Nachgefragt bei Dennis Endras

23. Oktober 2014

Zehn Spiele, 1,96 Gegentore pro Spiel und eine Fangquote von 93,5 Prozent – so lesen sich die statistischen Werte von Adler-Torhüter Dennis Endras. Der gebürtige Immenstädter ist derzeit in bestechender Form und der beste Torhüter der Liga. Beim 3:0-Auswärtserfolg am vergangenen Sonntag in Augsburg durfte sich der 29-Jährige sogar über seinen dritten Shutout der laufenden Saison freuen. Wir haben uns mit Dennis Endras getroffen und ihn zu seinen Leistungen, seinem Vorbild und den bevorstehenden Aufgaben befragt.


Dennis, mit einem Schnitt von 1,96 Gegentoren pro Spiel und einer Fangquote von 93,5 Prozent bist du aktuell der beste Torhüter der DEL. Besser hätte es für dich bis dato eigentlich nicht laufen können, oder?

Das stimmt, aber nicht nur bei mir läuft es sehr gut, sondern bei der gesamten Mannschaft und das freut mich ungemein. Das Eishockeyspielen macht im Moment wirklich viel Spaß, genauso wie das Training und die Auswärtsfahrten. Wir haben eine tolle Stimmung in der Kabine und sind immer mit viel Freude bei der Arbeit. Das Team hat sich einfach gefunden.

Beim 3:0-Sieg der Adler in Augsburg hast du zum dritten Mal in dieser Saison „zu Null“ gespielt. Was ist dein Erfolgsgeheimnis?

Ich habe eigentlich kein Erfolgsgeheimnis. Ich versuche immer, mich von Training zu Training und von Spiel zu Spiel intensiv zu konzentrieren und Spaß bei der Arbeit zu haben. Das hat bis jetzt sehr gut funktioniert und wenn es weiter so gut läuft, habe ich keinen Grund zur Klage. In erster Linie muss ich mich aber auch bei meinen Vorderleute bedanken, die in jedem Spiel einen super Job machen.

Grundsätzlich will man gegen sein altes Team immer gewinnen. Keinen einzigen Gegentreffer kassiert zu haben dürfte allerdings das i-Tüpfelchen gewesen sein.

Das war natürlich etwas Besonderes, keine Frage. Allerdings haben wir in Augsburg auch unser bestes Auswärtsspiel abgeliefert. Von der ersten bis zur letzten Sekunde waren wir die bessere Mannschaft und haben keine Zweifel daran aufkommen lassen, wer das Eis als Sieger verlassen wird.

Die Adler spielen bislang eine sehr erfolgreiche Saison. Warum ist es gerade in dieser Frühphase der Saison so schwer, gegen Mannheim zu gewinnen?

Wenn man an der Tabellenspitze steht, hat man manchmal auch das Glück des Tüchtigen, aber wir erarbeiten uns vorne die Chancen und stehen hinten sehr kompakt. Wenn man sieht, wie die Jungs auch bei einer 4:0-Führung die Schüsse blocken, dann spricht das eindeutig für den Charakter der Mannschaft. Alle Spieler sind wirklich mit Herzblut bei der Sache.

Du hast mit Youri Ziffzer einen starken Torhüter an deiner Seite. Wie würdest du euer Verhältnis beschreiben?

Youri und ich kennen uns schon länger von verschiedenen Torwartschulen und haben natürlich auch schon gegeneinander gespielt. Er ist wirklich ein klasse Typ. Wir verstehen uns privat sehr gut und haben ein super Verhältnis.

Du hast auf der Adler Kids-Club-Homepage Oliver Kahn als dein persönliches Vorbild angegeben. Warum ausgerechnet der „Titan“?

Wenn man sich Oliver Kahn anschaut, dann sieht man Siegeswille pur. Er strahlt eine unglaubliche Souveränität aus und hat große Erfolge gefeiert, sowohl mit den Bayern als auch mit der Nationalmannschaft. Seine ganze Körpersprache ist einfach sehr imponierend.

Am kommenden Wochenende stehen erneut zwei schwere Spiele gegen Hamburg und Krefeld auf dem Programm. Dass Krefeld eine schwer zu spielende Mannschaft ist, haben die Adler am zweiten Spieltag zu spüren bekommen. Ihr wisst also, was ihr zu erwarten habt. Was kannst du uns über die Freezers sagen?

