Hildebrand: „Für einen Torhüter manchmal etwas schwieriger“

Hildebrand: „Für einen Torhüter manchmal etwas schwieriger“

Seit Montag bereiten sich unsere Adler im österreichischen Kitzbühel intensiv auf die neue Spielzeit vor. Mit dabei ist auch Jake Hildebrand, der im Sommer nach Mannheim wechselte und gleich beim ersten Testspiel gegen die Moser Medical Graz99ers am vergangenen Donnerstag das Adler-Trikot trug. Im Interview spricht der 32-jährige Torhüter über seine Eindrücke vom Trainingslager, das Zusammenspiel mit Maximilian Franzreb, die Arbeit mit Torhütertrainer Petri Vehanen und seine Gesangseinlage beim gemeinsamen Hüttenabend.

Jake, wie fällt bislang dein Fazit zum Trainingslager hier in Kitzbühel nach sechs Tagen aus?

Es ist wirklich toll hier. Die Umgebung mit den Bergen ist wunderschön und auch das Hotel gefällt mir sehr gut. Wir trainieren jeden Tag und verbringen auch abseits des Eises viel Zeit miteinander, wobei wir eine Menge Spaß haben. Ein solches Trainingslager ist immer eine gute Gelegenheit, als Mannschaft zusammenzukommen und als Team zu wachsen.

Nebst Eiseinheiten und gemeinsamen Aktivitäten hast du am Donnerstag auch dein erstes Spiel für die Adler absolviert. Wie war es für dich, zum ersten Mal im Adler-Trikot auf dem Eis zu stehen?

Natürlich war ich vor meinem ersten Spiel für die Adler ein bisschen nervös, aber es hat sehr viel Spaß gemacht. Im ersten Drittel hatte ich nicht besonders viele Schüsse zu halten, was für einen Torhüter manchmal sogar etwas schwieriger sein kann. Später wurde es dann etwas mehr. Wir haben im dritten Drittel vier Tore erzielt und am Ende gewonnen. Erstes Spiel, erster Sieg – besser kann man eigentlich nicht starten.

Du sprichst das erste Drittel an, indem du wenig gefordert wurdest. Wie schafft man es als Torhüter, in einem Spiel mental fokussiert zu bleiben, wenn man über einen längeren Zeitraum nur wenig zu tun bekommt?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Fokus aufrechtzuerhalten, auch wenn man gerade keine Schüsse abwehren muss. Wenn wir beispielsweise den Puck haben, versuche ich, das Spiel zu lesen und zu schauen, wo sich die gegnerischen Spieler befinden. Gleichzeitig bleibe ich in meinem Torraum in Bewegung, damit ich mich warmhalte und bereit bin. Schließlich kann der nächste Schuss jederzeit kommen.

Wie ist bislang das Zusammenspiel mit deinem Torhüterkollegen Maximilian Franzreb?

Max ist ein sehr guter Torhüter, aber ein noch besserer Mensch. Wir sprechen jeden Tag miteinander. Natürlich herrscht zwischen uns auch ein gewisser Konkurrenzkampf um das Tor, aber es ist ein guter Konkurrenzkampf, denn eine starke Mannschaft braucht in unserer Liga zwei gute Torhüter. Mit der CHL, dem Spengler Cup und der PENNY DEL haben wir sehr viele Spiele in dieser Saison. Natürlich hofft man immer, dass sich niemand verletzt, aber solche Dinge können im Sport passieren. Deshalb können wir froh sein, über zwei Torhüter zu verfügen, die beide spielen können.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Torhütertrainer Petri Vehanen?

Petri hatte selbst eine sehr erfolgreiche Karriere als Spieler und ist auch ein sehr guter Trainer. Wir hatten bereits im vergangenen Jahr miteinander gesprochen und ich denke, dass wir sehr gut zusammenarbeiten. Wir sprechen jeden Tag über technische Dinge und tauschen uns darüber aus, wie er bestimmte Situationen sieht und wie ich sie wahrgenommen habe. So können wir uns gemeinsam über gewisse Momente und Details austauschen.

Bei einem Trainingslager wächst die gesamte Mannschaft zusammen. Gibt es auch innerhalb eurer Torhütergruppe gemeinsame Aktivitäten, um vielleicht als eigene kleine Gruppe noch enger zusammenzuwachsen?

Wir verbringen ohnehin sehr viel Zeit miteinander, sodass sich vieles ganz natürlich ergibt. Wir gehen beispielsweise gemeinsam zum Mittagessen und sitzen auch bei anderen Gelegenheiten zusammen. Gerade als Torhüter spricht man untereinander viel. Ich glaube deshalb nicht, dass es dafür unbedingt besondere Aktivitäten braucht. Wir sind ohnehin häufig zusammen und dadurch entwickelt sich das Miteinander ganz automatisch.

Beim Mannschaftsabend auf der Hütte gestern hast du als Neuzugang ein Lied gesungen. Welchen Song hast du gewählt, warum gerade diesen?

Ich habe „Livin’ on a Prayer“ von Bon Jovi gesungen. Ich wollte einen Song nehmen, den ich kenne und bei dem die Jungs ein bisschen mitgehen können. Wenn man vor der gesamten Mannschaft singen muss, möchte man schließlich ein Lied auswählen, bei dem eine gute Stimmung entsteht. Eine besondere Bedeutung hat das Lied für mich aber nicht.

Lass uns noch auf das abschließende Spiel morgen gegen Graz schauen. Worauf müsst ihr euch im zweiten Test einstellen?

Ich denke, dass wir am Donnerstag bereits ein ziemlich gutes Spiel gemacht haben. Natürlich gibt es zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung noch einige Dinge, an denen wir arbeiten und die wir verbessern können. Genau darum geht es in diesen Testspielen. Wir wollen die Dinge umsetzen, an denen wir im Training arbeiten, uns weiterentwickeln und Schritt für Schritt auf den Saisonstart vorbereiten. Morgen bietet sich dafür die nächste Gelegenheit.

Zur Statistik »

HOL' DIR DIE ADLER APP

Adler Mannheim App auf dem Smartphone