Erster gegen Dritter – Adler wollen in Ingolstadt Siegesserie ausbauen

18. Dezember 2014

Es geht Schlag auf Schlag. Drei Tage nach dem hart umkämpften Sieg gegen die Augsburger Panther gastieren die Adler am Freitag, den 19.12.14, beim amtierenden Meister ERC Ingolstadt. Das Team von Trainer Geoff Ward blickt auf eine Siegesserie von vier Spielen zurück und will mit einem weiteren Dreier die Verfolger auf Distanz halten. Die Partie in der Ingolstädter Saturn-Arena beginnt um 19.30 Uhr und wird sowohl im Webradio von Radio Regenbogen als auch im Livestream bei Laola1.tv übertragen.


Die Zeit um Weihnachten und Neujahr ist neben den Playoffs die anstrengendste und intensivste dieser Saison. Der vollgepackte Terminkalender lässt nur wenig Zeit zur Erholung, ein Spiel jagt das nächste und die Spieler müssen immer wieder Höchstleistungen bringen. Dass es dabei auch Tage gibt, an denen nicht alles nach Plan verläuft, ist völlig verständlich. Und genau so einen Tag haben die Adler am vergangenen Dienstag beim knappen 4:3-Sieg nach Penaltyschießen gegen die Augsburger Panther erwischt. „Solche Tage kommen im Sport gelegentlich vor, aber dann muss man eben andere Lösungen finden, um das Spiel zu gewinnen.“, sagte Ward mit zwei Tagen Abstand. „Es ist wie beim Pokern. Man kann auch mit einer schlechten Hand gewinnen.“

Gegen den amtierenden Meister dürfte allerdings eine „schlechte Hand“ nicht ausreichen, um die Punkte aus der Saturn-Arena zu entführen. Der Schanzer Panther wirken sehr stabil, spielen eine starke Saison und sind mit 98 geschossenen Toren das offensivstärkste Team der Liga. Vor allem die Paradereihe mit den Kanadiern Brandon Buck und Ryan MacMurchy und dem Tschechen Petr Taticek ist brandgefährlich. „Die Ingolstädter spielen vor heimischer Kulisse bärenstark. Da dürfen wir uns keine Fehler erlauben und müssen einfach unser Spiel spielen. Wenn wir mental bereit sind, alles geben, die Scheibe zum Tor bringen und mit Druck nach vorne agieren, dann sollten wir eine gute Chance haben, das Spiel zu gewinnen“, blickt Adler-Verteidiger Nikolai Goc zuversichtlich auf das Spiel gegen Ingolstadt.

Wer bei den Adlern am Freitagabend in Ingolstadt das Tor hüten wird, ließ Trainer Geoff Ward während des Pressetalks am Donnerstag noch offen. „Wir werden heute Abend entscheiden, wer spielt“, so der Kanadier. Während das Trainerteam der Adler weiterhin auf Stürmer Jochen Hecht verzichten muss, steht Jon Rheault wieder zur Verfügung.

Die Adler haben sich bereits am Donnerstagnachmittag auf den Weg in Richtung Oberbayern, wo morgen früh das obligatorische Pre-Game-Skate auf dem Programm steht. Am Samstag wird das Team eine weitere Einheit auf dem Ingolstädter Eis absolvieren und im Anschluss nach Straubing reisen.


Ingolstadts Keeper Timo Pielmeier parierte beim 4:2-Sieg seiner Mannschaft im November in Mannheim 41 Schüsse

Der nächste Gegner der Adler: ERC Ingolstadt

18. Dezember 2014

Bereits zum dritten Mal in der laufenden Saison treffen die Adler am Freitag auf den amtierenden Deutschen Meister aus Ingolstadt. Die Panther sind nach den Adlern und München die dritte Mannschaft, die sich derzeit vom Tabellenmittelfeld etwas absetzen konnten. Mit 52 Zählern - zehn weniger als die Adler - liegt das Team von Trainer Larry Huras derzeit mit einem Spiel Rückstand sechs Punkte vor den viertplatzierten Wolfsburgern.

