Ein Meister-Doppel

Ein Meister-Doppel

Der Auftakt ist gemacht. Die ersten beiden Spieltage in der Champions Hockey League sind absolviert und drei Zähler stehen bereits auf unserem Punktekonto im europäischen Wettbewerb. Das zurückliegende Wochenende gegen Växjö und Skellefteå hat gezeigt, welche Qualität in diesem Wettbewerb vorzufinden ist. Nicht minder anspruchsvoll werden unsere Aufgaben an den nächsten beiden Spieltagen. So steht uns am Freitag (20.15 Uhr) mit den Bordeaux Boxers zunächst der amtierende französische Meister gegenüber, ehe wir am Sonntag (14.00 Uhr) auf den aktuellen Schweizer Titelträger aus Fribourg treffen. Ein Meister-Doppel binnen drei Tagen.

Als Jérémie Poirier am vergangenen Freitag nach der Partie gegen Växjö von „glücklosem Momentum“ sprach, meinte er das starke erste Drittel seiner Mannschaft, in dem einzig der Torerfolg ausblieb. Dass sich unsere Adler davon nicht aus der Ruhe bringen ließen und die Partie letztlich mit 3:1 für sich entschieden, war zugleich sinnbildlich für viele positive Ansätze des ersten CHL-Wochenendes. Auch zwei Tage später gegen Skellefteå präsentierten sich unsere Jungs über weite Strecken auf Augenhöhe, mussten sich dem amtierenden schwedischen Meister am Ende jedoch mit 1:3 geschlagen geben. „Natürlich hätten wir gerne beide Spiele gewonnen. Ich denke aber, dass wir zweimal ziemlich gut gespielt haben und viele positive Dinge aus dem Wochenende mitnehmen können“, bilanziert John Gilmour.

Ähnlich positiv fällt das Fazit von Verteidigerkollege Hayden Shaw aus. „Ich denke, es war nach einer langen Vorbereitung ein richtig guter Start für uns. Mir haben unsere ersten beiden Auftritte auf diesem Niveau gut gefallen“, erklärt der gebürtige US-Amerikaner. Gleichzeitig lieferten die ersten 120 Pflichtspielminuten reichlich Anschauungsmaterial, um in dieser Woche weiter an Details zu arbeiten. Eine der wichtigsten Erkenntnisse bringt Gilmour auf den Punkt: „Wir müssen unser Spiel über 60 Minuten durchziehen, weiter hart arbeiten und um jeden Puck kämpfen.“

Zwei Länder, zwei Meister

Viel Zeit, um die Erkenntnisse aus den ersten beiden Partien aufzuarbeiten, bleibt unseren Jungs allerdings nicht. Nach bislang zwei Trainingseinheiten in Mannheim geht es bereits am Donnerstag im Anschluss an eine weitere Einheit im Kraftraum auf Reisen. Erste Station ist Bordeaux. Dort wartet am Freitagabend der amtierende französische Meister auf unsere Adler. Für Gilmour ist ein Duell mit einem französischen Team dabei kein völliges Neuland. Bereits vor knapp drei Jahren traf der Kanadier auf Rouen und weiß daher zumindest ein Stück weit, was ihn erwartet. „Wir haben eine gewisse Vorstellung davon, wie in der französischen Liga gespielt wird. Es wird mit Sicherheit ein sehr intensives Spiel“, blickt der 32-Jährige voraus.

Für Shaw hingegen wird es eine Premiere. Noch nie stand unser Abwehrspieler einem französischen Team gegenüber. Genau solche Erfahrungen machen für ihn aber auch den Reiz der Champions Hockey League aus: „Das wird mein erstes Spiel gegen eine französische Mannschaft und ich freue mich sehr darauf. Ich habe viel Gutes über die Region gehört und bin gespannt, sie kennenzulernen. Es macht einfach Spaß, solche Erfahrungen sammeln zu können.“

Zwei Ausfälle

Nach der Partie in Frankreich geht die Reise direkt weiter in die Schweiz. Dort wartet am Sonntag mit dem HC Fribourg-Gottéron nicht nur der nächste Landesmeister, sondern erneut ein Gegner von internationaler Spitzenklasse. „Wir können uns auf ein hochklassiges Spiel gegen eine absolute Topmannschaft einstellen. Es wird vom Anfang bis zum Ende sehr umkämpft sein und auf die Details ankommen“, erwartet Gilmour. Dabei muss der Kanadier auf die Unterstützung seiner Mannschaftskollegen Lukas Kälble und Maxi Heim verzichten. Während Kälble aufgrund einer Erkrankung die Reise nicht mit antreten kann, fehlt Heim weiterhin angeschlagen. Gerade mit Blick auf das intensive Programm macht sich die Tiefe des Kaders bereits bezahlt, mit der solche Ausfälle entsprechend aufgefangen werden können.

Wer unsere Adler auf ihrer Reise durch West- und Mitteleuropa nicht vor Ort begleiten kann, muss dennoch auf keine Spielminute verzichten. Beide Begegnungen werden im kostenpflichtigen Livestream bei Sporteurope.TV übertragen. Darüber hinaus halten wir euch wie gewohnt über unsere Social-Media-Kanäle sowie im Liveticker auf dem Laufenden. Auch unser Webradio überträgt beide Partien.

Zwei Spiele, zwei Länder und zwei amtierende Meister innerhalb von drei Tagen. Das zweite CHL-Wochenende verlangt unseren Adlern einiges ab und bietet gleichzeitig die nächsten Gelegenheiten, die positiven Ansätze aus dem Auftaktwochenende zu bestätigen und den nächsten Schritt zu gehen. Nach dem schwedischen Doppel zum Start wartet nun also das Meister-Doppel.

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