Ältester Ligatorschütze in der Mannheimer Vereinsgeschichte: Glen Metropolit.

Die Adler machen Lust auf mehr

22. September 2014

Das zurückliegende Doppelheimspielwochenende der Adler macht Lust auf mehr. Am Freitag feierte das Team nach einem 0:3-Rückstand einen 4:3-Heimsieg gegen die Iserlohn Roosters, zwei Tage später krönten die Adler ihre tolle Leistung mit einem deutlichen 7:3-Erfolg über die Grizzly Adams Wolfsburg. Durch die maximale Punktausbeute katapultierten sich die Ward-Schützlinge vom achten auf den dritten Platz. Wir haben noch einmal einen Blick auf die beiden Heimspiele geworfen und die Besonderheiten zusammengefasst.

Geoff Ward verpasst der Mannschaft eine neue Identität

Cheftrainer Geoff Ward scheint an den richtigen Stellschrauben gedreht zu haben, um erfolgreiches Eishockey spielen zu lassen. Bester Beweis dafür ist nicht nur der gelungene Saisonauftakt gegen den amtierenden Meister ERC Ingolstadt, sondern auch die fulminante Aufholjagd gegen die Iserlohn Roosters sowie die starke Leistung gegen eine sehr unangenehme Wolfsburger Mannschaft. Der Ex-Assistenztrainer der Boston Bruins hat der Mannschaft eine neue Identität verpasst. Eine Identität, die sich mit den Wörtern Teamgeist, Leidenschaft, Glaube und Siegeswille beschreiben lässt. Bis zu den Playoffs ist es zwar noch ein langer Weg, aber das Team wähnt sich auf einem sehr guten Weg.

Adler drehen Drei-Tore-Rückstand

Einen 0:3-Rückstand in einen 4:3-Sieg umzumünzen, ist zu einem solch frühen Zeitpunkt der Saison schlichtweg sensationell. Die Mannschaft hat bereits jetzt gelernt, wie sie mit Rückstanden umzugehen hat. Eine Erfahrung, die im Verlauf der Saison Gold wert sein kann und von der alle Akteure noch sehr lange zehren werden.

Glen Metropolit begeistert die DEL

Der derzeitige Top-Scorer der DEL trägt ein blau-weiß-rotes Trikot. Routinier Glen Metropolit hat seine Führungs- sowie Torjägerqualitäten eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der 40-jährige Kandier begeistert nicht nur die gesamte DEL, er ist auch Dreh- und Angelkreuz im Angriffsspiel der Adler. Gemeinsam mit seinen Sturmpartner Jamie Tardif und Matthias Plachta bildet der technisch starke Mittelstürmer die Paradereihe der Kurpfälzer. Darüber hinaus hat sich Metropolit jetzt schon in den Annalen des Clubs verewigt: Seit Sonntag ist er der älteste Ligatorschütze in der Mannheimer Vereinshistorie.

Ausgeglichenheit und Tiefe im Kader zeichnet die Adler aus

Die Hoffnungen ruhen allerdings nicht nur auf den Schultern der Paradereihe. Die Ausgeglichenheit und Tiefe im Kader sind momentan das Erfolgsrezept der Adler. Insgesamt zehn der 13 Stürmer erzielten bislang mindestens ein Tor. Am vergangenen Wochenende freuten sich neben Glen Metropolit auch Jon Rheault, Frank Mauer und Kapitän Marcus Kink über ihren ersten Saisontreffer. Dass die Adler in diese Saison mehr Gefahr von der blauen Linie ausstrahlen, wurde ebenfalls positiv zur Kenntnis genommen. Denn drei der letzten elf Treffer gingen auf das Konto der Verteidiger Steve Wagner, Danny Richmond und Sinan Akdag.

Der nächste CHL-Gegner der Adler: HC Sparta Praha

22. September 2014

Sparta Prag ist der dritte Vorrundengegner der Adler in der Champions Hockey League. Erst am 23.9. treffen die Adler im Heimspiel erstmals auf Prag, bevor sich beide Teams zwei Wochen später, am 8. Oktober, in Prag erneut wiedersehen.

Der vierfache tschechoslowakische und vierfache tschechische Meister gehört zu den ganz großen Namen im europäischen Clubeishockey. Das Team von Trainer Josef Jandac zählte auch in den letzten Jahren zu den Spitzenteams in der tschechischen Extraliga, war 2012 und 2014 Vorrundensieger, scheiterte jedoch im Kampf um den Titel zuletzt immer im Viertel- oder im Halbfinale.

