Eine Frage der Zeit

20 Sekunden für zwei Tore, 33 Sekunden für zwei Empty-Netter und nur acht Sekunden bis zum Anschlusstreffer. Die bisherigen fünf Partien unserer Adler in der PENNY DEL Saison 2026/27 haben eindrucksvoll gezeigt, wie schnell es im Eishockey gehen kann.

Dass im Eishockey manchmal bereits wenige Sekunden ausreichen, um einer Hypothek hinterherzulaufen, ein Spiel aber auch wieder auszugleichen oder gar zu drehen, haben unsere Adler in der ersten Woche der neuen Saison gleich mehrfach miterlebt. So geschehen beim Heimauftakt gegen Berlin, als es gerade einmal 57 Sekunden dauerte, ehe die Gäste in Führung gingen. Nur etwas mehr als eine Zeigerumdrehung später stand es bereits 0:2. Doch davon ließ sich unsere Mannschaft allerdings nicht beeindrucken und drehte die Partie vor ausverkauftem Haus noch in einen 4:3-Heimsieg.

Auch in Ingolstadt kamen unsere Jungs nach einem Zwei-Tore-Rückstand zurück. Gerade einmal 20 Sekunden lagen zwischen den Treffern von Leon Gawanke und Matthias Plachta, die aus einem 0:2 ein 2:2 machten. Leider wurde die Aufholjagd am Ende nur mit einem Punkt belohnt. Für einen Eintrag ins Rekordbuch reichen zwei Treffer innerhalb von 20 Sekunden allerdings nicht. Unser nächster Gegner am Donnerstag, die Iserlohn Roosters, erzielten 2015 einen Doppelschlag binnen vier Sekunden.

Geteilte Arbeit ist halbe Arbeit

Dass auch nur wenig Zeit zwischen einem Toren für jeweils beide Mannschaften liegen kann, zeigte sich in unserem Heimspiel gegen Krefeld. Auf Jérémie Poiriers Treffer zum 2:0 antworteten die Gäste acht Sekunden später mit dem Anschlusstreffer. Der Rekord in der PENNY DEL für zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Tore beider Teams liegt sogar bei nur drei Sekunden. 

Anthony Greco hatte gegen den KEV indes ebenfalls Gefallen an Torerfolgen innerhalb kürzester Zeit gefunden. Zwischen seinen beiden Treffern ins leere Krefelder Tor lagen lediglich 33 Sekunden. Doch auch bei zwei Empty-Net-Toren geht es noch schneller: Patrick Hager vom EHC Red Bull München benötigte dafür im Januar dieses Jahres nur sieben Sekunden. 

Apropos Tore: Die Torproduktion unserer Adler verteilt sich bislang auf viele Schultern. Die ersten 16 Treffer der neuen PENNY DEL Saison wurden von zehn unterschiedlichen Spielern erzielt. Anthony Greco und Max Calce führen die interne Torjägerliste mit jeweils drei Treffern an, Jérémie Poirier und Matthias Plachta folgen mit jeweils zwei Toren.

Wenn es mal wieder länger dauert

In den bisherigen fünf Saisonspielen zeigten sich unsere Adler zudem ausgesprochen puckbesitzfreudig. Ligaweit hatten unsere Jungs den Puck bislang am längsten am Schläger. Allen voran John Gilmour, der das Spielgerät bereits mehr als acht Minuten kontrollierte. Sein Teamkollege Nick Mattinen steht hingegen von allen Spielern der Liga am längsten auf dem Eis. Allein gegen Berlin kam der Verteidiger auf mehr als 28 Minuten Eiszeit.

Außerdem waren zwei der fünf Begegnungen nach 60 Minuten noch nicht entschieden. Sowohl in München als auch in Ingolstadt wurde zusätzliche Spielzeit benötigt. Damit gingen bislang 40 Prozent unserer Partien über die reguläre Distanz hinaus. Auch wegen dieser beiden Extraschichten und der vorgezogenen Partie des 31. Spieltags bei den Ice Tigers haben unsere Jungs mit knapp 309 absolvierten Minuten bislang die meiste Gesamtspielzeit aller Teams gesammelt. Diese 309 Minuten kamen dabei Schlag auf Schlag zusammen, denn innerhalb von nur zehn Tagen standen gleich fünf Ligaspiele auf dem Programm.

Ob acht, 20, 26 oder 33 Sekunden, ein vorgezogener 31. Spieltag im September oder Spiele im Zwei-Tages-Rhythmus – beim bisherigen Saisonstart unserer Adler war am Ende eben vieles eine Frage der Zeit. 

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