Ein kleines Zwischentief gab es für das Team Ende November: ausgerechnet nach dem 4:2-Auswärtssieg in Mannheim am 16.11. kassierten die Bayern erstmals in dieser Saison drei Niederlagen in Folge. Krefeld und Hamburg gewannen ihre Heimspiele gegen den ERC, die Kölner Haie entführten dazwischen zwei Punkte aus der Donaustadt.

Mit einem 5:3 in Iserlohn fand man aber schnell in die Erfolgsspur zurück und freut sich nun nach fünf Siegen aus den letzten sechs Partien auf das Spitzenspiel gegen die Adler vor eigenem Publikum. Mit der nach den Adlern zweitbesten Heimbilanz aller Teams macht man sich auch berechtigte Hoffnungen auf Punkte aus der Partie gegen die Quadratestädter.

Die offensiven Leistungen des Teams sind auch durchaus beachtlich, mit 98 Toren hat der ERC bisher sogar zwei Mal mehr getroffen als Mannheim und München. Die Last ist dabei auch auf viele Schultern verteilt, denn schon acht Spieler haben mehr als 15 Scorerpunkte gesammelt. Nur der Defensive fehlte es im ersten Saisondrittel noch etwas an Stabilität, doch hier scheint sich das Team inzwischen gefunden zu haben. In den letzten fünf Spielen kassierte Torhüter Timo Pielmeier nur sieben Gegentreffer.

Einen Teil dazu beigetragen hat vielleicht auch Neuzugang Alexandre Picard. Der Franko-Kanadier kam Ende November mit der Referenz von 253 NHL-Spielen an die Donau. Picard spielte in der vergangenen Saison in Österreich bei den Graz 99ers, konnte sich zu Saisonbeginn beim Schweizer Erstligisten in Fribourg aber bei einem Try-Out nicht für einen Vertrag empfehlen.

Facts:
Ingolstadt hat sechs der letzten sieben Heimspiele gewonnen +++ Topscorer ist Brandon Buck (14 Tore und 15 Assists aus 26 Spielen) +++ Ingolstadt hat knapp hinter den Adlern (12,7%) das drittschlechteste Powerplay der Liga (14,8%) +++ Thomas Greilinger hat in seinen 24 DEL-Partien gegen die Adler seit seinem Wechsel nach Ingolstadt 6 Tore und 16 Assists gesammelt +++ nachdem die Adler am Dienstag gegen Augsburg ihr erstes Penaltyschießen der Saison absolviert haben, ist Ingolstadt das letzte Team der Liga, das in der laufenden Saison noch nicht über die Overtime hinaus musste +++ mit 11,3% haben die Stürmer des ERC die beste Trefferquote der Liga

ERC Ingolstadt - Adler Mannheim
Freitag, 19.11.2014, 19:30 Uhr
Saturn-Arena, Ingolstadt

Die Partie wird live im Webradio unter http://www.regenbogen.de/content/html/shared/webradio/index.html?id=1 und im Livestream bei Laola1.TV unter http://www.laola1.tv/de-de/live/erc-ingolstadt-adler-mannheim/236269.html übertragen.

Marcus Kink: „Ich bin stolz, ein Teil dieser Mannschaft zu sein und hier zu spielen.“

17. Dezember 2014

Er kämpft um jeden Zentimeter Eis, er stellt sich immer in den Dienst der Mannschaft und er geht stets mit gutem Beispiel voran: Die Rede ist von Adler-Kapitän Marcus Kink. Der gebürtige Düsseldorfer befindet sich in bestechender Form und ist derzeit mit acht Toren und zwölf Vorlagen fünftbester Punktesammler der Blau-Weiß-Roten. Wir haben uns nach dem Mittwochstraining mit Marcus Kink getroffen und mit ihm ein paar Worte gewechselt.

