Ray Emery: „Ich will Spiele gewinnen“

10. Februar 2016

Etwas müde, aber doch froh, endlich angekommen zu sein. So präsentierte sich Ray Emery am Mittwochmorgen. Der neue Torhüter der Adler war gerade aus dem Flieger aus Toronto gestiegen und kam wenig später an der SAP Arena an. Nach einem Rundgang durch die Kabine nahm sich der 33-Jährige sofort Zeit für ein Interview.

Hatte trotz Schlafmangel gute Laune beim Interview: Ray Emery.

Ray, herzlich willkommen in Mannheim! Wie war dein Flug?

Vielen Dank. Alles hat bestens funktioniert. Ich bin von Toronto nach Frankfurt geflogen, nach meiner inneren Uhr ist es als drei Uhr morgens. Ich bin etwas müde, aber sonst geht’s mir gut.

Warum hast du dich für den Wechsel nach Mannheim entschieden?

Ich will für ein gutes Team spielen und das sind die Adler. Um ehrlich zu sein, über die Liga hier in Deutschland weiß ich nicht viel, ich habe bisher nur ein paar Spiele gesehen. Aber es sind viele Spieler aus Nordamerika hier und von einigen habe ich immer wieder gehört, dass es ihnen hier gefällt. Gegen ein paar der Jungs hier in der Adler-Kabine habe ich sogar schon gespielt. Es ist also eine ganz neue Erfahrung für mich. Ich freue mich richtig drauf, dass es bald losgeht.

Wie siehst du die aktuelle sportliche Situation hier in Mannheim?

Wenn man als Team eine schwere Phase durchmacht, wie die Adler gerade, ist eine Pause immer gut. Man kann sich sammeln, an einigen Stellschrauben drehen und sich auf die nächsten Aufgaben vorbereiten, sowohl körperlich als auch mental. Für mich persönlich ist es eine gute Möglichkeit, mich einzugewöhnen und die Jungs kennen zu lernen.

Welches Ziel hast du dir gesetzt?

Ich gehe in jedes Spiel mit dem Ziel, es zu gewinnen. Dabei will ich dem Team helfen. Natürlich will jeder in die Playoffs einziehen. Hat man das erreicht, muss man aber von Spiel zu Spiel denken.

Wie würdest du deinen Goalie-Stil beschreiben?

Ich bin ein Butterfly-Goalie, groß und athletisch. Im Spiel verlasse ich mich auf meine Technik, Erfahrung und Ruhe. Ich bin während des Spiels sehr fokussiert, wie im Tunnel, und tue alles, um zu gewinnen. Neben der Eisfläche bin ich komplett anders, sehr entspannt.

Wenn man sich bei Youtube einige Videos von dir anschaut, kommt man schnell zu der Erkenntnis, dass du ein „Tough Guy“ bist.

Tough sein bedeutet für mich, alles zu tun, um ein Spiel zu gewinnen. In meiner Karriere war ich schon in einige Faustkämpfe verwickelt, das stimmt. Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Leute das mehr interessiert als meine Saves. Aber ich bin Goalie, ich halte Pucks und ich will Spiele gewinnen.

Im März 2010 hast du dich schwer an der Hüfte verletzt, wurdest operiert und konntest ein Jahr nicht spielen. Wie hast du diese Zeit überstanden?

Das war schwierig. Familie, Freunde und Mitspieler haben mich unterstützt, aber meine Karriere stand auf dem Spiel. Die Ärzte konnten mir vorher nicht sagen, ob ich überhaupt wieder Eishockey spielen kann. Rennen, laufen oder springen, also alltägliche Dinge, weiß ich seitdem mehr zu schätzen. Mir hat geholfen, dass ich schon immer Sportler war: Man setzt sich ein Ziel, egal wie klein es ist, und wenn man das erreicht hat, kommt das nächste. Step-by-step geht es voran. Ich bin wieder komplett fit, mein Spielstil ist genau derselbe wie vor der Verletzung. Ich achte seitdem aber mehr auf meinen Körper und nehme ihn nicht als selbstverständlich hin.

Du wirst in Mannheim mit der Nummer 30 auflaufen. Welche Bedeutung hat diese Zahl für dich?

Ich hatte schon einige Nummern in meiner Karriere. Mit der 30 auf dem Rücken habe ich mit den Chicago Blackhawks 2013 den Stanley Cup gewonnen. Scheint also meine Glücksnummer zu sein (lacht). Sonst steckt da aber keine tiefere Bedeutung dahinter.

Du hast 326 Spiele in der NHL absolviert. Der Stanley-Cup-Sieg mit Chicago war aber sicher das Highlight, oder?

Ich bin stolz auf alles. Man setzt sich am Anfang einer Saison immer das Ziel, sie als Team zu gewinnen. Mannheim hat letztes Jahr selbst erlebt, wie großartig es sich anfühlt, dieses Ziel dann auch zu erreichen. Meine Karriere war großartig, ich habe viel erlebt und möchte keinen Moment missen.

Adler City Store am Dienstag geschlossen

08. Februar 2016

Am Faschingsdienstag, das ist der 9. Februar, bleibt der Adler City Store geschlossen. Wir sind ab Mittwoch wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten für Sie da.

Ryan MacMurchy ist Spieler des Monats Januar

07. Februar 2016

Der beste Torschütze und aktuelle Topscorer der Adler ist Spieler des Monats Januar bei den Adlern.

Beim 7:4-Sieg in Krefeld im ersten Spiel des Jahres 2016 war MacMurchy an vier Toren beteiligt. Insgesamt kam der 32 Jahre alte Kanadier in den zehn Spielen auf siebe Tore und sechs Assists. MacMurchy gewann die Wahl bereits zum zweiten Mal in der laufenden Saison.

05. Feb. '16 Adler verpflichten Stanley-Cup-Sieger 04. Feb. '16 Das hungrige „Wolfsrudel“ trifft auf die Grizzlys
04. Feb. '16 Der nächste Gegner der Adler: Grizzlys Wolfsburg 03. Feb. '16 Matt Lashoff: „Es war klar, dass ich hier lande“
02. Feb. '16 Denis Reul: „Jetzt sind wir als Mannschaft gefragt“ 02. Feb. '16 Matt Lashoff unterschreibt bis Saisonende
01. Feb. '16 Dennis Endras fällt acht bis zwölf Wochen aus 01. Feb. '16 Adler und Wild Wings bewerben sich um das 3. DEL Winter Game
Champions Hockey League
Eishockey Förderverein

© Die Adler Mannheim Eishockey Spielbetriebs GmbH & Co. KG