm über seine letzte Saison bei den Sabres, seinen Umzug nach Mannheim und seiner Rolle bei den Adlern gesprochen.


Jochen, herzlich Willkommen zurück bei den Adlern. Wie geht es dir und was machst du gerade?

Mir geht es sehr gut, danke. Ich bin gerade zu Hause in Buffalo und organisiere ein paar Sachen für den Umzug. Ab nächster Woche werde ich wieder mit dem Training beginnen und mich für die neue Saison bei den Adlern vorbereiten.

Trotz namhafter Spieler wie Vanek, Hodgson oder Ennis habt ihr es dieses Jahr mit den Sabres nicht geschafft, euch für die Playoffs in der NHL zu qualifizieren. Wie groß war die Enttäuschung für dich?

Die Enttäuschung war für mich natürlich riesengroß. Es hat sich aber leider auch frühzeitig angedeutet. Nach dem wir bereits einen schlechten Start hatten, war es sehr schwer wieder zurück zu kommen, vor allem in so einer kurzen Spielzeit. Man arbeitet sehr hart, um sich für die Playoffs zu qualifizieren. Umso bitterer ist es dann, wenn es am Ende nicht reicht.

Du hast mit Jason Pominville jahrelang in Buffalo und sogar während des Lockouts in der letzten Saison in Mannheim zusammengespielt. Sein Abgang zu der Minnesota Wild war sicherlich ein großer Verlust für die gesamte Mannschaft.

Ja, das stimmt. Jason war der beste Zwei-Wege-Spieler in der Mannschaft, der immer hervorragende Leistungen gebracht hat. Er war einer der wenigen Spieler, der Über- und Unterzahl gespielt und auch beides sehr gut beherrscht hat. Sein Abgang war mehr als verwunderlich und hat eine große Lücke hinterlassen.

Jetzt kehrst du nach 892 Spielen in der NHL wieder in deine Heimat zurück. Wann fiel für dich der Entschluss, deine Karriere hier in Mannheim fortzusetzen?

Es war schon immer mein Wunsch, irgendwann nach Mannheim zurückzukehren und noch ein paar Jahre in Deutschland zu spielen, wenn es die Gesundheit und der Körper zulässt. Die Kinder stehen zudem vor einem Schulwechsel und es war für uns jetzt einfach der richtige Zeitpunkt, um hier einen Abschluss zu finden und ein neues Leben in Mannheim zu beginnen.

Deine Kinder sind in Amerika groß geworden. Wie gehen sie mit der ganzen Situation um?

Meine Kinder gehen erstaunlich gut mit der Situation um und haben auch vollstes Verständnis für unsere Entscheidung. Wenn der Tag kommt, an dem wir nach Deutschland fliegen, wird die Trauer groß sein und sie werden auch ihre Freunde vermissen. Aber ich denke, sie werden sich auch in Mannheim schnell einleben.

Steht schon fest, wann der Umzug stattfindet?

Ja, wir werden Ende Juni nach Deutschland fliegen. Bis dahin haben wir noch ausreichend Zeit, um alles zu regeln.

Aufgrund deiner Erfahrung und deinen spielerischen Qualitäten wirst du vor allem für die jungen Spieler im Team der Adler ein großes Vorbild sein und die Rolle als Führungsspieler einnehmen.

Ich denke, dass bringt eine Karriere in der NHL mit sich. Ich kenne viele Spieler der Adler vom Lockout und vom Trainingslager in der letzten Saison und das sind alles sehr nette und talentierte Jungs. Ich hoffe natürlich, meinen Teil dazu beitragen zu können, dass die Mannschaft erfolgreich ist.

Zum Abschluss würden wir gerne noch von dir wissen, welche Ziele du dir in den nächsten beiden Jahren mit den Adler gesetzt hast?

Ich möchte mit den Adlern so erfolgreich wie möglich sein. Dass die Meisterschaft eines dieser Ziele ist, ist ja in Mannheim schon immer ein offenes Geheimnis. Man hat aber auch in den letzten Jahren gesehen, dass die anderen Mannschaften sich stetig weiterentwickeln. Von daher glaube ich, dass wir eine harte Nuss zu knacken haben.

