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Ein Blick auf Europa: GKS Tychy

Drei Heimspiele, drei Auswärtsfahrten, sechs unterschiedliche Gegner: So lautet auch in diesem Jahr der Modus der Vorrunde in der Champions Hockey League. Für unsere Adler geht es dabei zuhause unter anderem gegen einen polnischen Vertreter. In unserer Rubrik „Ein Blick auf Europa“ schauen wir uns das nationale Schwergewicht aus Tychy etwas genauer an.

Gelegen im südlichen Polen ist die Stadt mit seinen rund 122.000 Einwohnern heute vor allem durch die Brauerei Tyskie und die ansässige Automobilindustrie bekannt. Fiat ließ und lässt hier einige seiner Modelle produzieren. Doch auch Bergbau, Papier-, Baustoff- und Stahlindustrie verleihen Tychy Bedeutung.

Der Paprotzaner See mit dem anliegenden Jagdschloss ist indes ein willkommenes Ausflugsziel, sowohl für Einheimische als auch für Touristen. Außerdem sind die charakteristischen Plattenbauten von eher untypisch vielen kleineren Parkanlagen umgeben, was das Stadtbild auflockert und freundlich wirken lässt. Dazu verändert sich die Charakteristik Tychys durch konstant anhaltenden Zuzug und einer damit einhergehenden hohen Anzahl an modernen Neubauten.

Serienmeister und Pokalsieger

Eishockey wurde in der Stadt durch den Multisportverein GKS Tychy bekannt, beliebt und erfolgreich. 1971 gegründet, spielen die Grün-Schwarz-Roten seither ununterbrochen in der höchsten polnischen Liga und sind mehrfacher Pokalsieger sowie siebenfacher Meister. Jüngst gelang die Titelverteidigung. Der Górniczy Klub Sportowy Tychy, wofür GKS ausgeschrieben steht und bergmännischer Sportverein bedeutet, trägt seine Spiele im 2.535 Zuschauer fassenden Stadion Zimowy aus, das 1968 eröffnet und zuletzt 2007 renoviert wurde. Wie stimmungsvoll es in der eher kleinen Halle werden kann, konnten unsere Adler bereits am eigenen Leib erfahren. In der Champions-Hockey-League-Saison 2019/20 standen sich Mannheim und Tychy in der Gruppenphase gegenüber.  Sowohl Heim- als auch Auswärtsvergleich gingen an unsere Jungs.

Unter dem seit 2023 hinter der Bande stehenden Trainer Pekka Tikkonen, der 2018/19 als Trainer der Grizzlys Wolfsburg in der PENNY DEL aktiv war und jüngst auch als Headcoach der polnischen Nationalmannschaft fungierte, fuhr Tychy zwei Meistertitel ein. Entsprechend seiner Herkunft setzte Tikkonen in der vergangenen Spielzeit bei Importspielern ausschließlich auf Finnen, sodass mit den heimischen Spielern nur zwei Nationen in der Kabine vertreten waren. Wie sich das Gesicht des Teams nach zwei Titeln in Folge verändern wird, wird sich zur neuen Spielzeit zeigen.

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