Eine vertraute Umgebung

484 Autobahn-Kilometer. So weit liegen Mannheim und Kitzbühel auseinander. Seit Montagmittag weilen unsere Jungs zum mittlerweile bereits vierten Mal in Tirol, um sich auf die bevorstehende Spielzeit vorzubereiten, die am 04. September mit dem CHL-Heimspiel gegen Växjö Lakers beginnt. Neben intensiven Einheiten auf und abseits des Eises und den ersten Testspielen soll vor allem die gemeinsame Zeit dazu beitragen, als Mannschaft weiter zusammenzuwachsen.

„Rundum ist Kitzbühel für uns immer ein super Start, um als Mannschaft zusammenzukommen. Das erste Training war sehr intensiv, aber es macht Spaß, mit den Jungs zu arbeiten“, beschreibt Marc Michaelis die ersten Eindrücke vor Ort. Nicht nur das Eis im Sportpark ist dem 31-Jährigen inzwischen bestens bekannt. „Die Halle natürlich, aber auch alles rundherum ist mittlerweile sehr vertraut. Wir freuen uns immer sehr, wenn wir hier unsere Vorbereitung verbringen dürfen.“

Für Lennart Nieleck ist es hingegen das erste Trainingslager im Adler-Trikot, doch Kitzbühel selbst kennt der Neuzugang bereits. Vor drei Jahren gastierte der Stürmer mit den Iserlohn Roosters in der Gamsstadt. Entsprechend wusste der 21-Jährige, was ihn in etwa erwartet. „Die Mannschaft ist überragend. Ich wurde super aufgenommen und es macht richtig viel Spaß, auf diesem Niveau mit den Jungs zu trainieren. Auch hier in Kitzbühel sind die Gegebenheiten überragend. Ich glaube, die Woche wird sehr schön.“

Spielerischer Nenner

Der angesprochene Spaßfaktor ändert natürlich nichts am straffen Programm. Mehrere Einheiten stehen in diesen Tagen auf dem Plan. Neben der körperlichen Arbeit geht es vor allem darum, spielerisch wieder auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. „Für die Jungs, die schon hier waren, geht es darum, das System wieder aufzufrischen. Für uns neue darum, reinzukommen, die Laufwege und Positionen kennenzulernen und gemeinsam besser zu werden“, erklärt Nieleck.

Eine erste Standortbestimmung unter Wettkampfbedingungen wartet mit dem Doppel-Test gegen den amtierenden österreichischen Meister aus Graz. Nach Wochen des Sommertrainings und den ersten gemeinsamen Eiseinheiten kommt es somit direkt zu einem echten Gradmesser. „Das erste Spiel in der Vorbereitung ist immer schwierig. Du arbeitest den ganzen Sommer und fühlst dich trotzdem ein Stück weit unvorbereitet, wenn du in so ein Spiel gehst“, weiß Michaelis. Das Resultat sei dabei zunächst zweitrangig: „Es ist ein Test für uns, um wieder reinzukommen. Wir schauen auf uns und wollen einen guten Start haben.“

Drei Nachfahrer und ein Abwesender

Doch Kitzbühel bedeutet längst nicht nur Eis, Kraftraum und Testspiele. Wie schon in den vergangenen beiden Jahren gehören verschiedene Teamaktivitäten zum Programm. Gerade mit Blick auf die Neuzugänge bietet die gemeinsame Zeit ideale Voraussetzungen, um sich noch besser kennenzulernen. „Dazu haben wir hier in Kitzbühel beim Radfahren oder Golfen die perfekten Möglichkeiten“, findet Nieleck. „Die Mannschaft kennt sich größtenteils schon, und wir Neuzugänge sind super aufgenommen worden. In dieser Woche werden wir noch einmal ein bisschen enger zusammenwachsen.“

Nicht die kompletten sechs Tage Kitzbühel mit der Mannschaft haben Maximilian Franzreb, Leon Gawanke und Justin Schütz verbracht. Das Trio war zunächst bei den PENNY DEL Media Days in Düsseldorf gefordert und stieß am Dienstagabend zur Mannschaft. Lukas Kälble verpasst das diesjährige Trainingslager aus privaten Gründen hingegen komplett und damit auch die beiden Tests am Donnerstag (13. August um 17.00 Uhr) und Sonntag (16. August um 14.00 Uhr).

Kostenpflichtiger Livestream

Gegen die 99ers tickern wir dabei wie gewohnt für euch. Außerdem halten wir euch über unsere Social-Media-Kanäle stets auf dem Laufenden. Das Webradio setzt in dieser Woche noch aus. Vom Veranstalter der Spiele gegen Graz wird es auch einen kostenpflichtigen Livestream geben. Die Übertragung beginnt zehn Minuten vor Spielbeginn und kostet acht Euro. Aufgrund dieses Angebots können wir leider keine clubeigene Übertragung anbieten.

484 Autobahn-Kilometer von Mannheim entfernt geht es in diesen Tagen also nicht nur um Kondition, System und die ersten Wettkampfminuten. Einmal mehr geht es in Kitzbühel darum, als Mannschaft zu wachsen und gemeinsam die Grundlage für das zu legen, was das Team von Cheftrainer Dallas Eakins in den kommenden Wochen und Monaten erwartet.

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