Teamcheck: Kölner Haie

Am morgigen Dienstag gastieren unsere Jungs erstmals in dieser Spielzeit bei den Kölner Haien. Die Domstädter hatten sich in der vergangenen Hauptrunde mit 116 Punkten den ersten Tabellenplatz gesichert, doch im Halbfinale war gegen den späteren Meister aus Berlin Schluss. Vor unserem Gastspiel in Köln werfen wir einen Blick darauf, was sich bei den Haien im Sommer verändert hat.

Bereits im Laufe der Hauptrunde 2025/26 war klar, dass Cheftrainer Kari Jalonen die Haie nach zwei Jahren verlassen und nach Saisonende in seine finnische Heimat zurückkehren würde. Sein Nachfolger wurde Thomas Berglund, der zuvor neun Jahre beim schwedischen Erstligisten Luleå HF an der Bande stand. Mit dem Club gewann der Schwede 2025 die nationale Meisterschaft und erreichte in der vergangenen Spielzeit das Finale der Champions Hockey League. Gemeinsam mit Berglund wechselte auch sein langjähriger Assistent Henrik Stridh nach Köln.

Auf der Torhüterposition gab es für die Verantwortlichen dagegen keinen größeren Handlungsbedarf. Mit Janne Juvonen bleibt der „Torhüter und Spieler des Jahres“ der zurückliegenden Saison zwischen den Pfosten. Ihm zur Seite steht weiterhin Felix Brückmann, der jedoch derzeit verletzungsbedingt fehlt. Mit Nico Wiens verpflichteten die Kölner einen jungen Schlussmann. Verlassen hat den Club dagegen Tobias Ancicka, der inzwischen für die Augsburger Panther aufläuft.

Press für die Defensive

In der Haie-Defensive hat sich hingegen mehr getan. Mit Oliwer Kaski verließ ein offensivstarker Verteidiger den Club und wechselte zu den Malmö Redhawks nach Schweden. Ebenfalls nicht mehr zum Aufgebot gehören Markus Nutivaara, Sten Fischer und Maximilian Glötzl. Erhalten geblieben ist mit Valtteri Kemiläinen aber ein wichtiger Pfeiler der Hintermannschaft, der in der vergangenen Saison mit 15 Treffern und 33 Vorlagen in 61 Partien der punktbeste Verteidiger der Haie war. Auch Brady Austin, Veli-Matti Vittasmäki, Jan Luca Sennhenn sowie die Brüder Noah und Luca Münzenberger gehören weiterhin zum Aufgebot. Hinzu kommt der langjährige Kapitän Moritz Müller.

Für Verstärkung soll insbesondere Robin Press sorgen. Der schwedische Verteidiger wechselte vom russischen KHL-Club Metallurg Magnitogorsk nach Köln und bringt reichlich internationale Erfahrung mit. Mit Carlos Händel, der zuletzt für die Halifax Mooseheads in der kanadischen Nachwuchsliga QMJHL auflief, wechselte ein junger deutscher Verteidiger an den Rhein.

Neuer Angreifer aus Schweden

Im Angriff können die Haie auch in dieser Saison auf die Dienste von Patrick Russell zurückgreifen. Der Angreifer war in der vergangenen Saison mit 31 Toren und 35 Vorlagen in 61 Partien der erfolgreichste Scorer der Haie. Dahinter folgte Gregor MacLeod, der in 51 Einsätzen 21 Treffer erzielte und weitere 40 Tore vorbereitete. Der Kanadier trägt ebenso wie Louis-Marc Aubry, Dominik Bokk, Maximilian Kammerer, Juhani Tyrväinen, der angeschlagene Ryan MacInnis, Frederik Storm und Kevin Niedenz weiterhin das Trikot der Rheinländer. Nicht mehr dabei sind dagegen Nate Schnarr, Tanner Kero, Parker Tuomie, Dominik Uher und Robin van Calster. Besonders Schnarr hinterließ mit 19 Toren und 25 Vorlagen in 47 Saisonspielen eine Lücke im Angriff.

Diese soll unter anderem Markus Ljungh schließen. Der Schwede ging zuletzt für Linköping HC in der schwedischen SHL auf Torejagd. Der aktuell erkrankte Marcel Noebels wechselte nach zwölf Jahren bei den Eisbären Berlin nach Köln und bringt reichlich Erfahrung mit. Während Daniel Fischbuch aus Iserlohn zum Team stieß, kam Tim Fleischer vom Ligakonkurrenten aus Straubing. Zudem kehrte Nachwuchsspieler Mateu Späth nach einem Jahr in Nordamerika zum KEC zurück.

Wechselhafte Leistungen

Seit Saisonbeginn wechseln sich Siege und Niederlagen bei den Kölnern ab. Bislang ist es der Mannschaft nicht gelungen, zwei Siege in Folge einzufahren. Mit 19 Punkten aus den ersten zwölf Partien rangieren die Haie auf dem siebten Tabellenplatz. Auffällig ist, dass die Mannschaft bereits achtmal vor heimischem Publikum und viermal in der Fremde antreten musste. Allerdings konnten die Haie erst drei Spiele vor heimischer Kulisse für sich entscheiden. Am vergangenen Freitag gelang ihnen ein 5:3-Auswärtserfolg bei den Straubing Tigers.

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