Aus dem Trainingsgast wird ein Adler: Marcel Goc.

Marcel Goc: „Mannheim war mein erster Gedanke“

02. September 2015

Rund eineinhalb Wochen vor dem Start in der DEL haben die Adler mit der Verpflichtung von Marcel Goc ein Ausrufezeichen gesetzt. Der 32-jährige Stürmer unterschrieb für fünf Jahre und bringt die Erfahrung von 699 NHL-Spielen mit. Wir haben uns mit Mannheims neuer Nummer 23 getroffen und mit ihm über seine Ziele, seine Rückkehr und das Wiedersehen mit seinem Bruder Niki gesprochen.

Marcel, nach zwölf Jahren Nordamerika gehst Du ab sofort wieder für die Adler Mannheim auf Torejagd. Wie groß ist Deine Vorfreude?

Ich freue mich wahnsinnig auf die Adler. Den Sommer über habe ich mir mit meiner Familie Gedanken gemacht, wie wir es weiter anpacken wollen. Jetzt ist ein ganz guter Zeitpunkt, zurückzukommen und wieder für die Adler Mannheim aufs Eis zu gehen.

Waren die Adler Deine einzige Option in Deutschland?

Es gab auch andere Interessenten. Mannheim war aber mein erster Gedanke, als ich meinen weiteren Karriereweg geplant habe. Ich bin nicht weit weg von hier aufgewachsen, habe schon für die Adler gespielt und Niki ist hier. Das hat alles für Mannheim gesprochen. Ich bin froh, dass es mit den Adlern geklappt hat und freue mich auf die Zeit hier.

Hast Du in den USA die Spiele der Adler verfolgt?

Ich habe die letzte Saison regelmäßig übers Internet verfolgt, vor allem in den Playoffs hat das mit der Zeitverschiebung super hingehauen. Da habe ich die Jungs regelmäßig angefeuert. Nochmal Glückwunsch, das war ein hervorragendes Jahr.

Du hast für fünf Jahre in Mannheim unterschrieben. Welche Ziele hast Du dir gesetzt?

Ich will einfach nur gut spielen. Wenn man mit sich und seiner Leistung zufrieden ist und die Mannschaft gut spielt, dann hat man Spaß –als Mannschaft und auch als Einzelspieler. Das zeigt sich dann auch auf dem Eis. Wenn das der Fall ist, dann kann ich mit den Adlern viel erreichen.

Fünf Jahre sind im Profisport eine lange Zeit.

Stimmt. Mir war aber schon länger klar, dass ich mich, wenn ich zurückkomme, längerfristig an einen Verein binden werde. Da hat sich das mit den fünf Jahren so ergeben. Die Adler hatten glücklicherweise auch Interesse daran. Es freut mich, dass es geklappt hat. Ich hoffe auf viel Spaß und Erfolg.

Hat Dein Bruder Niki denn die Werbetrommel für die Adler gerührt?

Das musste er gar nicht. Ich war ja die letzten Jahre schon immer im August hier und habe mit der Mannschaft trainiert, daher kenne ich auch die Jungs schon. Es ist ja nicht so, dass ich in ein neues Team komme. Klar muss ich mich noch ein bisschen reinfinden, aber ich kenne die meisten von den Jungs aus den Vorjahren und der Nationalmannschaft schon recht gut. Auch den Club musste Niki mir nicht schmackhaft machen. Ich weiß, wie in Mannheim gearbeitet wird und was mich hier erwartet.

Wie groß ist die Vorfreude, wieder mit Niki in einer Mannschaft zu spielen?

Die ist sehr groß. Es hat schon während des NHL-Lockouts Ende 2012 unheimlich Spaß gemacht, hier zu spielen. Auch die Spiele gegen unseren älteren Bruder Sascha, der damals noch für die Hannover Scorpions gespielt hat. Einmal haben wir es geschafft, zu Dritt auf dem Eis zu stehen. Das war eine tolle Erfahrung.

Was bringst Du mit?

Schlittschuhe und Schläger (lacht). Ich hoffe natürlich, dass ich auf dem Eis den einen oder anderen Akzent setzen und mit der Mannschaft Erfolge feiern kann. Ich denke, Fans und Trainer wissen, was ich für ein Spielertyp bin. Für mich gibt es keine Überraschungen, weil ich mich in Mannheim auskenne, und die Fans wissen glaube ich auch, was sie von mir erwarten können. Ich schlage hier ein neues Kapitel auf und freue mich darauf.