Für das tschechische Top-Team verlief die Champions Hockey League bislang sehr erfolgreich. In den vier vorangegangenen Gruppenspielen kassierten die Prager lediglich eine Niederlage. Die Tschechen führen mit acht Zählern die Gruppe G an und nehmen Kurs auf das Achtelfinale. Mit nur einem Sieg aus den verbleibenden zwei Partien könnte die Mannschaft von Josef Jandac den Einzug in die K.-o.-Runde unter Dach und Fach bringen.

Die drei Stars der Mannschaft:

Tomás Rolinek


Tomás Rolinek (34 Jahre) ist ein sehr erfahrener Stürmer mit zahlreichen Einsätzen auch im Nationalteam. Seine Profikarriere startete er in Pardubice. 2008 wechselte er in der KHL und spielte dort vier Jahre für Metallurg Magnitogorsk, wo er einer der Publikumslieblinge wurde. Nach wenigen Spielen für Ufa kehrte er in die tschechische Tipsport Extraliga zurück.

Zur Saison 2013/2014 wechselte Rolinek zu Sparta und wurde umgehend zum Mannschaftskapitän ernannt. Er führte das Team zum Vorrundensieg und sammelte in 54 Spielen 41 Scorerpunkte.

Rolinek spielte zudem bei den Weltmeisterschaften 2014 in Weißrussland als Kapitän der Nationalmannschaft Tschechiens. Rolinek nahm an sieben Weltmeisterschaften und einer Olympiade teil. 2010 führte er das Team als Kapitän zur Goldmedaille, gewann zudem 2006 Silber und 2011 Bronze.


Jaroslav Hlinka

Jaroslav Hlinka (37 Jahre) ist ein exzellenter Mittelstürmer mit viel Erfahrung in der NHL und der schwedischen Eliteserien. Der gebürtige Prager startete seine Karriere bei Sparta. Er spielte 1994/95 erstmals für das Profiteam und wurde 2013/14 Rekordhalter in Sachen Assists bei Sparta - inzwischen hat Hlinka 361 Assists für Sparta Prag gesammelt. In der vergangenen Saison verbuchte er in 61 Spielen 73 Scorerpunkte.

Hlinka spielte zudem in der Saison 2007/08 für die Colorado Avalanche in der NHL, obwohl er dort niemals gedraftet wurde. Außerdem verbrachte er drei Jahre bei den Kloten Flyers in der Schweiz, eine Saison bei Ak Bars Kazan in Russland und vier Spielzeiten bei Linköpings HC in Schweden.

Seine Nationalmannschaftskarriere überdauerte acht Weltmeisterschaften und zwei Medaillen: 2001 Gold und 2006 Silber.

Rastislav Staňa

Rastislav Staňa (34 Jahre) ist ein slowakischer Torhüter, der seine Karriere in Kosice begann. 1998 wechselte er nach Nordamerika und spielte in der kanadischen Juniorenliga WHL. 1999/2000 nahm er für die Slowakei an der Junioren-WM in Schweden teil.

2002 gewann er mit der Slowakei den Titel, diesmal bei der A-WM in Schweden, ein Jahr später kam noch eine WM-Bronzemedaille hinzu. Bis 2004 spielte Staňa in Nordamerika, spielte unter anderem sechs NHL-Partien für die Washington Capitals, kehrte dann nach Europa zurück und spielte für Södertälje, Malmö und Linköping in Schweden.

2008 wechselte er in die Kontinental Hockey League. Nach drei Jahren in Cherepovets folgten drei weitere Jahre bei ZSKA Moskau. 2013 nahm er am All-Star-Game der KHL teil, im Mai 2014 unterschrieb er seinen ersten Vertrag in der tschechischen Extraliga.


