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Ein Blick auf Europa: KooKoo Kouvola

Drei Heimspiele, drei Auswärtsfahrten, sechs unterschiedliche Gegner: So lautet auch in diesem Jahr der Modus der Vorrunde in der Champions Hockey League. Für unsere Adler geht es dabei unter anderem nach Finnland – genauer gesagt nach Kouvola zu KooKoo. In unserer Rubrik „Ein Blick auf Europa“ schauen wir uns den finnischen Vizemeister etwas genauer an.

Seit ihrer Premierensaison 2014/15 hat die Champions Hockey League schon viele Teilnehmer gesehen. Traditionsclubs, nationale Meister, Überraschungsteams und Außenseiter haben den Weg auf Europas große Eishockeybühne gefunden. Bereits 2022 vermeldete die CHL den 100. teilnehmenden Club. In der kommenden Spielzeit kommt nun ein weiterer Neuling hinzu: KooKoo Kouvola. Der Club aus Südostfinnland gibt in der Saison 2026/27 als finnischer Vizemeister sein Debüt in der europäischen Königsklasse.

Kouvola liegt in der Region Kymenlaakso, rund 130 Kilometer nordöstlich von Helsinki. Die Stadt ist von Wäldern, Seen und dem Fluss Kymijoki umgeben und beheimatet etwa 78.000 Einwohner. In den Sommermonaten zählt Kouvola statistisch zu den wärmsten Orten Finnlands. Die Temperaturen können in der Region auf bis zu 32 Grad steigen. Zudem gilt Kouvola seit jeher als einer der wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte Finnlands. Nun hat auch der heimische Eishockeyclub Anschluss gefunden: Die nächste Haltestation ist nicht mehr nur die finnische Liiga, sondern die europäische Königsklasse.

Eine historische Saison

KooKoo Kouvola wurde 1965 gegründet, als sich zwei lokale Vereine zusammenschlossen. Über viele Jahre gehörte der Verein eher zu den kleineren Namen im finnischen Eishockey. Doch seit der Rückkehr in die Liiga zur Spielzeit 2015/16 arbeitete sich der Club Schritt für Schritt nach oben. Diese Kontinuität sollte sich bezahlt machen: In der abgelaufenen Saison erreichte KooKoo erstmals das Finale um die finnische Meisterschaft. Zwischenzeitlich sah es sogar danach aus, als könnten die Orange-Schwarzen den vollständigen Weg bis zum Titel gehen. In der Finalserie gegen das favorisierte Tappara Tampere führte KooKoo mit 3:2, musste sich am Ende aber doch in einem entscheidenden siebten Spiel geschlagen geben. Der Titel blieb damit zwar aus, dennoch schrieb KooKoo als finnischer Vizemeister das erfolgreichste Kapitel seiner Clubgeschichte.

Hinter der Bande steht mit Jouko Myrrä ein Trainer, der den Verein bestens aus seiner aktiven Zeit kennt. Myrrä spielte in der Saison 1991/92 selbst für KooKoo und erzielte damals in 44 Partien starke 71 Scorerpunkte. Auf ähnlich starke Zahlen kam der Finne auch während seiner Zeit in Deutschland beim EV Duisburg in der Saison 1997/98, als ihm in der Saison 1997/98 20 Tore und ebenso viele Vorlagen in 33 Partien gelangen. Später schlug Myrrä den Weg zum Cheftrainer ein, seit Frühjahr 2024 leitet er die Geschicke des finnischen Teams.

Nicht ganz unbekannt

Apropos Deutschland: Es gibt durchaus auch Verbindungen zwischen KooKoo, unseren Adlern und der PENNY DEL. Joonas Lehtivuori, 2019 Verteidiger des Jahres in der DEL und Meister mit Mannheim, schloss sich  nach seiner Adler-Zeit im Sommer 2023 KooKoo an. Auch Brendan O’Donnell, der in der vergangenen Saison noch das Trikot unserer Adler trug, lief in der Saison 2018/19 in drei Spielen für die Kouvolaner auf. Die aus der PENNY DEL bekannten Torhüter Antoine Bibeau, aktuell in München, und Niklas Treutle, jetzt in Nürnberg, hüteten ebenfalls schon das Gehäuse der Südostfinnen.

Wenn unsere Adler im anstehenden Herbst in der Lumon Areena aufschlagen, kommt es zum Premierenduell beider Mannschaften. Die Halle wurde bereits 1982 eröffnet und bietet bei Eishockeyspielen 5.250 Zuschauern Platz. Seit 2023 wird die Arena schrittweise modernisiert, schon 2019 investierte KooKoo unter anderem in LED-Flächen rund um das Eis.

Die Meisterschaft im Frühjahr knapp verpasst, dennoch das beste Ergebnis der Clubgeschichte erzielt und erstmals das Ticket für Europa gelöst: Unsere Adler bekommen es in der diesjährigen CHL mit einem spannenden Gegner zu tun, dessen Entwicklungskurve zuletzt nach oben zeigte. In der Eisenbahnstadt Kouvola möchte sicher niemand, dass es sich bei der ersten internationalen Reise nur um eine kurze Durchfahrt handelt.

Du unterstützt uns in Kouvola? Darüber freuen wir uns sehr. Möchtest du daneben auch drei weitere europäische Topteams in der SAP Arena live erleben? Dann sichere dir schon jetzt deine Tickets und erlebe Anfang September Spitzeneishockey in Mannheim.

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