Teamcheck: Eisbären Berlin
Mit den Eisbären Berlin gastiert am morgigen Sonntag der amtierende Deutsche Meister in der SAP Arena. Die Hauptstädter sicherten sich in der vergangenen Saison zum dritten Mal in Folge den Titel und setzten damit ihre Erfolgsserie der vergangenen Jahre fort. Trotz und auch wegen des erneuten Triumphs gab es über den Sommer auf einigen Schlüsselpositionen Veränderungen. Vor unserem ersten Heimspiel der neuen PENNY DEL Saison werfen wir einen Blick darauf, was sich beim Titelverteidiger getan hat.
Die wohl größte Veränderung fand hinter der Bande statt. Nach sechs Jahren und fünf Meisterschaften verließ Serge Aubin die Eisbären und wechselte zum SC Bern. Seine Nachfolge tritt Éric Dubois an. Der 56-jährige Kanadier arbeitete in der vergangenen Saison als Assistenztrainer beim ERC Ingolstadt und übernimmt in Berlin erstmals die Verantwortung als Cheftrainer eines Profiteams. Zuvor war Dubois unter anderem neun Jahre in der Organisation der Winnipeg Jets tätig. Unterstützt wird er von Dan Lambert.
Auch zwischen den Pfosten präsentiert sich der Titelverteidiger mit einem neuen Gesicht. Sowohl Jake Hildebrand als auch Jonas Stettmer verließen die Hauptstadt. Während Hildebrand bekanntlich fortan das Trikot unserer Adler trägt, wechselte Stettmer zurück zum ERC Ingolstadt. Ersetzt wird das Duo durch Jack LaFontaine und Jonas Neffin. LaFontaine kommt aus Nordamerika und kann neben zahlreichen Einsätzen in der AHL auch auf einen NHL-Einsatz für die Carolina Hurricanes zurückblicken. Neffin wechselte hingegen aus Regensburg in die Hauptstadt. Dort überzeugte der 26-Jährige in der vergangenen DEL2-Saison mit einer Fangquote von 92,8 Prozent und wurde sowohl zum Torhüter als auch zum Spieler des Jahres gewählt. Nachwuchskeeper Lennart Neiße komplettiert das Torhütertrio.
Kontinuität in der Defensive
In der Defensive setzt Berlin hingegen auf Kontinuität. Kapitän Kai Wissmann, Jonas Müller, Eric Mik, Adam Smith, Mitch Reinke, Korbinian Geibel und Moritz Kretzsch gehören weiterhin zum Aufgebot. Einzig Markus Niemeläinen ist nicht mehr dabei, nachdem sein Vertrag im August vorzeitig aufgelöst wurde. Darauf reagierten die Verantwortlichen mit der Verpflichtung des defensivstarken Brandon Davidson. Der 35-jährige Kanadier kommt auf 183 NHL-Partien und stand zuletzt für den tschechischen Club HC Kometa Brno auf dem Eis.
Auch im Angriff ist der Großteil der Meistermannschaft zusammengeblieben. Mit Liam Kirk, dem zuletzt noch angeschlagenen Frederik Tiffels, Leonhard Pföderl, Ty Ronning und Andreas Eder stehen die fünf besten Punktesammler der vergangenen Saison weiterhin im Kader. Kirk führte die interne Scorerliste mit 71 Punkten in 69 Partien an und war mit 41 Treffern zugleich der mit Abstand erfolgreichste Torschütze der Hauptstädter.
Prominenter Abgang
Einen prominenten Abgang mussten die Eisbären dennoch verkraften. Nach zwölf Jahren in Berlin verließ Marcel Noebels den Club und schloss sich den Kölner Haien an. Wieder zurück in der Hauptstadt ist dafür Gabriel Fontaine. Der Kanadier wurde bereits 2025 mit den Eisbären Deutscher Meister und wechselte anschließend für eine Saison nach München. Mit Rihards Griva, Tobias Krestan und Noel Saffran kamen zudem drei junge Angreifer hinzu. Griva und Saffran sind in Mannheim keine Unbekannten. Beide gewannen mit unseren Jungadlern die deutsche Nachwuchsmeisterschaft.
Zum Auftakt der Champions Hockey League mussten sich die Eisbären bei Genève-Servette mit 2:6 geschlagen geben. Zwei Tage später folgte beim HC Davos eine weitere deutliche 2:8-Niederlage. Vor heimischer Kulisse fanden die Berliner anschließend allerdings in die Erfolgsspur. Gegen die Graz99ers gelang ein 4:1-Erfolg, ehe auch der dänische Meister Herning Blue Fox mit 2:1 bezwungen wurde. Somit stehen nach vier CHL-Partien sechs Punkte auf dem Konto. Auch der Start in die neue PENNY DEL Saison ist geglückt. Am Donnerstag gewannen die Berliner das Saisoneröffnungsspiel gegen die Straubing Tigers mit 4:2.