Dass Du bereits seit Anfang August mit der Mannschaft trainierst, hast Du bereits angesprochen. Wie wirkt sie auf Dich?

Dieses Jahr machen sie genau da weiter, wo sie Ende April aufgehört haben. Sie legen sich mächtig ins Zeug. Am Samstag steht in der Champions Hockey League noch ein schwieriges Spiel gegen Vitkovice Ostrava auf dem Programm. Hoffentlich klappt es da mit drei Punkten, damit ich in dieser Saison auch noch CHL spielen kann.

Du wirst am Samstag aber trotzdem auf dem Eis stehen und beim Traditionsspiel mitmischen.

Stimmt, und ich freue mich sehr darauf. Die Einladung habe ich schon im Sommer bekommen, da stand meine Zukunft aber noch in den Sternen. Ich habe damals aber schon gesagt, dass ich mitspielen werde, wenn ich zu diesem Zeitpunkt in Deutschland bin. Das wird bestimmt lustig. Ich habe solche Spiele schon zwei Mal erlebt, bei den Abschiedsspielen von Sven Felski und Marko Sturm. Das war wirklich gut. Du triffst dort auf Spieler, die Du teilweise nur aus dem Fernsehen kennst. Es sind aber auch immer ein paar dabei, mit denen Du noch selbst auf dem Eis gestanden hast. Das wird ein guter Tag für die SAP Arena. Wenn das so organisiert ist, wie der Rest bei den Adlern, wird das ein voller Erfolg.

Du hast zehn Jahre lang in der besten Liga der Welt gespielt. Wie groß sind die Unterschiede zwischen einem NHL-Club und den Adlern?

Die Adler kann man weit oben mit einreihen. Die Voraussetzungen hier sind optimal. Daniel Hopp hat das sehr gut aufgezogen und Mannheim ist, das weiß jeder im deutschen Eishockey, ganz vorne mit dabei. Die Dimensionen in der NHL sind natürlich andere als in der DEL. Von den Kabinen und der ganzen Infrastruktur her fühlt sich aber jeder sehr wohl hier. Mannheim ist fast jedes Jahr oben dabei, das spricht natürlich für die Geschäftsleitung und das Management.

Diese Trikots bekommen die Fans im Traditionsspiel zu sehen.

Trikots für das Traditionsspiel sind gewählt

01. September 2015

Am Samstag, dem 5. September, ist es endlich soweit: Die Adler feiern „10 Jahre SAP Arena“ und bieten den Zuschauern einen „Eishockey-Marathon“. Neben dem Champions Hockey League-Auftritt der aktuellen Mannschaft gegen Vitkovice Ostrava betreten auch viele ehemalige Kufencracks der Adler das Eis und zeigen in einem Traditionsspiel, was sie noch an der Scheibe können.


Welche Trikots die Spieler dabei tragen werden, darüber haben die Fans abgestimmt. Alle Heim-, Auswärts- und Alternate-Jerseys der vergangenen zehn Jahre standen zur Auswahl.

Und die Wahl fiel eindeutig aus. Eine Mannschaft wird am Samstag in den blauen Heimtrikots der Meistersaison 2006/07 antreten, die andere in den weißen Heimtrikots der Spielzeit 2008/09. Alle Sponsoren haben darauf verzichtet, dass ihre Logos auf die Jerseys gedruckt wurden. Dafür bedanken wir uns. Beide Trikots können am Samstag am Merchandising-Stand direkt gekauft werden. Sollte der Vorrat nicht reichen, können sie nachbestellt werden.

Meisterbanner kommt unter das Dach

Los geht der Tag voller Eishockey um 12.00 Uhr. Dann heißt es für unsere Altstars erstmal Stift statt Schläger, 90 Minuten lang werden sie alle Autogrammwünsche erfüllen. Die Halle öffnet um 14.00 Uhr, um 15.00 Uhr beginnt das Spiel. Direkt im Anschluss wird das Meisterbanner der Saison 2014/15 unter das Hallendach gezogen. Den gebührenden Abschluss des „Eishockey-Marathons“ bildet der CHL-Auftritt der Adler gegen Vitkovice Ostrava.