Hamburg hat sich nach dem schlechten Saisonstart wieder gefangen und auch der Trainerwechsel scheint der Mannschaft gut getan zu haben. Die Freezers spielen sehr körperbetont und wir müssen schauen, dass wir dagegenhalten und unsere Stärken ausspielen. Es erwartet uns im Norden auf jeden Fall ein heißer Tanz und mit Krefeld haben wir am Sonntag noch eine Rechnung zu begleichen.

Der nächste Gegner der Adler: Hamburg Freezers

23. Oktober 2014

Seit 2009 haben die Hamburg Freezers ihre Saisonbilanz in jeder Spielzeit verbessert, Manager Stéphane Richer und Trainer Benoit Laporte haben in der Hansestadt hervorragende Aufbauarbeit geleistet. Doch nach einem enttäuschenden Abschneiden in der Champions Hockey League und vier Niederlagen in Folge zum DEL-Auftakt war die Ära Laporte bei den Freezers früh in der Saison beendet.

Für die Nachfolge mussten die Verantwortlichen des Klubs an der Elbe nicht lange suchen. Laportes Assistent Serge Aubin übernahm und brachte das Team in die Erfolgsspur zurück. Sechs Siege aus acht Spielen holte das Team unter Aubin, zuletzt gab es zwei klare 8:1- und 5:0-Erfolge gegen Nürnberg und Augsburg. Die Freezers - in der Tabelle auf Platz sieben geklettert - treten also mit breiter Brust gegen den Tabellenführer aus Mannheim an.

Die Startschwierigkeiten waren eigentlich überraschend, denn personelle Veränderungen gab es eigentlich nur an einer wichtigen, vielleicht aber auch der wichtigsten Stelle des Teams: David Wolf, der in den letzten drei Jahren einer der unumstrittenen Führungsspieler der Freezers war, wechselte im Sommer nach Nordamerika und versucht derzeit einen Platz im Team der Calgary Flames zu ergattern.

Die Lücke, die Wolf hinterlassen hat, soll durch zwei Cracks gestopft werden. Zum einen wurde Iserlohns Topscorer Marty Sertich verpflichtet, zudem holten die Hamburger mit Kevin Clark aus Krefeld den drittbesten Scorer der letzten Vorrunde. Vor allem Clark erfüllt bisher die Erwartungen voll und ganz. Mit vier Toren am Sonntag gegen Nürnberg und drei Assists gegen Augsburg hat sich der Kanadier in den letzten Tagen an die Spitze der Scorerwertung der Liga geschoben.

Facts:
In Hamburg haben die Adler fünf der letzten sieben Spiele gewonnen +++ Hamburgs Kevin Clark ist mit elf Toren und acht Assists bisher bester Torschütze und bester Scorer der Liga und hat mit +12 die beste Plus-Minus-Bilanz aller Spieler in der DEL +++ Jochen Hecht absolviert in Hamburg sein 350. DEL-Spiel +++ Dennis Endras führt mit einer Fangquote von 93,5% und einem Gegentorschnitt von 1,96 die Torhüterwertung der DEL an

Hamburg Freezers- Adler Mannheim
Freitag, 24.10.2014, 19:30 Uhr
O2 World, Hamburg

Die Partie wird live im Webradio unter http://www.regenbogen.de/content/html/shared/webradio/index.html?id=1 sowie im LIvestream bei Laola1.TV unter http://www.laola1.tv/de-de/live/hamburg-freezers-adler-mannheim/224550.html übertragen.

U19 löst Ticket für die Zwischenrunde – Schüler gewinnen deutlich

21. Oktober 2014

Insgesamt fünf Siege und nur zwei Niederlagen gab es am zurückliegenden Wochenende für die Nachwuchsmannschaften der Jungadler. Während sich der amtierende DNL-Meister vorzeitig das Ticket für die Zwischenrunde gesichert hat, blieben die Schüler bereits zum fünften Mal in der laufenden Saison ohne einen einzigen Gegentreffer. Unterdessen gewannen die Knaben beide Heimspiele gegen den HC Kladno. Nicht ganz so erfolgreich verliefen die Heimauftritte der U12. Die Mannschaft von Andreas Metzeltin konnte aus zwei Spielen gegen den HC Kladno nur einmal als Sieger hervorgehen.