Marcus, Glückwunsch zum gestrigen Erfolg gegen Augsburg. Es war der vierte Sieg in Folge und der dritte binnen fünf Tagen. Die Mannschaft hat also allen Grund zur Freude.

Das ist richtig. Wir haben in den letzten Spielen hart für die Siege gearbeitet und sind dafür auch belohnt worden. Wenn wir immer elf Punkte aus vier Spielen holen würden, dann wäre das hervorragend.

Wie schwierig war es nach dem emotionalen Sieg am Freitag gegen München, sich zwei Tage später mental auf das Spiel gegen die Roosters vorzubereiten?

Die Vorfreude auf das Spiel in München war riesig, und die drei Punkte, die wir gegen den EHC geholt haben, waren enorm wichtig. Nach so einem großen Sieg ist es schwer, sich schnell auf das nächste Spiel vorzubereiten, aber das ist uns sehr gut gelungen. Riesenkompliment an die Mannschaft.

Trainer Geoff Ward war zwar nach dem gestrigen Spiel gegen Augsburg mit den zwei Punkten zufrieden, aber nicht mit der Art und Weise, wie sich die Mannschaft präsentiert hat. Warum hat sich das Team deiner Meinung nach schwer getan, den Spielplan umzusetzen und das Heft in die Hand zu nehmen?

Wir haben gestern gegen eine gute Mannschaft gespielt. Augsburg hat es uns nicht leicht gemacht und Chris Mason hat stark gehalten. Ich denke, dass wir nach ein paar Minuten im ersten Drittel sehr gut im Spiel waren und uns auch viele Torchancen erarbeitet haben. Leider haben uns nach der Führung ein oder zwei Prozent gefehlt, um das Spiel komplett zu übernehmen. Dadurch ist Augsburg wieder zurück ins Spiel gekommen. Das Powerplay bereitet uns im Moment ein bisschen Probleme. Das eine oder andere Überzahltor hätte uns sicherlich gut getan, aber wir arbeiten daran. Trotz allem war es ein guter Sieg, weil wir einen Weg gefunden haben, die Punkte zu holen.

Für uns hast du in dieser Saison eine unglaubliche Entwicklung genommen und noch einmal einen großen Schritt nach vorne gemacht. Sehen wir zurzeit den stärksten Marcus Kink aller Zeiten?

Das weiß ich nicht, das können andere besser beurteilen. Ich bin stolz, ein Teil dieser Mannschaft zu sein und hier zu spielen. Ich will dem Team jeden Tag und in jedem Spiel helfen und mich stetig weiterentwickeln. Durch das Trainerteam ist ein neuer Schwung durch die Mannschaft und die Eishockeystadt Mannheim gegangen. Und ich versuche einfach, diesen Schwung mitzunehmen, meinen Teil zum Erfolg beizutragen und immer mein Bestes zu geben.

Die Adler stehen derzeit mit vier Punkten Vorsprung auf München an der Spitze der DEL. Stärkt die aktuelle Tabellensituation das ohnehin schon große Selbstbewusstsein noch mehr?

Der Blick auf die Tabelle ist eine Momentaufnahme und ein gutes Gefühl. Es bestätigt unsere harte Arbeit und dass wir auf einem guten Weg sind. Nichtsdestotrotz sind erst 27 Spiele gespielt, es kommen noch einige Spiele und es sind noch viele Punkte zu vergeben. Bis jetzt haben wir nichts erreicht und auch nichts gewonnen. Wir müssen weiter hart arbeiten und uns stetig verbessern.

Jetzt geht’s nach Ingolstadt und Straubing. Wie sind Deine Erwartungen?

Das sind natürlich zwei schwere Auswärtsspiele. Ingolstadt ist im Moment ziemlich heiß und in Straubing tun wir uns oft schwer. Es ist aber wichtig, dass wir uns jetzt erst einmal auf Freitag konzentrieren und in Ingolstadt den Kampf annehmen. Unsere Stärken sind wichtig und diese müssen wir durchsetzen.

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