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Teamcheck: Boxers de Bordeaux

Die vergangene Saison dürfte in der noch jungen Clubgeschichte der Boxers de Bordeaux einen ganz besonderen Platz einnehmen. Nach Rang vier in der Hauptrunde spielten sich die Franzosen durch die Playoffs und krönten ihre Saison schließlich mit dem ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte. Im Finale entthronten die Boxers den amtierenden Champion aus Grenoble und lösten damit gleichzeitig das Ticket für ihre erste Teilnahme an der Champions Hockey League. Trotz des historischen Erfolgs gab es über den Sommer einige Veränderungen im Kader. Vor unserem ersten CHL-Auswärtsspiel am morgigen Freitag werfen wir einen Blick darauf, was sich über den Sommer beim französischen Meister getan hat.

Baumeister des Erfolgs ist Olivier Dimet. Der 55-Jährige ist bereits seit 2019 Cheftrainer in Bordeaux und führte die Boxers in den vergangenen Jahren kontinuierlich in die französische Spitzengruppe. Nach der Finalniederlage 2024 und dem Halbfinal-Aus 2025 folgte im vergangenen Frühjahr schließlich der große Wurf. Dabei hatte Bordeaux die Hauptrunde mit 75 Punkten aus 44 Partien lediglich auf Rang vier beendet, ehe in den Playoffs die entscheidende Leistungssteigerung gelang.

Auf der Torhüterposition gab es über den Sommer eine wichtige Veränderung. Alex Dubeau, der in der Meistersaison gemeinsam mit Quentin Papillon das Gespann bildete, wechselte zum Ligakonkurrenten Angers. Ersatz fand man in Gaëtan Richard, der aus Gap kam. Papillon – französischer Nationaltorhüter – geht hingegen in seine dritte Saison in Bordeaux und war in den vergangenen Playoffs ein wichtiger Rückhalt auf dem Weg zur Meisterschaft.

Frischer Wind in der Offensive

In der Defensive setzt Bordeaux weiterhin auf einige Leistungsträger der Meistersaison. Allen voran Jérémy Beaudry und Maxim Lamarche. Beaudry war in der vergangenen Hauptrunde mit 16 Toren und 21 Vorlagen zweitbester Scorer der Boxers, Lamarche stand ihm mit fünf Treffern und 31 Assists kaum nach. Kapitän und Routinier Kévin Dusseau bringt ebenfalls reichlich Erfahrung mit. Mit Jules Boscq steht zudem ein französischer Nationalspieler im Defensivverbund, der aus Bordeaux stammt und im Laufe der vergangenen Saison zu seinem Heimatclub zurückkehrte. Neu hinzugekommen ist Jarod Hilderman. Der 29-jährige Kanadier lief zuletzt für die Nottingham Panthers in der britischen EIHL auf. Ulysse Tournier komplettiert die Defensive.

Deutlich mehr Bewegung gab es im Angriff. Mit Mathieu Pompei verloren die Boxers einen wichtigen Bestandteil ihrer Meistermannschaft. Der Kanadier steuerte in der vergangenen Hauptrunde 27 Scorerpunkte bei und legte während der Playoffs zehn weitere nach. Auch Loïk Poudrier und Craig Puffer stehen nicht mehr im Kader. Dafür verstärkte sich Bordeaux unter anderem mit Félix Girard. Der 32-jährige Kanadier spielte bereits mehrere Jahre in Frankreich und bringt darüber hinaus Erfahrung aus der AHL und ECHL mit. Ebenfalls neu sind Yvan Mongo aus Reading und Luke Santerno, der genauso wie Torhüter Richard von Gap nach Bordeaux wechselte. Eine interessante Personalie ist außerdem Steven Fournier. Der 23-jährige Kanadier sammelte zuletzt für Tours in der zweiten französischen Liga 50 Punkte in lediglich 30 Hauptrundenpartien und war damit bester Scorer der Liga.

Ein historischer Erfolg

Das offensive Gerüst der Meistermannschaft ist trotz der Veränderungen erhalten geblieben. So tragen auch Tommy Giroux – interner Topscorer der abgelaufenen Saison – und Pierre-Olivier Morin weiterhin das Trikot der Boxers. Ebenfalls im Kader stehen die französischen Nationalspieler Quentin Tomasino, Loïc Farnier, Julien Guillaume und Enzo Carry.

Dass sich der französische Meister auch auf europäischer Bühne keineswegs verstecken muss, haben die ersten beiden CHL-Partien bereits gezeigt. Bei der Europapokal-Premiere in Klagenfurt musste sich das Team erst nach Verlängerung mit 1:2 geschlagen geben. Zwei Tage später gelang den Boxers Historisches als sie mit 4:2 bei den Graz99ers gewannen und somit den ersten CHL-Sieg ihrer Vereinsgeschichte feierten. Mit vier Punkten aus den ersten beiden Partien empfangen die Franzosen unsere Adler am Freitag zur ersten europäischen Heimpartie ihrer Geschichte.

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