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Teamcheck: Skellefteå AIK

Besser hätte die vergangene Saison für Skellefteå AIK kaum laufen können. Mit 108 Punkten sicherten sich die Nordschweden souverän Platz eins nach der Hauptrunde und krönten ihre starke Spielzeit anschließend mit der schwedischen Meisterschaft. Besonders beeindruckend war dabei die Offensive, die in 52 Hauptrundenpartien satte 182 Treffer erzielte. Entsprechend wenig Anlass sahen die Verantwortlichen, den Meisterkader über den Sommer grundlegend umzubauen. Dennoch gab es gezielte Veränderungen. Vor unserem zweiten CHL-Heimspiel am morgigen Sonntag werfen wir einen Blick darauf, was sich über den Sommer beim amtierenden schwedischen Meister getan hat.

Ein wichtiger Baustein des Erfolgs ist Cheftrainer Daniel Hermansson. Der 44-Jährige übernahm die Mannschaft erst im vergangenen Sommer und führte Skellefteå gleich in seinem ersten Jahr als Cheftrainer zum Titel. Gemeinsam mit seinen Assistenten Andreas Falk und Pierre Johnsson soll er nun dafür sorgen, dass die Mannschaft an die erfolgreiche Vorsaison anknüpft.

Auch im Tor setzt Skellefteå auf Kontinuität. Mit Jani Lampinen, Linus Söderström und dem ehemaligen Augsburger Strauss Mann stehen die drei Schlussmänner aus dem Vorjahr im Kader. Die klare Nummer eins der vergangenen Saison war Mann. Der US-Amerikaner kam wettbewerbsübergreifend auf 49 Einsätze, eine Fangquote von 91,5 Prozent und einen Gegentorschnitt von 1,86. Gleich zehnmal blieb der 28-Jährige ohne Gegentreffer. Söderström kam aufgrund einer Verletzung deutlich seltener zum Einsatz, wusste mit einer Fangquote von 91,9 Prozent und einem Gegentorschnitt von 1,75 aber ebenfalls zu überzeugen. Lampinen komplettiert das Torhütertrio.

Bewährte Kräfte in der Defensive

In der Defensive sind die Veränderungen ebenfalls überschaubar. Mit Max Krogdahl verließ lediglich ein etablierter Verteidiger den Club in Richtung Jokerit. Ansonsten vertraut Skellefteå auf die Defensive der Meistersaison. Angeführt wird diese von Kapitän Jonathan Pudas. Der 32-Jährige gehört seit Jahren zu den offensivstärksten Verteidigern der SHL und stellte dies in der vergangenen Saison einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis. In 48 Hauptrundenpartien erzielte Pudas 16 Treffer und bereitete weitere 31 vor. Damit war er mit 47 Punkten sogar drittbester Scorer seines Teams. Neben ihm gehören unter anderem Pontus Johansson, Arvid Lundberg, Viktor Grahn, Emil Djuse und Måns Forsfjäll zum Defensivverbund. Gerade Johansson und Lundberg wussten sich in der vergangenen Spielzeit ebenfalls regelmäßig in die Offensive einzuschalten.

Etwas mehr Bewegung gab es dagegen im Angriff. Mit Oliver Okuliar müssen die Nordschweden einen durchaus gewichtigen Abgang kompensieren. Der slowakische Nationalspieler steuerte in der vergangenen Hauptrunde 15 Tore bei und legte in den Playoffs sechs weitere Treffer nach. Okuliar zog es anschließend zurück nach Nordamerika in die AHL. Auch Lars Bryggman und Martin Lundberg stehen nicht mehr im Kader.

Mehr Erfahrung geht nicht

Auf der anderen Seite gelang Skellefteå mit Hudson Fasching eine durchaus namhafte Verpflichtung. Der 30-jährige US-Amerikaner bringt reichlich NHL-Erfahrung mit und stand zuletzt in der Organisation der Columbus Blue Jackets unter Vertrag. Mit Andro Kaderli stößt zudem ein junger Schweizer zum amtierenden Meister. Der 21-Jährige wechselt von Leksands IF nach Skellefteå und soll dort den nächsten Schritt in seiner Entwicklung gehen.

Das eigentliche Prunkstück der Offensive ist Oscar Lindberg. Der 34-Jährige dominierte die vergangene SHL-Hauptrunde mit 30 Treffern und 37 Vorlagen in 52 Partien und war damit der ligaweite Topscorer. Auch Rickard Hugg spielte mit 23 Toren und 39 Assists eine herausragende Saison. Mikkel Aagaard wird dem einen oder anderen noch durch sein Kurzintermezzo in Wolfsburg bekannt sein. Mit Andreas Johnsson, Pär Lindholm, Jonathan Johnson und Victor Stjernborg steht darüber hinaus weiterhin reichlich Erfahrung zur Verfügung.

Dass bei den Nordschweden in der Vorbereitung noch nicht alles nach Plan lief, zeigt der Blick auf die Testspielergebnisse. Dem 3:1-Erfolg gegen MoDo Hockey folgten zwei Spiele ohne eigenen Treffer. Sowohl gegen Luleå Hockey (0:4) als auch gegen den Zweitligisten IF Björklöven (0:1) setzte es Niederlagen. Am gestrigen Freitag gewann die Mannschaft zum Auftakt in die neue CHL-Saison gegen HK Nitra mit 6:1. 

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