26.09.2017

Der nächste Gegner: Krefeld Pinguine

Der nächste Gegner: Krefeld Pinguine

Nach zwei mehr als enttäuschenden Spielzeiten wollen die Krefeld Pinguine in der neuen Saison wieder ein Wörtchen bei der Vergabe der Playoff-Plätze mitreden. Vor allem die vergangene Spielzeit, als das Team mit einigen gestandenen DEL-Spielern abgeschlagen am Tabellenende landete, hinterließ Wunden in der Seidenstadt. Der letzte Tabellenplatz war der vorläufige Tiefpunkt für die Mannschaft, die vor drei Jahren noch zu den Spitzenteams der Liga zählte.

Zur Saison 2017/18 wurden vor allem für die Offensive Spieler verpflichtet, die sich in der DEL erst noch beweisen müssen und Krefeld als Sprungbrett für höhere Aufgaben sehen. So war der Kanadier Justin Feser in den vergangenen Jahren Topscorer beim Schweizer Zweitligisten EHC Olten, hat aber mit seinen erst 25 Jahren sicherlich noch Entwicklungspotenzial. Der Norweger Tommy Kristiansen kommt aus seiner Heimat vom Serienmeister aus Stavanger - bislang war der 28-jährige Nationalspieler überwiegend in seiner norwegischen Heimat aktiv. In Krefeld trifft er seinen fünf Jahre jüngeren Ex-Mannschaftskameraden Mathias Trettenes wieder, der zuletzt in der zweiten schwedischen Liga auf dem Eis stand.

Aber auch für Andrew Engelage, der die neue Nummer eins zwischen den Pfosten sein soll, wird die DEL eine Herausforderung sein. Aus seinen ersten drei Jahren auf europäischem Eis hat er ausgezeichnete Statistiken vorzuweisen, doch die norwegische, die italienische und die zweite schwedische Liga sind sicherlich ein gutes Stück vom Niveau der DEL entfernt.

Ergänzt wird der Kader durch erfahrene Cracks, von denen man wissen dürfte, was man erwarten kann. Marcel Müller kehrt nach seinem Kurzgastspiel in Schweden nach Krefeld zurück und muss wieder eine der tragenden Figuren im Spiel des KEV sein, um die Playoff-Chancen wahrzunehmen. Gleiches gilt für den aus Düsseldorf gekommenen Verteidiger Kurt Davis sowie den Finnen Markus Nordlund, der neu in der DEL ist.

Der Start in die neue Saison verlief durchwachsen. Zum Auftakt holten die Cracks von Rick Adduono immerhin einen Punkt gegen den deutschen Meister, gewannen auch ihre Heimspiele gegen Ingolstadt und Düsseldorf. Bei den Niederlagen in Augsburg, Schwenningen und Bremerhaven war allerdings deutlich mehr drin. Vor allem die kuriose Niederlage am zweiten Spieltag gegen Augsburg war vermeidbar, als die Pinguine beim Stand von 4:4 fünf Minuten vor Schluss zwei Gegentore in Unterzahl kassierten.

Der Trainer: Rick Adduono ist inzwischen ein Krefelder Urgestein. Nach sechseinhalb Jahren an der Krefelder Bande trat der heute 62 Jahre alte Kanadier im November 2015 zurück, als die sportliche Talfahrt seiner Mannschaft einsetzte. Gut 13 Monate später war Adduono wieder zurück und versucht die Rheinländer nun zumindest wieder ins Mittelfeld der Liga zurückzuführen.

Augen auf... Martin Schymainski! Der nur 1,68 Meter große Stürmer ist immer noch der kleinste Spieler in der DEL, ist aber im Spiel der Pinguine sicherlich nicht zu übersehen. In der vergangenen Spielzeit ging seine Punkteproduktion mit der Leistung seines Teams rapide bergab, mit 18 Scorerpunkten hatte er am Saisonende nur halb so viele Zähler wie im Jahr zuvor auf seinem Konto. Doch in der neuen Spielzeit dreht der 31-Jährige wieder richtig auf. Vier Tore hat der gebürtige Duisburger schon auf seinem Konto, die DEG erlegte er beim 4:2-Derbysieg am Sonntag mit drei Treffern fast im Alleingang.

Fakt: Die Pinguine haben mit einem Durchschnittalter von 25,69 Jahren die jüngste Mannschaft der Liga, nur acht Spieler im Kader haben schon ihren 30. Geburtstag gefeiert.

DEL-Bilanz der Adler gegen die Pinguine seit 1994: 87 Spiele, 49 Siege, 38 Niederlagen, 268:236 Tore

DEL-Bilanz der Adler gegen die Ice Tigers 2015/16: Vier Spiele, drei Siege, eine Niederlage, 18:9 Tore

Adler Mannheim - Krefeld Pinguine
Dienstag, 26.09.2017, 19.30 Uhr
SAP Arena, Mannheim

Das Spiel wird live im Webradio, in Einblendungen bei „Radio Regenbogen 2“ on Air sowie im Livestream der Telekom übertragen. Zudem gibt es aktuelle Infos im Liveticker in der Adler-App (iOS, Android) und auf unserer Homepage.

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