20.01.2017

Der nächste Gegner: Eisbären Berlin

Der nächste Gegner: Eisbären Berlin

Nachdem die Adler zuletzt die positiven Überraschungen der Saison aus Bremerhaven und Augsburg vor der Brust hatten, trifft die Mannschaft von Trainer Sean Simpson in beiden Wochenendspielen gegen die wohl größte Enttäuschung der laufenden Spielzeit: die Eisbären aus Berlin. Der DEL-Rekordmeister steht in der Tabelle derzeit nur auf Platz neun, die direkte Viertelfinalqualifikation ist mit 17 Punkten Rückstand auf Platz sechs praktisch schon außer Reichweite. Der Blick des Teams von Uwe Krupp ist nach unten gerichtet, die elfplatzierte Düsseldorfer EG liegt nur acht Zähler hinter den Hauptstädtern und hat noch zwei Partien in der Hinterhand.

Die Niederlage der Berliner in Bremerhaven am vergangenen Sonntag war die siebte Pleite in Folge, die Mannschaft um Kapitän André Rankel wartet nun schon seit Weihnachten auf ein Erfolgserlebnis. In den letzten 15 Auswärtsspielen holten die Eisbären nur sieben Zähler - nur Tabellenschlusslicht Iserlohn ist in dieser Bilanz noch schlechter.

Torhüter Petri Vehanen sah in der zurückliegenden Niederlagenserie nur zwei Mal mehr als 30 Schüsse auf sich zukommen, bei den beiden Niederlagen gegen Köln und Straubing kam die Scheibe sogar nur zwölf bzw. dreizehn Mal auf den Kasten der Berliner. Defensiv stehen die Berliner also solide, doch in der Offensive drückt der Schuh gewaltig: mit nur elf Treffern in den vergangenen sieben Partien war kein Blumentopf zu gewinnen.

Hinter den drei Topscorern klafft eine Lücke

Darin Olver, zweitbester Scorer der Mannschaft, konnte in seinen letzten sechs Einsätzen keinen einzigen Scorerpunkt verbuchen und fehlt nun auch noch seit Weihnachten verletzungsbedingt. Dem überraschend stark gestarteten Youngster Daniel Fischbuch, der in seinen ersten fünfzehn Saisonspielen zwölf Zähler sammelte, kann man die nur fünf Punkte aus den letzten 22 Partien noch nachsehen. Aber die Leistungen von Ex-Torjäger Barry Tallackson sind weiter auf dem absteigenden Ast. Nur zwei Saisontore gelangen dem groß gewachsenen Stürmer, zuletzt setzte ihn Uwe Krupp sogar auf die Tribüne.

Die Sommer-Neuzugänge Nick Petersen, Jamie MacQueen und Fischbuch bringen in der Offensive solide Leistungen, auch der nachverpflichtete Kyle Wilson kann als Verstärkung bezeichnet werden. Aber vielleicht hätte der Umbruch vor der in Berlin als "Übergangsjahr" betitelten Saison noch stärker ausfallen müssen.

Keine Verstärkungen in Sicht, das Verletzungspech schlägt zu

Krupps Ruf nach Verstärkungen wurde zuletzt nur in Form von Alex Roach erhört. Der kanadische Verteidiger mit deutschem Pass bringt mit 195 cm und 102 kg Gardemaße mit, der Verteidiger aus der drittklassigen ECHL darf aber sicher nur als Perspektivspieler für die Zukunft bezeichnet werden.

Und zu allem Überfluss hat das Verletzungspech auch vor der Berliner Stadtgrenze nicht haltgemacht. Neben Olver fallen auch Bruno Gervais und Marcel Noebels allesamt mit Knieverletzungen aus, Jonas Müller fehlt wegen einer Thrombose. Wenigstens bei dem am Knöchel lädierten Frank Hördler bestehen Hoffnungen auf einen Einsatz am kommenden Wochenende.

Augen auf... Petri Vehanen! Der 39 Jahre alte Finne im Tor der Eisbären konnte die Niederlagenserie seiner Mannschaft bisher auch nicht stoppen, dennoch gilt Vehanen immer noch als Rückhalt seiner Mannschaft. In den vergangenen 20 Spielen hat Vehanen nur zwei Mal mehr als vier Gegentore kassiert.

Fakt: Die Eisbären sind die mit Abstand schlechteste Überzahlmannschaft der Liga, nur 8,9% der Berliner Powerplaysituationen waren bisher erfolgreich (14 Tore). Zum Vergleich: die Adler haben bisher bei deutlich weniger Überzahlsituationen 28 Powerplaytore erzielt (Quote: 20,3%).

DEL-Bilanz der Adler gegen die Eisbären seit 1994: 114 Spiele, 57 Siege, 55 Niederlagen, 353:340 Tore

DEL-Bilanz der Adler gegen die Eisbären 2015/16: 2 Siege aus 4 Spielen, 7:13 Tore

DEL-Bilanz der Adler gegen die Eisbären 2016/17: 3:4 (A), 3:1 (H)

Eisbären Berlin - Adler Mannheim
Freitag, 20.1.2017, 19.30 Uhr
Mercedes-Benz-Arena, Berlin

und

Adler Mannheim - Eisbären Berlin
Sonntag, 22.1.2017, 16.30 Uhr
SAP Arena, Mannheim

Beide Spiele werden live im Webradio, bei „Radio Regenbogen 2“ on Air sowie im Livestream der Telekom übertragen (Freitag: https://www.telekomeishockey.de/event/eisbaeren-berlin-adler-mannheim/268, Sonntag: https://www.telekomeishockey.de/event/adler-mannheim-eisbaeren-berlin/278). Das Heimspiel der Adler am Sonntag wird zudem live auf Sport1 übertragen, von beiden Spielen gibt es wie gewohnt aktuelle Infos im Liveticker in der Adler-App (iOS: http://bit.ly/iosadlerapp , Android: http://bit.ly/androidadlerapp)

 

Zur Statistik »