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Teamcheck: HC Fribourg-Gottéron

46 Jahre mussten die Fans des HC Fribourg-Gottéron auf diesen Moment warten. Nach Platz zwei in der Hauptrunde spielten sich die Drachen in der vergangenen Saison bis ins Finale und krönten sich dort erstmals in ihrer Vereinsgeschichte zum Schweizer Meister. Erst im entscheidenden siebten Finalspiel gegen den HC Davos machte Fribourg den historischen Triumph perfekt. Trotz des größten Erfolgs der Clubgeschichte gab es über den Sommer einige Veränderungen – darunter die Abschiede zweier absoluter Vereinsikonen. Vor unserem CHL-Auswärtsspiel am morgigen Sonntag werfen wir einen Blick darauf, was sich über den Sommer beim amtierenden Schweizer Meister getan hat.

Cheftrainer Roger Rönnberg übernahm Gottéron erst vor der vergangenen Saison und führte die Mannschaft auf Anhieb zur Meisterschaft. Für den 55-jährigen Schweden war dies allerdings keineswegs der erste große Titel seiner Trainerkarriere. Während seiner langjährigen Amtszeit bei Frölunda gewann Rönnberg zweimal die schwedische Meisterschaft und gleich viermal die Champions Hockey League.

Einen bemerkenswerten Wechsel gab es zwischen den Pfosten. Nach acht Jahren verließ Vereinsikone Reto Berra den HC Fribourg-Gottéron und wechselte zum EHC Kloten. Im Gegenzug führte der Weg von Ludovic Waeber von Kloten nach Fribourg, sodass die beiden Clubs gewissermaßen ihre Torhüter tauschten. Für Waeber ist es gleichzeitig eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Der gebürtige Freiburger durchlief den Nachwuchs von Gottéron und stand bereits von 2017 bis 2020 für die Profimannschaft zwischen den Pfosten, ehe ihn sein Weg über die ZSC Lions und Nordamerika schließlich nach Kloten führte. Gemeinsam mit Loïc Galley und dem jungen Elijah Neuenschwander bildet der 30-Jährige das Torhütergespann. 

Weitere Clubikone sagt Adieu

Mit Andrea Glauser, Benoît Jecker, Michael Kapla, Patrik Nemeth, Yannick Rathgeb, Simon Seiler, Maximilian Streule und Ludvig Johnson hat das Gerüst der Meisterdefensive weiterhin Bestand. Besonders viel internationale Erfahrung bringt Nemeth mit. Der 1,93 Meter große Schwede absolvierte im Laufe seiner Karriere mehr als 500 NHL-Partien und geht in seine dritte Saison für Fribourg. Für offensive Akzente von der blauen Linie sorgen vor allem Kapla und Rathgeb. Kapla steuerte in der vergangenen Hauptrunde zehn Tore und 21 Vorlagen bei und war damit punktbester Verteidiger seines Teams. Rathgeb kam mit sieben Treffern und 23 Assists auf 30 Scorerpunkte. Einzig der im Saisonverlauf nachverpflichtete Juuso Arola verließ den Club und kehrte in seine Heimat zurück.

Die wohl größte Veränderung vollzog sich im Angriff. Nach insgesamt 1.186 Spielen im Trikot von Fribourg-Gottéron beendete Clublegende Julien Sprunger seine beeindruckende Karriere. Der langjährige Kapitän verbrachte seine gesamte Profikarriere bei seinem Heimatclub. Nun folgt der Abschied inklusive Meistertitel. Ebenfalls nicht mehr zum Aufgebot gehören Lucas Wallmark, Kyle Rau, Ty Rattie, Jeremi Gerber und Attilio Biasca.

Erfolgreicher Start

Kompensiert werden sollen die Abgänge unter anderem durch Anthony Richard. Der 29-jährige Kanadier kommt aus der Organisation der Philadelphia Flyers und bringt mit mehr als 600 Partien in der AHL reichlich Erfahrung aus Nordamerika mit. Ebenfalls neu im Aufgebot sind der 19-jährige Jamiro Reber und Jonas Taibel. Weiterhin für die Drachen auf Torejagd gehen die vier besten Punktesammler der vergangenen Spielzeit. Henrik Borgström führte die interne Scorerliste in der zurückliegenden Hauptrunde mit elf Treffern und 28 Vorlagen an. Nur einen Punkt dahinter folgte Sandro Schmid, während Christoph Bertschy 36 Scorerpunkte sammelte. Obwohl Marcus Sörensen verletzungsbedingt nur auf 32 Hauptrundenpartien kam, sammelte er dabei mit 32 Punkten die viertmeisten seines Teams. Auch Jacob de la Rose läuft weiterhin für Fribourg auf.

Auch der Start in die neue CHL-Saison verlief bislang mehrheitlich erfolgreich. Zum Auftakt setzten sich die Drachen mit 4:2 bei den Graz99ers durch, ehe zwei Tage später ein 3:1-Erfolg beim Klagenfurter AC folgte. Am gestrigen Freitag verloren die Westschweizer allerdings ihr Heimspiel gegen den HC Pilsen mit 2:4.

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