Teamcheck: Löwen Frankfurt

Am morgigen Freitag steht für unsere Adler das erste Derby der laufenden PENNY DEL Saison an. In der SAP Arena empfangen wir die Löwen Frankfurt. Die vergangene Spielzeit war für die Hessen keine einfache und endete mit dem Abschluss der Hauptrunde. Vor dem prestigeträchtigen Duell werfen wir einen Blick darauf, was sich bei den Frankfurtern im Sommer verändert hat.

Mit 53 Punkten aus 52 Partien belegten die Frankfurter am Ende der vergangenen Saison den vorletzten Tabellenplatz. Besonders die Defensive bereitete Probleme. Insgesamt 196 Gegentore musste die Mannschaft hinnehmen, während die Offensive 132 eigene Treffer erzielte. Im November 2025 zogen die Verantwortlichen die Reißleine, trennten sich von Cheftrainer Tom Rowe und verpflichteten Tom Pokel als Nachfolger. Gemeinsam mit Assistenztrainer Emil Rasmussen soll der US-Amerikaner die Hessen wieder in die Endrunde führen.

Auf der Torhüterposition stellten sich die Löwen im Sommer neu auf. Mit Adam Scheel verpflichteten sie einen Schlussmann, der zuletzt beim kasachischen KHL-Club Barys Astana unter Vertrag stand. Der US-Amerikaner soll künftig die Rolle der Nummer eins einnehmen. Weiterhin zum Aufgebot gehört Cody Brenner, der seinen Vertrag verlängerte. Mit Nico Pertuch kam zudem ein junger deutscher Torhüter vom ERC Ingolstadt hinzu. Verabschiedet wurden hingegen Dustin Tokarski und Mirko Pantkowski.

Erfahrung für die Defensive

Auch in der Verteidigung nahmen die Verantwortlichen einige Veränderungen vor. Tommy Pasanen verließ den Club und wechselte zu den Grizzlys Wolfsburg, Ryan McKiernan schloss sich den Starbulls Rosenheim an, während Reid McNeill nach Ljubljana wechselte. Die hinterlassen Lücken sollen vor allem zwei erfahrene deutsche Verteidiger schließen. Mit Björn Krupp und Konrad Abeltshauser verpflichteten die Löwen zwei langjährige PENNY DEL Profis, die sowohl reichlich Erfahrung als auch körperliche Präsenz mitbringen.

Weiterhin zum Aufgebot gehören unter anderem Maksim Matushkin, Michael Joyaux, Linus Fröberg, U20-Nationalspieler Fabio Kose und Philipp Bidoul. Besonders Fröberg und Matushkin zählten in der vergangenen Saison zu den auffälligsten Akteuren der Frankfurter. Fröberg führte die interne Scorerliste mit zehn Toren und 26 Vorlagen an. Kapitän Matushkin sammelte in 44 Hauptrundenpartien elf Treffer und 22 Assists.

Neue Impulse im Angriff 

Mit Chris Wilkie, Nathan Burns und Dennis Lobach verließen gleich drei Angreifer den Club. Wilkie wechselte zu den Kassel Huskies in die DEL2, während sich Burns und Lobach anderen PENNY DEL Clubs anschlossen. Ebenfalls nicht mehr dabei sind Carter Rowney und Carter Proft. Erhalten geblieben sind dagegen einige wichtige Offensivkräfte wie Cameron Brace, der in der vergangenen Hauptrunde 20 Tore erzielte und damit der erfolgreichste Torschütze der Löwen war. Auch Daniel Pfaffengut, Matthew Wedman, Ty Glover, Eric Uba sowie Timo Kose tragen weiterhin das Trikot der Hessen.

Aus Köln wechselten Dominik Uher und Robin van Calster in die Mainmetropole. Brandon Biro und Austin Wagner bringen Erfahrung aus der KHL mit, während Anthony Romano zuletzt für die Springfield Thunderbirds in der AHL auflief und fortan für die Hessen auf Torejagd geht. Matěj Leden komplettiert den Angriff der Löwen.

Wechselhafter Saisonstart

Der Start in die neue PENNY DEL Saison verlief für die Frankfurter bislang durchwachsen. Zum Auftakt feierten die Löwen einen deutlichen 5:0-Auswärtserfolg in Schwenningen, mussten sich anschließend allerdings in Köln mit 3:4 nach Verlängerung und zuhause gegen Nürnberg mit 1:2 geschlagen geben. Es folgte ein 4:1-Auswärtssieg in München, ehe die Hessen drei Niederlagen in Folge gegen Berlin (0:2), Bremerhaven (1:2) und Krefeld (2:5) hinnehmen mussten. In Ingolstadt fand die Mannschaft von Pokel mit einem 3:2-Erfolg nach Penaltyschießen kurzzeitig zurück in die Erfolgsspur. Der nächste Rückschlag ließ jedoch nicht lange auf sich warten, denn das Heimspiel gegen Straubing ging mit 1:4 verloren. Die jüngste Partie gegen Iserlohn konnten die Löwen dagegen wiederum mit 4:1 für sich entscheiden. Vor dem Duell mit Mannheim rangieren Pokel und seine Mannschaft auf Rang elf.

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