Teamcheck: KooKoo Kouvola
Zum Abschluss der Ligaphase der Champions Hockey League reisen unsere Adler nach Finnland. Dort wartet am morgigen Dienstag mit KooKoo Kouvola der amtierende finnische Vizemeister auf unsere Mannschaft. Vor unserem letzten Vorrundenspiel werfen wir einen genaueren Blick auf unseren kommenden Gegner.
Die vergangene Saison war für KooKoo die erfolgreichste der bisherigen Clubgeschichte. Mit 115 Punkten aus 60 Partien belegten die Finnen hinter Tappara Tampere den zweiten Tabellenplatz der Liiga. Auch in den anschließenden Playoffs setzten die Finnen ihren Erfolgslauf fort und erreichten erstmals das Finale um die finnische Meisterschaft. Dort musste sich die Mannschaft allerdings Tappara geschlagen geben.
Verantwortlich für diesen historischen Erfolg war Cheftrainer Jouko Myrrä. Dem Finnen und seiner Mannschaft gelang es jedoch nicht, an diese Leistungen in der laufenden Spielzeit anzuknüpfen. Nach einem schwachen Saisonstart mit zehn Niederlagen aus ebenso vielen Spielen im nationalen Spielbetrieb zogen die Verantwortlichen am vergangenen Mittwoch die Konsequenzen und trennten sich von Myrrä sowie seinem Assistenten Tuukka Poikonen. Bis zum Saisonende übernimmt Kai Suikkanen, einst in Augsburg tätig, das Amt des Cheftrainers. Ihm steht künftig Marko Virtanen zur Seite.
Veränderungen zwischen den Pfosten
Nach dem Abgang von Juha Jatkola, der bekanntlich nun für die Krefeld Pinguine das Tor hütet, bestand auf der Torhüterposition Handlungsbedarf. So sicherte sich KooKoo die Dienste von Jasper Patrikainen, der zuvor beim slowakischen Club HK Nitra unter Vertrag stand. Weiterhin zum Aufgebot gehört dagegen Eetu Randelin. Der Finne war in der vergangenen Hauptrunde mit einer Fangquote von 90,8 Prozent ein verlässlicher Rückhalt. In den anschließenden Playoffs kam Randelin sogar auf eine Fangquote von 93,5 Prozent. Mit Niclas Westerholm verpflichtete KooKoo jüngst einen weiteren Schlussmann.
Auch ein großer Teil der Defensive stellt sich bei den Südfinnen neu auf. Jimi Suomi, punktbester Verteidiger der vergangenen Saison, wechselte zu den Växjö Lakers nach Schweden. Der 23-Jährige sammelte in 71 Saisonspielen 15 Tore und 29 Vorlagen. Auch Kalle Loponen und Jesper Ahlroth tragen nicht mehr das Trikot der Kouvolaer. Die vakanten Positionen sollen unter anderem Arttu Pelli und Aleksi Pakaslahti füllen. Pelli kehrte von Ilves Tampere zu seinem Ausbildungsclub zurück, während Pakaslahti aus der zweiten finnischen Liga von Kiekko-Vantaa verpflichtet wurde. Mit Niilo Romppanen stieß Ende September zudem ein weiterer Verteidiger zum Team. Zum bekannten Personal gehören weiterhin Kim Nousiainen, Joseph Berger, Jiri Pärssinen, Ari Gröndahl und Ville Puhakka.
Offensive weitgehend zusammengeblieben
Im Angriff hielten die Verantwortlichen hingegen einen Großteil der Leistungsträger zusammen. Mit Ville Meskanen blieb der punktbeste Spieler der vergangenen Saison erhalten. Der Finne erzielte in 69 Partien 28 Treffer und bereitete 31 weitere Tore vor. Ebenfalls weiterhin für KooKoo auf Torejagd gehen Miska Siikonen, Veeti Miettinen, Robert Rooba, Vilmos Galló und Marcus Davidsson. Besonders Miettinen machte in der vergangenen Spielzeit mit 35 Toren auf sich aufmerksam und war damit der erfolgreichste Torschütze seiner Mannschaft. Seit dieser Saison spielt er gemeinsam mit seinem Bruder Verner, der neu zum Team gestoßen ist.
Nicht mehr dabei sind dagegen Otto Paajanen, zuletzt Kapitän der Nordeuropäer, und Joonas Oden. Diese Abgänge sollen unter anderem Axel Holmström und Matti Butkovskiy auffangen. Der 29-jährige Schwede Holmström kam vom tschechischen Club HC Litvínov nach Kouvola und bringt Erfahrung aus der SHL sowie der AHL mit. Butkovskiy lief zuvor für Jukurit auf.
Zwei unterschiedliche Gesichter
Nach zwölf Partien steht KooKoo mit lediglich vier Punkten auf dem letzten Tabellenplatz der heimischen Liiga. In der Champions Hockey League zeigte der finnische Vizemeister dagegen ein anderes Gesicht. Die Auswärtspartien in Herning (5:2) und Klagenfurt (5:3) wurden gewonnen. Bei der Niederlage nach Verlängerung in Göteborg gegen den amtierenden CHL-Sieger Frölunda nahm KooKoo zumindest einen Punkt mit. In den Heimspielen gegen HK Nitra (1:4) und Dynamo Pardubice (3:6) gab es hingegen nichts zu holen. Somit steht KooKoo nach fünf CHL-Partien bei sieben Punkten und darf vor dem abschließenden Duell mit unseren Adlern weiterhin auf den Einzug ins Achtelfinale hoffen.