Gasteltern für Adler-Nachwuchs gesucht

05. Mai 2013

Die Adler suchen für ihren Nachwuchs Gasteltern in Mannheim und Umgebung. Konkret suchen wir für unsere Schüler-Nachwuchscracks, die im Alter von 13 bis 15 Jahre jung sind Gasteltern in Mannheim. Alle, die Interesse haben, einen unserer Schüler aufzunehmen, können sich gerne im Jungadler-Büro bei Frau Eschenauer unter 0621-18190-503 melden.


Unser Schüler-Trainer Frank Fischöder wird sich schnellstmöglich melden, um alle Details mit interessierten Familien zu besprechen.

Christopher Fischer: „Ich mache große Fortschritte“

04. Mai 2013

Nach drei Jahren bei den Grizzly Adams Wolfsburg kehrt der 25-jährige Christopher Fischer in diesem Sommer an seine alte Wirkungsstätte zurück und unterschrieb bei den Adlern einen Dreijahresvertrag. In seinen ersten beiden Jahren in Wolfsburg entwickelte sich Fischer zu einer tragenden Säule in der Defensive der VW-Städter und avancierte zeitgleich zum Nationalspieler. Doch seit der WM 2012 laboriert der gebürtige Heidelberger an einer Knieverletzung und konnte aus diesem Grund in der abgelaufenen Spielzeit kein einziges Spiel für die Wolfsburger bestreiten. Was Christopher Fischer über seine Rückkehr nach Mannheim denkt und wie der Heilungsprozess verläuft, hat er uns in einem kurzen Interview geschildert.


Christopher, herzlich Willkommen zurück in Mannheim. Was ist das für ein Gefühl wieder in der Heimat zu sein?

Es ist natürlich ein sehr schönes Gefühl wieder zu Hause zu sein und für die Mannschaft zu spielen, die ich als Kind immer angefeuert habe. Ich muss aber auch sagen, dass ich eine wunderbare und traumhafte Zeit in Wolfsburg hatte und mir der Abschied nicht leicht gefallen ist.

Du hast seit einem Jahr mit einer Knieverletzung zu kämpfen. Wie geht es deinem Knie?

Ich mache große Fortschritte und fühle mich von Tag zu Tag besser. Anfang nächster Woche werde ich mich mit den Ärzten und Physiotherapeuten der Adler zusammensetzen und das Training in Mannheim beginnen.

Du hast gerade schon das Thema Reha angesprochen. Wie sieht im Augenblick dein Aufbautraining aus?

Nach der langen Zeit steht natürlich der Muskelaufbau im Vordergrund. Wichtig dabei sind gelenkschonende Übungen, um das Knie nicht falsch zu belasten und kein Risiko einzugehen. Zusätzlich fahre ich regelmäßig Fahrrad und gehe joggen.

Was war denn für dich das Schlimmste während der ganzen Zeit?

Die Diagnose und die Dauer der Verletzung waren für mich ein riesen Schock. Jeden Tag zur Reha zu müssen und nicht mit den Jungs auf dem Eis stehen zu können war schon schlimm, aber ich würde sagen, das Zuschauen ist mir wirklich am schwersten gefallen.

Wann wirst du aller Voraussicht nach mit der Mannschaft trainieren können?

Ich denke schon, dass ich noch etwas Einzelbehandlung in Anspruch nehmen werde. Nächste Woche habe ich einen Termin in der Atos Klinik in Heidelberg und dann werden wir sehen wie es aussieht und weitergeht. Von der Muskulatur her ist es leider noch nicht so, dass ich alles problemlos machen kann. Ich hoffe aber, dass ich mit der Mannschaft auf das Eis gehen kann, sobald das Sommertraining beendet ist.


Auf was freust du dich neben deinem Comeback am meisten?

Am meisten freue ich mich auf die Mannschaft, die Kulisse und für einen der größten Vereine in Deutschland spielen zu dürfen. Es wird auch ein tolles Gefühl sein, meine Eltern wieder auf der Tribüne zu sehen. Das war ja in Wolfsburg leider nicht so oft der Fall.

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