07.01.2017

Kälte, Schneefall und ein 7:3 beim Winter Game

Minusgrade, Schneefall und ein 7:3-Sieg beim Wintergame

25.022 Zuschauer in der Sinsheimer WIRSOL Rhein-Neckar-Arena sahen zehn Tore und feierten bei klirrender Kälte und Schneetreiben ein tolles Eishockeyfest. Mit 7:3 gewannen die Adler das DEL Winter Game 2017 gegen die Schwenninger Wild Wings. Die Schwarzwälder konnten das Match bis Mitte des zweiten Drittels noch ausgeglichen gestalten, doch nach Matthias Plachtas Ausgleichstreffer zum 2:2 spielten die Adler ihre Überlegenheit aus und sicherten sich verdient drei Punkte.

Will Acton eröffnete das Match mit der ersten guten Chance für die Wild Wings und forderte Dennis Endras zur ersten Parade. Auf der anderen Seite hatte Brent Raedeke die erste Mannheimer Torchance und traf prompt zum 1:0 (6. Minute). Das Team von Trainer Pat Cortina antwortete mit einer kurzen Druckphase, dann übernahmen die Adler wieder die Initiative. Jamie Tardif nahm die Scheibe nach David Wolfs Vorarbeit direkt, scheiterte aber an Schwenningens Keeper Joey MacDonald (11.). Kurz darauf traf Marcus Kink den Pfosten und David Wolf brachte die Scheibe nicht an MacDonald vorbei ins Tor (14.). Beim ersten Überzahlspiel der Partie scheiterten Will Acton und Daniel Schmölz, doch letztlich verwertete Acton seine zweite Chance zum Ausgleich (17.).

Adler drehen schnelle Führung der Wild Wings

Der Topscorer der Schwenninger brachte seine Mannschaft zu Beginn des zweiten Abschnitts sogar in Führung, stachelte damit aber die Blau-Weiß-Roten an: Brent Raedeke, Nikolai Goc (beide 22.), Ronny Arendt und Jamie Tardif (beide 24.) prüften MacDonald, Denis Reul traf nur den Pfosten (28.). Erst im Powerplay landete die Scheibe nach Matthias Plachtas Direktabnahme zum verdienten 2:2 im Netz (30.). Keine zwei Minuten später verwandelte Luke Adam den Abpraller nach Marcel Gocs Schuss zum 3:2, kurz darauf erhöhte Chad Kolarik sogar auf 4:2, als er MacDonald von hinten anschoss und die Scheibe über die Torlinie kullerte (34.). Jerome Samsons Anschlusstreffer zum 3:4 nährte noch einmal die Hoffnungen der Schwenninger. Die stimmungsvolle Fankurve der Schwarzwälder feierte die folgende Druckphase ihrer Mannschaft, doch der Ausgleichstreffer blieb Fans und Mannschaft versagt.

Die Partie verlief in den ersten Minuten des letzten Drittels zunächst mit wenigen Höhepunkten, die Fanlager auf beiden Seiten trotzten dem kalten Winterwetter mit lautstarken Einlagen und lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe. Auf dem Eis hätte es Will Acton noch einmal spannend machen können (49., Überzahl), doch Dennis Endras hielt die Führung in seinem ersten Einsatz nach überstandener Verletzungspause fest.

Raedeke, Plachta und Kink machen den Sack zu

Auf der anderen Seite konnte sich Chad Kolarik über seinen zweiten Treffer freuen, als sein Pass von einem Verteidiger abgefälscht zur 5:3-Führung ins Tor flog. Und Brent Raedeke hätte dreieinhalb Minuten vor Schluss mehr als nur einen Assist verdient gehabt, als er die Schwenninger Verteidigung geschickt alleine überspielte. Seinen Rückpass verwandelte Matthias Plachta zur Entscheidung für die Adler (6:3, 57.). Als Pat Cortina in Überzahl seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, hatte Marcus Kink das Glück, dass sein Schläger vor dem leeren Tor erst zerbrach, als die Scheibe schon auf dem Weg in das verlassene Tor war (7:3, 59.).

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