27.12.2022

Performance-Check: Iserlohn Roosters

Performance-Check: Iserlohn Roosters

Das bis dato einzige Duell zwischen Mannheim und Iserlohn ging an die Adler. Mit 3:0 behielt das Team von Cheftrainer Bill Stewart Ende Oktober in der SAP Arena die Oberhand. In unserem Performance-Check schauen wir, was in den vergangenen Wochen bei den Roosters passiert ist.

Form: Die Dezember-Bilanz der Roosters ist ausgeglichen. Fünf Siege und ebenso viele Niederlagen stehen im letzten Monat des Jahres 2022 zu Buche. Dabei konnte sich die Mannschaft von Headcoach Greg Poss erst am gestrigen Montag aus einem kleinen Formtief mit vier Pleiten in Serie befreien. Mit 4:3 setzte sich Iserlohn am zweiten Weihnachtsfeiertag bei den Straubing Tigers durch. Aktuell rangieren die Sauerländer auf dem elften Tabellenplatz. 

Augen auf: Kaspars Daugavins ist endgültig in Iserlohn angekommen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten mit nur zwei Punkten (ein Tor / eine Vorlage) aus den ersten sechs Ligapartien ist der 34-jährige Lette derzeit zweitbester Scorer der Roosters. 13 Tore erzielte der Linksschütze in 33 Spielen, 13 weitere Treffer bereitete er mit vor. Zudem spielt der Routinier überaus diszipliniert. Erst vier Strafminuten sind in seiner Statistik hinterlegt.

Topperformer: Vier Tore und vier Assists verbuchte Casey Bailey in den vergangenen zehn Partien. Keine allzu schlechte Bilanz für einen Angreifer, wenn man bedankt, dass der bisherige Saisonverlauf der Roosters mehr Tiefen als Höhen hatte. Ohnehin zählt der 31-Jährige zu den Spielern, die sich regelmäßig auf dem Spielberichtsbogen verewigen. In seinen ersten beiden Spielzeiten für Iserlohn brachte es der Rechtsschütze, der in Überzahl eine feste Größe ist, auf jeweils über 40 Scorerpunkte pro Saison. Derzeit steht Bailey bei elf Toren und 18 Vorlagen und somit ganz oben in der internen Scorerwertung.

Faustpfand: Völlig gleichgültig, wie gut oder schlecht die Saison der Roosters verläuft: Die heimischen Fans kommen im Eisstadion am Seilersee meistens auf ihre Kosten. Von den bis dato 16 ausgetragenen Heimspielen im laufenden Wettbewerb konnten die Iserlohner zehn für sich entscheiden, lediglich sechsmal zogen sie den Kürzeren. In der der Balver Zinn Arena, wie sie seit September 2022 aufgrund des Namenssponsorings genannt wird, sind und bleiben die Roosters eine unangenehm zu spielende Mannschaft.

Achillesferse: Die Special Teams gehören in dieser Spielzeit nicht zu den Paradedisziplinen der Roosters, die sowohl im Powerplay als auch im Penalty Killing eine Menge Luft nach oben haben. Das Überzahlspiel lehrt dem Gegner mit gerade einmal 14,12 Prozent Erfolgsquote nicht das Fürchten. Nur drei Teams sind in diesem Ranking noch harmloser unterwegs. Deutlich unangenehmer ist der Blick auf die Unterzahlstatistik. Denn mit einer Quote von 69,31 Prozent stellt Iserlohn das schlechteste Penalty Killing der Liga.

Personal: Iserlohn kann nahezu aus dem Vollen schöpfen. Verteidiger Nils Elten und Angreifer Yannick Proske weilen mit der U20-Nationalmannschaft bei der WM in Kanada, hinter dem Einsatz von Kris Foucault steht derweil noch ein Fragezeichen. Der 32-Jährige ist angeschlagen und fehlte zuletzt beim Gastauftritt am Pulverturm. Neu im Team der Sauerländer ist derweil Chis Bigras. Der 27-Jährige spielte zuletzt für Barys Astana in der KHL und soll der Defensive noch mehr Stabilität verleihen. 

Rückblick: Beim 3:0-Erfolg der Adler über die Iserlohn Roosters Ende Oktober fielen alle drei Mannheimer Tore erst in den letzten 20 Minuten. 

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