Zweimal vor der Pause

Noch zweimal alles raushauen, dann darf kurz durchgeatmet werden. 19 Pflichtspiele haben unsere Adler seit Saisonbeginn bereits absolviert, ehe nach den kommenden beiden Aufgaben die erste Pause dieser Spielzeit ansteht. Zunächst gastieren am Freitagabend (19.30 Uhr) die Fischtown Pinguins Bremerhaven in der SAP Arena, am Sonntag folgt die Auswärtspartie in Berlin (14.00 Uhr).

Die beiden zurückliegenden Ergebnisse unserer Adler hatten es in sich. Während im Heim-Derby gegen Frankfurt erstmals in dieser Saison zu null gespielt wurde, fielen am Dienstag in Köln insgesamt elf Treffer. Gewonnen wurden aber beide Auftritte. Auch Dank der Tore unserer Verteidiger, wie beispielsweise der 6:5-Siegtreffer von Nick Mattinen in der Domstadt. So wissen unsere Abwehrspieler in dieser Saison nicht nur in der eigenen Zone zu überzeugen. Bereits 14 Treffer gingen auf das Konto unserer Verteidiger – Bestwert in der PENNY DEL. Einer, der offensiv Akzente zu setzen weiß, ist Leon Gawanke. Insgesamt 53-mal hat der Rechtsschütze bereits den Abschluss gesucht – häufiger als jeder andere Spieler in der Liga. „Wir werden viel in unser Offensivspiel einbezogen“, erklärt Gawanke seine Torgefährlichkeit und die seiner Abwehrkollegen.

An seiner Seite läuft seit inzwischen fast zwei Jahren regelmäßig Lukas Kälble auf. „Wir ergänzen uns ziemlich gut“, beschreibt Gawanke das Zusammenspiel. „Man merkt einfach, dass er weiß, wann er für mich absichern muss oder andersherum. Wir haben eine sehr gute Chemie auf und neben dem Eis“, fügt der offensivstarke Verteidiger hinzu. Kälble selbst sieht seinen Schwerpunkt dabei bewusst bei der Arbeit in der eigenen Zone. „Ich lege viel Wert darauf, hinten meine Sache gut zu machen“, sagt der gebürtige Mannheimer. Nachdem der Linksschütze zu Saisonbeginn noch verletzungsbedingt ausgefallen war, haben die Adler seit seiner Rückkehr fünf von sechs Partien gewonnen. Einen persönlichen Zusammenhang möchte der 28-Jährige daraus allerdings nicht ableiten: „Das hängt sicher nicht nur von einem Spieler ab. Wir haben insgesamt als Mannschaft strukturierter gespielt und nicht so viele Chancen abgegeben wie davor.“

Geduld gegen Bremerhaven

Genau diese Struktur dürfte am Freitag erneut gefragt sein. Trotz zahlreicher personeller Ausfälle steht Bremerhaven für einen disziplinierten und gut organisierten Spielstil. „Sie spielen immer sehr strukturiert und haben einen guten Goalie“, weiß Kälble. Entsprechend werde Geduld gefragt sein. Auch Gawanke erwartet unabhängig vom verfügbaren Personal einen unangenehmen Gegner: „Egal, wen Bremerhaven in der Aufstellung hat, sie geben niemals klein bei. Wir müssen bereit sein, unser Spiel durchzuziehen und hart zu arbeiten.“

Einfacher dürfte es zwei Tage später nicht werden. Mit Berlin wartet zum Abschluss vor der Pause die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Der Tabellenführer gewann zehn seiner bisherigen zwölf Hauptrundenpartien und hat ligaweit zudem die wenigsten Gegentreffer kassiert. Doch unsere Adler wissen bereits, wie die Hauptstädter zu schlagen sind, fügten sie den Berlinern doch Mitte September eine ihrer bislang zwei Niederlagen zu. Entsprechend groß ist die Motivation bei Gawanke und seinen Teamkollegen, dies zu wiederholen: „Jeder will mit einem Sieg und einem guten Gefühl in die Pause gehen.“

Volles Rahmenprogramm

Zu unserem Heimspiel gegen Bremerhaven wird auf dem Udo-Scholz-Platz bei Eingang A erneut HeliSeven zu Gast sein und den Adler-Hubschrauber präsentieren. Das Spielgerät für die Partie bringt diesmal das BAUHAUS Puckkind aufs Eis. Außerdem begrüßen wir an diesem Tag Bremerhaven-Fan Sven Glaß, der mit seinem Fahrrad zu allen Auswärtsspielen seiner Pinguins reist. Dahinter steckt eine persönliche sowie bewegende Geschichte, die wir entsprechend würdigen werden. Nach der Partie habt ihr bei der Halloweenparty in der Fankneipe Friedrichspark die Möglichkeit, den Abend bei dem einen oder anderen Kaltgetränk ausklingen zu lassen.

Zwei Spiele, zwei anspruchsvolle Gegner und danach erstmal etwas Zeit zum Durchatmen. Bis dahin soll allerdings noch die maximale Punkteausbeute erreicht werden. Dabei bauen wir auch wieder auf unsere Defensive, die einmal mehr nicht nur vor dem eigenen, sondern womöglich auch vor dem gegnerischen Tor in den Mittelpunkt rücken könnte.

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