04.03.2020

Der Kilometer 38

Der Kilometer 38

Nicht nur die Adler-Trainer Pavel Gross und Mike Pellegrims vergleichen eine Eishockey-Saison gerne mit einem Marathon. Das Ziel liegt beim Start noch in weiter Ferne. Es gilt, in kleinen Schritten, von Spiel zu Spiel zu denken. Wer sich seine Kräfte nicht richtig einteilt, bleibt irgendwo auf der Strecke hängen. Führt man diesen Vergleich zu Ende, befinden sich die Adler vor dem letzten Hauptrundenwochenende wohl bei Kilometer 38 von 42,2.

„Viele werden wissen, was bei einem Marathon zwischen Kilometer 35 und 38 passiert. Nicht selten erleben die Läufer hier einen Einbruch, bekommen erst danach die zweite Luft. Vielleicht sind wir gerade durch dieses Tief durch“, blickt Gross auf die vier Niederlagen vor dem vergangenen Wochenende zurück. „Es ist jedem bewusst, welche Intensität es braucht, um einen Sieg einzufahren. Wir haben wieder mehr unsere eigenen Stärken eingesetzt. Sicher waren wir bei den beiden Siegen zuletzt noch nicht bei 100 Prozent, aber es war definitiv ein Schritt in die richtige Richtung“, zieht Gross ein positives Fazit nach den Erfolgen über Krefeld und Ingolstadt.

„Die Jungs werden ab jetzt auch noch frischer. Wir nehmen Änderungen bei der Trainingssteuerung vor, aber auch die Spieler selbst wissen, wie sie sich nach den Spielen verhalten müssen. Es gilt, sich die Kräfte clever einzuteilen“, baut Gross sowohl auf physische als auch psychische Bereitschaft. „Die Intensität muss uns gehören. Schon unsere Gegner an diesem Wochenende werden sich vernünftig verabschieden wollen und sich sicher nicht abschlachten lassen“, erwartet der 51-Jährige weder in Iserlohn (Freitag, 19.30 Uhr) noch von Schwenningen im letzten Heimspiel (Sonntag, 14.00 Uhr) Geschenke. Für beide Mannschaften endet die DEL-Saison 2019/20 am 08. März.

Ein Sieg für die CHL-Qualifikation

Für die Adler geht es dagegen noch um die Abschlussplatzierung. Zwischen Rang zwei und vier ist alles möglich. Steht der amtierende Meister nach den 52 Hauptrundenspielen unter den Top drei, ist gleichzeitig die Teilnahme an der Champions Hockey League 2020/21 gesichert. „Wir geben uns aber keinen Gedankenspielen hin, werden nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen. Wir konzentrieren uns auf unsere Aufgaben und veranstalten keine Zahlenspiele“, lässt Gross den Rechenschieber in der Schublade. Fest steht hingegen, dass die Mannschaft in der kommenden Woche Montag und Dienstag frei bekommt.

Erfreuliches gibt es unterdessen aus der medizinischen Abteilung. Markus Eisenschmid steht seit dieser Woche wieder auf dem Eis. Bis der Angreifer nach seiner Knieverletzung der Mannschaft aber wieder helfen kann, wird es ein paar Wochen dauern. „Noch können wir es nicht genau abschätzen. Wir müssen abwarten, wie das Knie reagiert. Außerdem muss sich Markus gutfühlen und ein gewisses Fitnesslevel erreichen“, erklärt Co-Trainer Pellegrims. Verteidiger Joonas Lehtivuori, der an einer Armverletzung laboriert, wird bei planmäßigem Verlauf dagegen zum ersten Viertelfinalspiel am 18. März wieder einsatzbereit sein.

Für das Spiel gegen Schwenningen gibt es noch Restkarten in fast allen Kategorien im Ticketshop der Arena, im Whistle – Fanwear.Tickets (Q 6 Q 7), unter der Hotline 0621-18190333, im Internet unter www.saparena.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Zur Statistik »