Neuzugänge:
Rastislav Staňa (SVK), Torwart (HC Kosice/SVK)
Michal Barinka (CZE), Verteidiger (HC Vitkovice/CZE)
Ondřej Mikli¨ (CZE), Verteidiger (Sparta Junioren)
Jiří Černoch (CZE), Stürmer (Sparta Junioren)
David Dvořáček (CZE), Stürmer (HC Havlickuv Brod/CZE, 2. Liga)
Filip Chlapík (CZE), Stürmer (Sparta Junioren)
Martin Reway (SVK), Stürmer (Gatineau Olympiques/QMJHL)
Robert Sabolič (SLO), Stürmer (ERC Ingolstadt)
Daniel Schwamberger (CZE), Stürmer (Sparta Junioren)
Zack Torquato (CAN), Stürmer (Wheeling Nailers/ECHL)
Dominik Volek (CZE), Stürmer (Vancouver Giants/WHL)
Lukas Cingel (SVK), Stürmer (Lev Prag/KHL)
Marek Daloga (SVK), Verteidiger (Lev Prag/KHL)
Juraj Mikus (SVK), Verteidiger (Lev Prag/KHL)
Jan Lukas (CZE), Torhüter (Lev Prag/KHL)

Berühmteste Spieler in der Vereinsgeschichte:
Vladimír Zábrodský
Karel Gut
Jiří Holeček
Jiří Hrdina
Pavel Richter
Petr Bříza
Richard ´emlička
Jiří Zelenka

Gründungsjahr: 1903

Meistertitel: 8 (1953, 1954, 1990, 1993, 2000, 2002, 2006, 2007)

Stadion: Tipsport arena (14 331 Zuschauer)

Das tschechische Eishockey-Vokabular:
Eis = led
Puck = puk
Schläger = hokejka
Bully = buly
Tor = gól
Strafe = vyloučení
Schiedsrichter = rozhodčí

Adler wollen auch gegen Wolfsburg punkten

20. September 2014

Nach dem gestrigen Eishockey-Spektakel in der SAP Arena gegen die Iserlohn Roosters wartet am Sonntag, den 21.09.2014, bereits das nächste Heimspiel auf die Adler. Zu Gast in Mannheim sind die mit sieben Punkten in die Saison gestarteten Grizzly Adams Wolfsburg. Ab 14.30 Uhr überträgt unser Medienpartner Radio Regenbogen die Partie live im Webradio.


Nach Toren von Brooks Macek, Derek Whitmore und Ryan Button sahen die Gäste aus dem Sauerland bereits wie der sichere Sieger aus. Doch was dann geschah, hätten wahrscheinlich die Wenigsten für möglich gehalten. Die Adler drehten einen 0:3-Rückstand in einen 4:3-Heimsieg und verwandelten die SAP Arena in ein absolutes Tollhaus. „Meine Jungs haben bis zum Schluss fest an sich geglaubt und einen unglaublichen Charakter gezeigt“, fasste Headcoach Geoff Ward die Leistung seiner Schützlinge zusammen.

Mit den eigenen Fans im Rücken wollen die Adler auch die Grizzly Adams Wolfsburg in die Knie zwingen und den dritten Heimsieg in Folge einfahren. Während sich die Iserlohner von Anfang an auf die Defensivarbeit konzentrierten und auf Konterchancen lungerten, ist von einer läuferisch starken Wolfsburger Mannschaft weitaus mehr zu erwarten. „Wolfsburg ist eine Mannschaft, die ein sehr laufintensives Spiel pflegt und sich nicht hinten reinstellen wird“, verriet Frank Mauer. „Aber wir werden mit Sicherheit nicht von unserer Spielweise abweichen“, so der Spieler mit der Rückennummer 28 weiter.

Im Anschluss an die Partie findet im Overtime-Bereich neben dem Info-Counter eine Autogrammstunde mit unserem Routinier Glen Metropolit und Nikolai Goc statt.

Für das Heimspiel gegen die Grizzly Adams Wolfsburg sind noch Eintrittskarten in allen Kategorien im Ticketshop der SAP Arena, im Adler City Store, unter unserer Tickethotline 0621-18190333, im Internet unter www.saparena.de oder an der Tageskasse ab 13.00Uhr erhältlich.


17. Sep. '14 Meine Meinung über…heute mit Andrew Joudrey 17. Sep. '14 Der nächste Gegner der Adler: Iserlohn Roosters
16. Sep. '14 Nachgefragt bei Christoph Ullmann 15. Sep. '14 Adler starten mit Sieg und Niederlage in die neue Saison
15. Sep. '14 Pflichtsiege für den DNL-Meister – Schüler fegen Deggendorfer SC vom Eis 13. Sep. '14 Neues Fanbeauftragten-Duo
12. Sep. '14 Adler-Guide 2014/2015 ab sofort erhältlich 11. Sep. '14 Adler fiebern Saisonstart gegen Ingolstadt entgegen
Champions Hockey League
Eishockey Förderverein

© Die Adler Mannheim Eishockey Spielbetriebs GmbH & Co. KG