Jetzt wird es ernst
Wochenlang wurde trainiert, ausprobiert, an Abläufen gefeilt, das Zusammenspiel verinnerlicht und verfeinert. Ein intensives Trainingslager und fünf Testspiele später ist die Vorbereitung abgeschlossen und gehört der Vergangenheit an. Ab sofort zählen auch wieder Ergebnisse und Punkte. Den Auftakt in die Pflichtspielsaison 2026/27 bestreiten wir dabei auf europäischer Bühne. Mit den Växjö Lakers am Freitag (19.30 Uhr) und Skellefteå AIK am Sonntag (17.00 Uhr) gastieren zwei schwedische Topteams in der SAP Arena. Viel anspruchsvoller könnte der Start in die neue Spielzeit kaum ausfallen.
Rund fünf Wochen hatten unsere Jungs Zeit, sich auf diesen Moment vorzubereiten. Neben zahlreichen intensiven Einheiten stand vor allem das Trainingslager in Kitzbühel im Zeichen des Zusammenwachsens. Auch sportlich zeigte die Formkurve während der Vorbereitung nach oben. Drei der fünf Testspiele entschieden unsere Adler für sich, bei den Herisau Ice Hockey Classics sprang sogar der erste kleine Titel der noch jungen Saison heraus. „Ich denke, man hat gesehen, dass wir uns steigern und gemeinsam verbessern konnten. Das Trainingslager hatte uns geholfen, als Mannschaft weiter zusammenzuwachsen. Jetzt sind wir bereit“, zieht Alex Ehl ein positives Fazit der Vorbereitungsphase.
Ähnlich fällt die Bilanz von Zach Solow aus. Der US-Amerikaner sieht die Mannschaft nach den vergangenen Wochen gut aufgestellt, weiß aber ebenso, dass die bisherigen Testspielergebnisse keinerlei Auswirkungen auf den weiteren Saisonverlauf haben. Das ändert sich nun. „Die Vorbereitung war wichtig für uns. Wir haben hart gearbeitet, an unserer Kondition und unserem Spiel gefeilt und wissen inzwischen, wo wir als Mannschaft stehen. Jetzt freuen wir uns darauf, endlich wieder Spiele zu bestreiten, in denen es wirklich um etwas geht“, so Solow.
Die Rückkehr
Viel Zeit, sich langsam an den Pflichtspielbetrieb heranzutasten, bleibt allerdings nicht. Mit Växjö und Skellefteå kommen an den ersten beiden Spieltagen der Champions Hoeckey League zwei Mannschaften in die SAP Arena, die seit Jahren zur schwedischen und europäischen Spitze zählen. Entsprechend groß ist der Respekt vor den beiden Kontrahenten. „Schwedische Mannschaften sind brutal laufstark. Mit Växjö und Skellefteå erwarten uns zwei absolute Topteams. Nichtsdestotrotz denke ich, dass wir bereit sein werden – gerade zu Hause vor unseren eigenen Fans“, blickt Ehl auf das Wochenende voraus.
Unisono erwartet auch Solow zwei intensive Begegnungen, sieht darin aber den passenden Gradmesser für den Saisonstart: „Das sind zwei sehr gute Mannschaften, die sich über Jahre einen Namen gemacht haben. Sie spielen schnell, bewegen den Puck sehr gut und werden uns definitiv fordern. Für uns ist das eine große Herausforderung, aber gleichzeitig ein richtig guter Start in die Saison.“ Für unsere Adler bedeutet das CHL-Auftaktwochenende nach zweijähriger Abstinenz zugleich die Rückkehr auf die internationale Bühne. Erstmals seit der Saison 2023/24 duelliert sich unsere Mannschaft wieder mit der Beletage des europäischen Eishockeys. Und die Vorfreude darauf ist innerhalb der Mannschaft entsprechend groß. „Ich denke, das wird ziemlich cool. Die gesamte Mannschaft ist euphorisiert und freut sich sehr auf die beiden Spiele“, bringt Solow die Stimmung auf den Punkt.
Verschiedene Erneuerungen
Mit zwei schwedischen Schwergewichten, der Rückkehr auf die europäische Bühne und den eigenen Fans im Rücken könnte die neue Saison kaum reizvoller beginnen. Oder um Ehl zu zitieren: „Ich denke, Eishockey auf diesem Niveau sieht man nicht allzu oft. Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall, vorbeizukommen.“ Wer beim europäischen Auftakt live dabei sein möchte, hat weiterhin die Möglichkeit, sich Restkarten für beide Heimspiele zu sichern. Neben hochklassigem Eishockey gibt es dabei auch abseits der Eisfläche etwas Neues zu entdecken, so könnt ihr zu den Ersten gehören, die unseren neuen Videowürfel in der SAP Arena in Aktion erleben. Zu beachten ist gleichzeitig, dass in der gesamten Arena ab sofort ausschließlich bargeldlos bezahlt werden kann. Darüber hinaus werden beide Begegnungen im kostenpflichtigen Livestream bei Sporteurope.TV übertragen
Wochenlang ging es darum, sich zu finden, Abläufe einzustudieren und sich Schritt für Schritt dem gewünschten Leistungsniveau anzunähern. Wie weit dieser Prozess tatsächlich fortgeschritten ist, werden nun die ersten beiden Pflichtspiele zeigen. Die Zeit des Ausprobierens ist jedenfalls vorbei. Jetzt wird es ernst.