Tickets sind im Ticketshop der SAP Arena, im Adler City Store, unter unserer Tickethotline 0621-18190333 oder im Internet unter www.saparena.de erhältlich. Die Eintrittskarten sind Kombitickets und gelten für beide Spiele. Alle Dauerkarteninhaber genießen an diesem ganz besonderen Veranstaltungstag freien Eintritt.

Freut sich auf seine Zeit bei den Adlern: Marcel Goc.

Fünfjahresvertrag für Marcel Goc

01. September 2015

Zehn Tage vor dem DEL-Start am 11. September gegen die Schwenninger Wild Wings haben die Adler Mannheim mit Marcel Goc einen der besten deutschen Eishockeyspieler unter Vertrag genommen. Der 32-Jährige, dessen Bruder Nikolai bereits seit 2010 das Trikot des amtierenden Meisters trägt, unterschrieb in dieser Woche einen Fünfjahresvertrag.

„Ich bin froh, dass endlich eine Entscheidung gefallen ist und freue mich gemeinsam mit meiner Familie auf die Zeit bei den Adlern. Ich kenne das Umfeld und die Mannschaft sehr gut, von daher weiß ich auch, was mich hier erwartet. Mir war es wichtig, mich langfristig an einen Club zu binden, wenn ich wieder nach Europa zurückkomme. Mannheim ist eine Top-Adresse im deutschen Eishockey und ich hoffe, dass ich in den kommenden Jahren mit dem Team Erfolge feiern kann“, sagte Goc nach seiner Vertragsunterzeichnung.

Bereits im zarten Alter von 16 Jahren debütierte Goc, der das Eishockeyspielen bei der ESG Esslingen erlernte, in der Deutschen Eishockey Liga für die Schwenninger Wild Wings. Aufgrund seines Talents und seiner beeindruckenden Entwicklung wurde der aus Calw stammende Mittelstürmer im NHL Entry Draft 2001 von den San Jose Sharks in der ersten Runde an Position 20 gezogen. Bis 2014 war Goc der am höchsten gedraftete deutsche Feldspieler aller Zeiten.

NHL-Debüt in den Playoffs

Trotz seiner Ziehung blieb der damals 18-jährige Angreifer vorerst in Deutschland und wechselte zum Ende der Saison 2001/02 zu den Adlern, für die er im altehrwürdigen Friedrichspark insgesamt 52-mal auflief. Erst im Jahr 2003 verabschiedete sich Goc Richtung Kalifornien. Seine erste Spielzeit in Nordamerika verbrachte der 1,84 Meter große und 91 Kilogramm schwere Center überwiegend in der AHL bei den Cleveland Barons, dem damaligen Farmteam der Sharks, ehe er in den Playoffs 2004 sein NHL-Debüt feierte und San Jose mit seinem ersten NHL-Tor überhaupt ins Conference Finale schoss.

Aufgrund des NHL-Lockouts 2004/05 blieb Goc noch eine weitere Spielzeit in Cleveland und ließ mit 50 Scorerpunkten in 76 AHL-Spielen aufhorchen. Seine starken Leistungen bescherten ihm im Folgejahr nicht nur einen Stammplatz im Kader der Sharks, sondern auch den endgültigen Durchbruch in der besten Liga der Welt. Seitdem bestritt Goc satte 699 NHL-Partien für San Jose, Nashville, Florida, Pittsburgh und St. Louis, in denen er 80 Tore erzielte und 123 weitere Treffer vorbereitete.

Goc erhält Rückennummer 23

Adler-Manager Teal Fowler: „Marcel hat über zehn Jahre in der NHL gespielt, bringt reichlich Erfahrung und sehr viele Qualitäten mit und ist eine Bereicherung für den gesamten Club. Deshalb sind wir überaus glücklich, dass wir einen Spieler wie Marcel für die Adler gewinnen und ihn langfristig an uns binden konnten.“

Marcel Goc wird bei den Adlern mit der Rückennummer 23 auflaufen und am kommenden Samstag, den 05.09.15, beim Traditionsspiel auf dem Eis stehen. Für das abschließende Gruppenspiel der Adler in der CHL ist Goc aufgrund der fehlenden Lizenz noch nicht spielberechtigt.

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