Teamcheck: Krefeld Pinguine
Vier Jahre mussten sich die Krefeld Pinguine gedulden, nun sind sie zurück in der PENNY DEL. Mit 114 Punkten sicherten sich die Seidenstädter in der vergangenen Saison souverän die Hauptrundenmeisterschaft in der DEL2 und krönten eine beeindruckende Spielzeit anschließend mit dem Meistertitel und dem damit verbundenen sportlichen Aufstieg. Vor unserem Heimspiel am Freitagabend werfen wir einen Blick darauf, wie sich der Aufsteiger aufgestellt hat.
Für die Rückkehr ins deutsche Eishockey-Oberhaus hielten die Verantwortlichen einen Großteil der Aufstiegsmannschaft zusammen und verstärkten sie punktuell mit reichlich Erfahrung. Angeführt werden die Pinguine weiterhin von Thomas Popiesch. Der 60-Jährige übernahm das Team im Sommer 2025 und führte die Krefelder auf Anhieb zurück in die PENNY DEL. In der mit 114 Punkten abgeschlossenen Hauptrunde 2025/26 erzielte der KEV satte 194 Tore – ebenso Ligabestwert wie die 116 Gegentreffer. Dass Popiesch zum Trainer des Jahres in der DEL2 gewählt wurde, war wenig überraschend. Anschließend flogen die Pinguine regelrecht durch die Playoffs. Alle zwölf Siege auf dem Weg zum Titel wurden nacheinander geholt, der dreifache Sweep war perfekt.
Mit Felix Bick steht auch in der laufenden Saison ein wichtiger Bestandteil der Aufstiegsmannschaft zwischen den Pfosten. Der 33-Jährige gehörte in der vergangenen Saison zu den besten Torhütern der DEL2. Verstärkung erhält Bick durch Juha Jatkola. Der 23-jährige Finne wechselte von KooKoo aus der heimischen Liiga nach Krefeld. Mit Julius Schulte und Ole Blumenkamp stehen zudem zwei junge deutsche Torhüter im Kader.
Ein Ex-Adler für die Defensive
Auch in der Defensive setzt Krefeld auf eine Mischung aus bewährten Kräften und Neuzugängen. Mit Davis Vandane blieb der punktbeste Verteidiger der vergangenen DEL2-Saison erhalten. Der Kanadier sammelte in 62 Saisonspielen 13 Tore sowie 51 Vorlagen und wurde zum zweiten Mal in Folge als Verteidiger des Jahres ausgezeichnet. Auch Oliver Mebus, Zack Dybowski und Mick Köhler tragen weiterhin Schwarz-Gelb. Zusätzliche Erfahrung bringt vor allem Stuart Percy mit, der vom HC Pilsen an den Niederrhein gewechselt ist. Der ehemalige Erstrundenpick der Toronto Maple Leafs absolvierte zwölf NHL- und 379 AHL-Partien. Ex-Adler Max Gildon soll derweil für zusätzlichen offensiven Output sorgen. Der US-Amerikaner spielte nach seiner Zeit in Mannheim in der Slowakei sowie zuletzt für Bozen in der ICE Hockey League. Dort sammelte der offensivstarke Verteidiger 41 Punkte in 53 Partien.
Das Herzstück der Krefelder Offensive bilden weiterhin Max Newton und Mathew Santos. Newton dominierte die DEL2-Hauptrunde mit 29 Toren und 44 Vorlagen und wurde mit 73 Punkten nicht nur Topscorer der Liga, sondern anschließend auch zum Stürmer des Jahres gewählt. Santos stand seinem Landsmann mit 34 Treffern und 33 Assists kaum nach. Während die beiden Kanadier noch keine Erfahrung in der PENNY DEL gesammelt haben, besitzen die Routiniers Philip Gogulla und Marcel Müller reichlich davon. Auch Mark Zengerle, Adam Payerl, Daniel Bruch und Roope Mäkitalo stürmen weiterhin für die Krefelder.
Doppelter Grund zur Freude
Für die Rückkehr in die PENNY DEL verstärkten sich die Pinguine zusätzlich mit Tanner Kero. Der US-Amerikaner wechselte von den Kölner Haien nach Krefeld. Ebenfalls aus der höchsten deutschen Spielklasse stießen Luca Hauf aus Ingolstadt und Ex-Adler Yannick Proske zum Team der Pinguine.
Nach 1.633 Tagen bestritt Krefeld am vergangenen Freitag erstmals wieder ein Spiel in der PENNY DEL. Vor 8.029 Zuschauern in der ausverkauften YAYLA Arena musste sich der Aufsteiger den Fischtown Pinguins aus Bremerhaven allerdings mit 1:3 geschlagen geben. Zwei Tage später folgte jedoch der erste Erfolg nach der Rückkehr ins deutsche Oberhaus. Bei den Straubing Tigers feierten die Pinguine einen 6:3-Auswärtserfolg.