23.12.2016

Der nächste Gegner: Iserlohn Roosters

Der nächste Gegner: Iserlohn Roosters

Nach vier Jahren, in denen es fast konstant bergauf ging, ist in der aktuellen Saison bei den Iserlohn Roosters noch ordentlich Sand im Getriebe. Die Situation ist nicht dramatisch, mit Tabellenplatz elf halten sich die Sauerländer noch alle Möglichkeiten offen. Doch in einigen Bereichen läuft bisher noch recht wenig zusammen.

Erst zwei Siege hat die Mannschaft von Trainer Jari Pasanen in den zehn Auswärtsspielen eingefahren - eine Bilanz, die zu verkraften wäre, wenn die Truppe vor dem stimmungsgewaltigen Publikum am Seilersee die gewohnte Durchschlagskraft an den Tag legen würde. Doch auf eigenem Eis startete die Mannschaft erst mit drei Niederlagen in Serie in die Saison, bevor fünf Heimsiege in Folge gefeiert werden konnten. Aber selbst bei den Heimsiegen wurde die aktuelle Schwäche offensichtlich: die fehlende Treffsicherheit.

In nur zwei der fünf Heimsiege gelangen den Iserlohnern mehr als zwei Tore, keine andere Mannschaft der DEL hat bislang weniger als die 41 Tore aus den ersten 19 Spielen erzielt. Louie Caporusso, in der vergangenen Saison immerhin Topscorer des Vorrundendritten, fehlte einige Wochen verletzungsbedingt, hatte in seinen ersten acht Einsätzen noch keinen einzigen Scorerpunkt erzielt. Erst am Freitag beim Auswärtsspiel in Berlin erzielte der Kanadier seine ersten beiden Saisontore. Auch der 25-jährige Marko Friedrich, der in der Saison 2014/15 als Shootingstar in der Mannschaft auftrumpfte und vor fast genau zwei Jahren gegen die Adler auch sein zweites DEL-Tor erzielte, verbuchte am Freitag seinen ersten Assist der Saison.

Und schließlich ist da Ashton Rome, den Manager Karsten Mende sicherlich auch fest als Leistungsträger in der Offensive eingeplant hatte, der aber nach drei Treffern aus neun Spielen aus internen Gründen nicht mehr eingesetzt wurde. Bei der 1:5-Niederlage in Mannheim vor einem Monat stand er zuletzt im Kader der Roosters.

Ex-Juniorenweltmeister soll den Sturm beflügeln

Die Lücke füllen soll Matt Halischuk. Der Kanadier wurde Anfang November verpflichtet, erzielte gleich im ersten Spiel gegen sein erstes Tor und wird gegen die Adler seinen fünften DEL-Einsatz absolvieren. Der 30-Jährige kann immerhin auf fast 300 Spiele in der National Hockey League verweisen und war vor fünf Jahren auf dem Höhepunkt seiner Karriere, als er für die Nashville Predators in 75 Vorrundenspielen auf 28 Scorerpunkte kam. 2007 wurde er zudem an der Seite von Superstars wie Steven Stamkos, John Tavares und Claude Giroux Juniorenweltmeister mit Kanada.

Augen auf... Blaine Down! Nach zwei eher durchwachsenen Spielzeiten in Straubing kann der 34 Jahre alte Kanadier wieder an seine Leistungen vergangener Jahre anknüpfen. Mit 14 Punkten aus seinen ersten 18 Saisoneinsätzen ist der nur 1.78m große Stürmer, der mit den ZSC Lions aus Zürich schon die Champions League und den Victoria Cup gewann, derzeit bester Scorer der Roosters und damit einer der wenigen Lichtblicke in der Offensive.

Fakt: Die Adler sind in der laufenden Spielzeit die zweitbeste Mannschaft der DEL am Bullypunkt. 55,0% der Bullys haben die Adler für sich entschieden, die Roosters liegen mit einer Quote von 48,02% im hinteren Drittel dieser Wertung.

DEL-Bilanz der Adler gegen die Roosters seit 1994: 66 Spiele, 35 Siege, 31 Niederlagen, 206:185 Tore

DEL-Bilanz der Adler gegen die Roosters 2015/16: 3 Siege aus 4 Spielen, 13:11 Tore

Die bisherigen Spiele der Adler gegen die Roosters in der laufenden Saison: 5:1 (H), 2:1 (A)

Adler Mannheim - Iserlohn Roosters
Freitag, 23.12.2016, 19.30 Uhr
SAP Arena, Mannheim

Das Spiel wird live im Webradio, bei „Radio Regenbogen 2“ on Air sowie im Livestream der Telekom übertragen. Zudem gibt es aktuelle Infos im Liveticker in der Adler-App.

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