Fünf Fragen an Frank Mauer
Die deutsche Eishockeynationalmannschaft musste vergangenen Dienstag nach dem verpassten Viertelfinale bei der Weltmeisterschaft in Schweden und Finnland die Heimreise antreten. Mit starken Leistungen präsentierte sich die Mannschaft von Pat Cortina auf der internationalen Bühne, verpasste am Ende aber leider gegen die großen Eishockeynationen wie Russland, Slowakei oder die USA eine Überraschung. Lediglich Gastgeber Finnland konnten die Cortina-Schützlinge einen Punkt abjagen. Wir haben mit Frank Mauer nach seiner Rückkehr aus Finnland gesprochen und ihm fünf Fragen zu seiner zweiten WM-Teilnahme und den Neuzugängen der Adler gestellt.
Frank, du bist vorgestern aus Finnland zurückgekommen. Wie hast du deine zweite WM-Teilnahme erlebt?
Wir haben zum größten Teil sehr gut gespielt und es ist natürlich ärgerlich, dass wir es nicht bis ins Viertelfinale geschafft haben. Es war eine gute Werbung für das deutsche Eishockey, weil wir die Spiele sehr eng gehalten und teilweise auf Augenhöhe mit den großen Nationen gespielt haben.
Wie du gerade schon erwähnt hast, habt ihr ein gutes Turnier gespielt. Letztendlich seid ihr aber für eure Mühen nicht belohnt worden und hattet auch sehr viel Pech, oder?
Das stimmt. Vor allem gegen die Slowakei hätten wir gewinnen können, umso ärgerlicher, dass es am Ende nicht gereicht hat. Gegen den Gastgeber Finnland waren wir auch sehr dicht dran. Wir haben uns gegen die Topnationen sehr gut verkauft und es sollte unser Anspruch für die Zukunft sein, unter die Top Acht zu kommen.
Wie sehr nagt das am Selbstvertrauen, wenn man gut spielt, aber trotzdem keine Punkte einfährt?
Das ist sehr enttäuschend und frustrierend. Uns hat zum Schluss einfach die Cleverness gefehlt, die Spiele über die Zeit zu bringen. Wir werden in Zukunft noch härter an uns arbeiten müssen, damit uns das in Zukunft nicht mehr passiert.
Eine lange Eishockeysaison ist für dich jetzt beendet. Wie lange wirst du dir frei nehmen und wie wirst du deine freie Zeit nutzen?
Wie lange ich mir eine Auszeit gönne, weiß ich noch nicht. Die Saison war für mich von Anfang August bis Mitte Mai mit vielen Spielen und Reisen wirklich sehr lang. Ich genieße jetzt erst mal meine freien Tage und werde mich bestmöglich erholen.
Die Adler haben gute deutsche Spieler unter Vertrag genommen. Was hältst du von diesen Verpflichtungen?
Ich finde es sehr positiv, dass wir in Mannheim einen deutschen Trend verfolgen. Das ist sehr wichtig für das deutsche Eishockey und es wird in den nächsten Jahren der Schlüssel zum Erfolg sein. Es freut mich, dass wir so gute Spieler verpflichtet haben, um nächste Saison wieder angreifen zu können.
Sommertraining läuft auf Hochtouren
Vor gut zwei Wochen begann für die Adler die Vorbereitung für die neue Saison. Während einige Spieler für Bundestrainer Pat Cortina und die deutsche Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Finnland und Schweden auf dem Eis stehen, hat für den anderen Teil der Blau-Weiß-Roten bereits der Ernst des Lebens“ wieder begonnen. Knapp drei Wochen hatten die Jungs keine Verpflichtungen und kein Training, um sich vollständig zu regenerieren und den Kräftetank wieder aufzufüllen.
In der Anfangsphase geht es darum, die Jungs langsam wieder an die Belastung der Muskulatur zu gewöhnen und auf die Hauptphase vorzubereiten“, erklärt Athletiktrainer Daniel Müssig den Vorbereitungsstart in der Trainingshalle der MTG in Mannheim, der sich zusammen mit Martin Müller um die Fitness der Spieler kümmert.
Bis Ende Juli soll die eisfreie Vorbereitung für die kommende Spielzeit dauern, die, wie auch schon im letzten Jahr, in drei unterschiedliche Phasen eingeteilt ist. Nach der Anfangs- und Hauptphase gegen Ende Juni bekommen die Spieler eine Erholungswoche, um den Anpassungsprozess der Muskulatur und des Stoffwechsels zu gewährleisten. Danach beginnt die vierwöchige Endphase, in der der Fokus primär auf die Schnellkraft, Schnelligkeit sowie auf die spezifische Ausdauer gelegt wird“, verrät Daniel Müssig den Plan bis zum ersten Eistraining Anfang August.
Derzeit bringen Kraft-und insbesondere Rumpfübungen die siebenköpfige Adler-Gruppe ordentlich zum Schwitzen. Engagiert und fokussiert wird Übung für Übung gemeistert.
Auch bei Neuzugang Kai Hospelt sind einige Schweißperlen auf der Stirn zu erkennen. Es macht echt Spaß sich mal wieder richtig auszupowern und ich habe einen sehr positiven Eindruck von der Truppe“, berichtet der gebürtige Kölner nach den ersten Trainingseinheiten für seinen neuen Arbeitgeber, der in Matthias Plachta auch schon den perfekten Trainingspartner gefunden hat.
Trotz jeder Menge Anstrengung ist die Stimmung an diesem Mittwochmorgen sehr gut. Gerade auf die Mischung zwischen Spaß und harter Arbeit achten die beiden Athletiktrainer ganz besonders: Wir haben, wie auch schon in den letzten Jahren, eine lustige Truppe beisammen. Das Arbeiten im Team ist für jeden einzelnen Spieler ein Grund zur Motivation. Das merken wir immer wieder. Es ist aber auch wichtig, den Jungs ein abwechslungsreiches Trainingsprogramm zu bieten, um diese Motivation aufrecht zu erhalten“, so Daniel Müssig.
Aus diesem Grund sorgen die Fitness-Coaches für reichlich Abwechslung bei der Gestaltung des Trainingsplanes. Einmal die Woche gehen die Spieler gemeinsam Fußball und Tennis spielen sowie zum Yoga und Spinning. Die Mischung stimmt einfach. Das Training und die Stimmung sind wirklich super“, sagt Adler-Verteidiger Dominik Bittner, der somit die Aussage seines Athletiktrainers unterstreicht.
Adler verpflichten Philip Lehr als dritten Torhüter
Nach seinem einjährigen Gastspiel bei den Eisbären Berlin kehrt Philip Lehr nach Mannheim zurück und erhält einen Zweijahresvertrag bei den Adlern. Der am 3. Juni 1993 geborene Lehr wird regelmäßig mit den Adlern trainieren und in Heilbronn in der Zweiten Bundesliga Spielpraxis sammeln.
Philip Lehr wird bei den Adlern die Rückennummer 35 erhalten.


















