Teamcheck: EHC Red Bull München
Gleich zum Auftakt in die PENNY DEL Saison 2026/27 wartet auf unsere Adler die Neuauflage des letztjährigen Halbfinals gegen den EHC Red Bull München. Die Landeshauptstädter verzichteten nach Saisonende auf einen größeren Umbruch und verstärkten den bestehenden Kern stattdessen gezielt mit reichlich Qualität und Erfahrung. Vor unserem ersten Ligaspiel der neuen Saison werfen wir einen Blick darauf, was sich über den Sommer bei den Bayern getan hat.
Weiterhin an der Bande steht Oliver David. Der US-Amerikaner geht in seine zweite Saison als Cheftrainer der Münchner und kann dabei auf einen Großteil seines bisherigen Kaders zurückgreifen. So setzt München auf der Torhüterposition weiterhin auf Mathias Niederberger und Antoine Bibeau. Niederberger zählt seit Jahren zu den stärksten deutschen Torhütern der Liga. Auch Bibeau, ein wichtiger Leistungsträger der vergangenen Spielzeit, bleibt den Red Bulls erhalten. Mit dem 18 Jahre alten Max Bolle steht zudem ein junger Torhüter aus der Red Bull Eishockey Akademie unter Vertrag. Matthias Bittner komplettiert das Torhüterquartett.
In der Defensive mussten die Münchner vor allem den Abgang von Identifikationsfigur Konrad Abeltshauser auffangen. Der 34-Jährige verließ den Club nach mehr als zehn Jahren und 634 Pflichtspielen. Auch Dillon Heatherington und Alberts Smits gehören nicht mehr zum Kader. Phillip Sinn wagt den Schritt nach Nordamerika in die Organisation der San Jose Sharks. Dafür wurde reichlich internationale Erfahrung hinzugewonnen. Lukas Klok wechselte vom EHC Kloten nach München. Der tschechisch-deutsche Verteidiger lief unter anderem in der KHL, SHL, AHL sowie der Schweizer National League auf. Noch mehr Erfahrung bringt Trevor Carrick mit. Der offensiv ausgerichtete Verteidiger absolvierte in zwölf Jahren 813 Partien in der AHL und war zuletzt Kapitän der Charlotte Checkers. Das bestehende Gerüst um Ryan Murphy, Ville Pokka, Max Daubner und dem noch gesperrten Fabio Wagner wird nun um den vom Stürmer zum Verteidiger umgeschulten Maximilian Kastner ergänzt.
Ein prominenter Rückkehrer
Auch im Angriff wurde punktuell nachgebessert. Der prominenteste Neuzugang dürfte dabei Dominik Kahun sein. Nach acht Jahren kehrt der deutsche Nationalspieler nach München zurück. Bereits zwischen 2014 und 2018 lief Kahun für die Red Bulls auf, feierte mit dem Club drei deutsche Meisterschaften in Folge. Anschließend führte ihn sein Weg in die NHL, wo er für Chicago, Pittsburgh, Buffalo und Edmonton insgesamt 188 Partien absolvierte. Zuletzt stand der 30-Jährige in der Schweizer National League unter Vertrag.
Mit Elis Hede aus Straubing und Lucas Thaler vom Schwesterverein Salzburg verstärken zwei weitere Angreifer die Münchner Offensive. Daneben hat der Kern des Münchner Sturms weiter Bestand. Allen voran Taro Hirose, der mit 54 Punkten in 50 Hauptrundenpartien der mit Abstand erfolgreichste Scorer der Red Bulls war. Ebenfalls an der Isar bleibt der deutsche Stamm um Kapitän Patrick Hager, Yasin Ehliz, Markus Eisenschmid, Veit Oswald und Tobias Rieder. Letzterer war mit 24 Treffern der erfolgreichste Torschütze der zurückliegenden Saison. Während die beiden Kanadier Jeremy McKenna und Chris DeSousa auch weiterhin für die Red Bulls auf Torejagd gehen, haben Vadim Schreiner und Nikolaus Heigl den Club verlassen.
Verpatzte Generalprobe
Die Vorbereitung der Münchner begann erfolgreich. Mit zwei Siegen gegen Lausanne (4:2) und Bozen (2:1) sicherte sich das Team den Titel beim Südtirol Summer Classic. Beim diesjährigen Red Bulls Salute belegten die bayerischen Landeshauptstädter anschließend den dritten Platz. Die Titelverteidigung gelang indes beim Warrior Cup – einem Vorbereitungsturnier in Kaufbeuren. Die Generalprobe vor dem Saisonstart gegen den HC Pustertal ging hingegen mit 1:2 verloren.