Marcel Goc: „Ich freue mich auf meine Zeit in Mannheim!“

25. September 2012

Er ist zurück! Nach fast zehn Jahren wird der deutsche Nationalspieler und NHL-Star Marcel Goc wieder das Adler-Trikot überziehen. Möglich wird dies durch den Lockout in der NHL, der seit vergangener Woche Realität ist. Da die Gespräche zwischen Spielern und Clubbossen seitdem stagnieren und der Saisonbeginn in der NHL bis auf weiteres auf Eis liegt, nutzen viele Spieler die Zeit, um den Sprung nach Europa zu wagen. Neben Marcel Goc wird auch NHL-Verteidiger und Ex-Adler Dennis Seidenberg in den nächsten Tagen in Mannheim erwartet. Er soll in den nächsten Wochen ebenfalls für die Adler auflaufen. Wir haben Marcel Goc nach seinem ersten Adler-Training am heutigen Dienstag getroffen und mit ihm über seine Rückkehr nach Mannheim, das Zusammenspiel mit seinem Bruder Niki und einen Ausblick auf die nächsten Wochen gesprochen.


Marcel, wie war Dein erstes Training als Neu-Adler?

Sehr gut. Alles lief bestens und ich habe mich auf dem Eis richtig gut gefühlt. Ich bin froh hier in Mannheim zu sein und mit den Jungs trainieren zu können. Natürlich würde ich mich auch freuen, wenn die NHL-Saison starten würde, aber das ist im Moment nicht der Fall und deshalb freue ich mich nun sehr auf meine Zeit in Mannheim.

Du hast ja bereits in der Vorbereitung bei den Adlern mittrainiert.

Das stimmt. Ich kenne die Jungs und sie kennen mich. Da war das Thema Integration kein Problem, was die Sache für mich etwas einfacher macht. Ich fühle mich jetzt schon richtig wohl, und mit den Jungs macht das wirklich sehr viel Spaß.

Du bist seit Ende letzter Woche wieder in Deutschland. Hast Du Dich mit deiner Familie schon wieder ein bisschen eingewöhnt?

Ja, bis auf den Jetlag im Moment ist alles in bester Ordnung. Wir konnten gestern in unsere Wohnung hier in Mannheim einziehen, in der zwar noch alles kreuz und quer rumsteht, aber wir werden das in den nächsten Tagen in Ordnung bringen, damit wir uns endgültig heimisch fühlen können.

Für Dich war von Anfang an klar, unbedingt in Mannheim spielen zu wollen, oder gab es auch andere Optionen?

Für mich kam nur Mannheim in Frage, wofür es mehrere Gründe gibt. Ich habe hier vor meiner Zeit in Nordamerika gespielt und mich hier immer wohl gefühlt. Ich kenne das Umfeld und Trainer Harold Kreis sehr gut und habe einen großen Teil der Vorbereitung bei den Adlern absolviert. Zudem spielt mein Bruder hier seit einigen Jahren, was für mich ein großer Faktor war. Außerdem ist meine Heimatstadt Calw nicht weit entfernt, so dass ich hin und wieder mal einen Abstecher zur Familie machen kann. Es hat also alles für die Adler gesprochen.

Du hast Deinen Bruder Niki bereits angesprochen. In der Nationalmannschaft habt ihr schon mehrfach miteinander gespielt. Auf Clubebene wird das allerdings eine Premiere werden. Bist Du gespannt darauf?

Natürlich! Das ist schon etwas Besonderes. Ich hatte ja schon in der Vergangenheit die Möglichkeit mit meinem älteren Bruder Sascha hier in Mannheim zu spielen. Und jetzt mit Niki hier auflaufen zu können ist natürlich eine tolle Sache. Ich freue mich riesig darauf.

Ermöglicht wurde Dein Engagement bei den Adlern durch den Lockout in der NHL. Wie bewertest Du die Situation im Moment?

Das ist eine schwierige Frage, die Gespräche sind praktisch zum Stillstand gekommen. Wie es weitergeht, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur sehr schwer zu beurteilen.

Kannst Du denn schon eine vorsichtige Prognose abgeben, wie lange wir hier in Mannheim NHL-Flair erleben dürfen?

Das ist leider im Moment kaum möglich. Aktuell ist nur klar, dass alle Vorbereitungsspiele abgesagt wurden. Ich gehe mal davon aus, dass es sicherlich mehrere Wochen dauern wird. Denn selbst wenn man sich demnächst einigen sollte, wird es noch dauern bis alles neu geplant ist und alle Spieler zu ihren Clubs zurückgekehrt sind. Für uns Spieler ist das schon eine komische Situation. Ich freue mich zum Beispiel sehr auf die Herausforderung hier, will gut spielen und die Mannschaft dabei unterstützen, dass sie weiterhin so erfolgreich spielt wie zuletzt. Auf der anderen Seite kann es natürlich auch schnell wieder nach Nordamerika gehen. Mit dieser Situation müssen wir eben umgehen und das Beste daraus machen.

Für die DEL und speziell auch die Adler ist diese Situation natürlich ein Glücksfall. Denn mit Dennis Seidenberg kommt ja auch noch ein weiterer deutscher NHL-Crack zu den Adlern. Hast Du schon Kontakt mit ihm gehabt?

Na klar. Ich habe zuletzt kurz vor meinem Abflug nach Mannheim mit ihm telefoniert. Wir haben ja schon damals miteinander in Mannheim gespielt und er freut sich ebenfalls sehr über seine Rückkehr, besonders auch, weil sein Bruder Yannic hier spielt. Das wird für uns beide eine tolle Zeit hier und ich freue mich, wenn ich ihn bald persönlich begrüßen kann.

Dein letzter Einsatz in der DEL ist schon einige Jahre her. Dein letztes Spiel für Mannheim war sogar noch im alten Friedrichspark. Bist Du gespannt darauf, wie sich das Eishockey in Deutschland seitdem verändert hat?

Auf jeden Fall. Als ich nach Nordamerika gegangen bin, war ich noch jung und einen anderen Blick auf das Eishockey in der DEL. Aber wenn ich sehe, in was für einer tollen Halle die Adler heute spielen und wie spannend die Finalserie zwischen Mannheim und den Eisbären war, dann ist die Vorfreude hier zu spielen riesengroß. Zudem werde ich sicherlich ein paar bekannte Gesichter aus Nordamerika wiedersehen.

Die Adler haben bisher einen erfolgreichen Saisonstart hingelegt. Wie schätzt Du Dein neues Team ein?

Das ist ein tolles Team, das harmoniert und in dem jeder für den anderen kämpft. Ich selbst weiß, dass das im Sport sehr viel ausmacht, wenn man als Mannschaft an einem Strang zieht. Deshalb traue ich uns einiges zu und bin froh, bald ein Teil dieser Mannschaft sein zu können.



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