Niederlage zum Abschluss
Die Adler Mannheim haben zum Abschluss des siebentägigen Trainingslagers in Kitzbühel im zweiten Testspiel der Saison eine Niederlage einstecken müssen. Im zweiten Spiel gegen Graz verlor das Team von Cheftrainer Dallas Eakins mit 3:4. Die Mannheimer Treffer erzielten Jérémie Poirier, Anthony Greco und Luke Esposito. Abermals verständigten sich beide Teams auf eine fünfminütige Verlängerung sowie ein Penaltyschießen.
Die Anfangsphase dominierte Graz nicht nur aufgrund des Führungstreffers nach neun Sekunden durch Josh Curry (1. Minute). Nico Feldner vergab kurz darauf einen Nachschuss nur knapp (2.). Jakob Lippitsch scheiterte im ersten Anlauf noch an Maxi Franzreb, fand im zweiten Versuch aber die Lücke (5.). Es dauerte bis zur neunten Minute, ehe Justin Schütz, Lennard Nieleck und Kris Reichel erstmals gefährlich für die Adler vor dem Grazer Tor auftauchten. Doch auch der nächste Treffer sollte auf der anderen Seite fallen. Marcus Vela und Kevin Roy verpassten zunächst, doch Curry staubte trocken ab (12.). Tom Kühnhackl hatte die Antwort auf dem Schläger, scheiterte aber an der Latte (14.), während Kris Bennett im Nachschuss nicht an Nicolas Wieser vorbeikam (16.). Kurz vor der ersten Pause verhinderte die Latte hinter Franzreb das 4:0 durch Paul Stapelfeld (18.).
Die Adler kamen stark verbessert aus der Kabine, suchten zwingender den Weg vors gegnerische Tor. Nick Mattinen von rechts (26.) sowie Zach Solow (Außennetz, 27.) und Jérémie Poirier (29.) hatten Chancen im Minutentakt. Reichel blieb im Alleingang nur zweiter Sieger (32.), doch Poirier sorgte schließlich für den verdienten ersten Treffer (34.). Alex Ehl traf erneut Aluminium (35.), ehe Tim Harnisch in Überzahl den alten Drei-Tore-Vorsprung der 99ers wiederherstellte (37.). Kurz vor der zweiten Pause verkürzte aber Anthony Greco auf 2:4 (40.).
Im Schlussabschnitt neutralisierten sich beide Mannschaften lange. Wenn es gefährlich wurde, dann auf Seiten der Grazer. Doch weder Kühnhackl (48.) noch Marc Michaelis im Nachschuss hatten das nötige Abschlussglück (56.). Eine lange, teilweise doppelte Überzahlphase der Adler gegen Ende des dritten Drittels sollte keine Bewegung auf die Anzeigetafel bringen. Erst als Franzreb gut vier Minuten vor der Schlusssirene sein Tor zugunsten eines sechsten Feldspielers verließ, gelang Luke Esposito im Nachschuss das 3:4 (60.). John Gilmours starker Versuch zuvor landete lediglich in der Fanghand von Wieser (58.).
In der Verlängerung, die unabhängig von fallenden Toren durchgespielt wurde, waren die Adler die tonangebende Mannschaft. Den Treffer erzielte jedoch zunächst Harnisch (63.). Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Und das auf eine ganz besondere Art und Weise: Kühnhackl legte sich hinter dem gegnerischen Tor die Scheibe auf die eigene Kelle und warf sie hinter Wieser (64.) – ein sogenanntes Michigan-Tor. Schütz traf zwei Sekunden vor Ende letztlich zum „5:5“ (65.). Im abschließende Penaltyschießen traf Esposito als einziger Schütze.