DNL-Meister für Zwischenrunde qualifziert

Durch einen 7:0-Auswärtserfolg bei den HSV Young Freezers hat sich der amtierende DNL-Meister vorzeitig für die Zwischenrunde qualifizieren können, in der die besten vier Teams aus dem Norden mit den Top vier aus dem Süden um die Playoff-Teilnahme kämpfen. Einen Tag zuvor musste der Titelträger trotz eines Schussverhältnisses von 44:17 noch eine bittere 3:5-Niederlage einstecken.

Unglücklicher hätte die erste Partie an der Elbe für das Team von Frank Fischöder nicht beginnen können, denn bereits nach 95 Sekunden gingen die Gastgeber durch ein Überzahltor mit 1:0 in Führung. Julian Napravnik traf zwar kurz nach Beginn des zweiten Drittels zum Ausgleich, aber die Hamburger erzielten nur wenig später den neuerlichen Führungstreffer. Mit zwei Überzahltreffern in der 24. und 27. Spielminute drehten Tim Bernhardt und erneut Julian Napravnik die Partie zugunsten der Jungadler, ehe die Freezers den Spielstand egalisierten. Im Schlussabschnitt war es eine Partie auf Messers Schneide, die letztlich die Hausherren mit zwei Treffern in den letzten vier Minuten für sich entscheiden konnten.

Im zweiten Aufeinandertreffen stellten die Jungadler die Weichen früh auf Sieg. Emil Quaas, Bartek Bison, Yannick Drews und Tim Bernhardt schossen die Gäste in den ersten sechs Minuten mit 4:0 in Front. Nach einem torlosen Mittelabschnitt sorgte der Spitzenreiter im letzten Drittel durch die Treffer von Alex Lambacher und Samuel Soramies (2x) für den 7:0-Endstand.

Schüler fertigen 1. EV Weiden ab

Die Schüler haben im Kampf um die Zwischenrunde ebenfalls wichtige Punkte eingefahren. Die U16 der Jungadler fertigte den 1. EV Weiden mit 14:0 ab und blieb somit zum fünften Mal in dieser Saison ohne einen einzigen Gegentreffer. Henrik Hannen (3x), Tom Knobloch (3x), Simon Kasper (2x), Bastian Eckl, Joris Gabrisch, Fabio Henn, Sven Klisch, Marc-Alexander Stähle und Pierre Preto erzielten die Tore für die Schüler, die nach neun Spieltagen mit 21 Punkten Platz zwei hinter Spitzenreiter EV Füssen belegen.

Knaben gewinnen beide Heimspiele gegen HC Kladno - Kleinschüler nur einmal erfolgreich

Äußerst erfolgreich verliefen die beiden Heimspiele der Knaben. Am Samstag feierte die U14 beim 15:4 gegen den HC Kladno einen ungefährdeten Sieg. Deutlich mehr Mühe hatten die Knaben allerdings im zweiten Aufeinandertreffen, gewannen am Ende jedoch knapp mit 7:5.

Unterdessen gingen die Kleinschüler gegen den HC Kladno nur einmal als Sieger vom Eis. Auf einen 6:4-Erfolg ließ die U12 einen Tag später eine bittere 2:4-Niederlage folgen.

Während die Knaben mit 16 Punkten Platz zwei belegen, rangieren die Kleinschüler aktuell mit neun Zählern auf dem sechsten Rang.

Auf die beiden jüngsten Nachwuchsmannschaften der Jungadler wartet nun ein echter Auswärts-Marathon. Jeweils vier Spiele innerhalb von vier Tagen stehen dabei auf dem Programm.

Die Ergebnisse und Tabellen der Nachwuchsteams der Jungadler finden Sie auf der Adler-Homepage im Bereich „Nachwuchs“.

15. Okt. '14 Der nächste Gegner der Adler: Düsseldorfer EG 14. Okt. '14 Fünf Fragen an Kai Hospelt
13. Okt. '14 Fünf Siege und drei Niederlagen für die Nachwuchsteams 11. Okt. '14 Der nächste Gegner der Adler: Schwenninger Wild Wings
10. Okt. '14 Glen Metropolit ist Spieler des Monats September 09. Okt. '14 Spitzenspiel in Mannheim – Adler empfangen EHC Red Bull München
09. Okt. '14 Der nächste Gegner der Adler: EHC Red Bull München 08. Okt. '14 Zehn Adler im erweiterten Aufgebot für den Deutschland Cup
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