Teamcheck: Schwenninger Wild Wings

Am morgigen Sonntag empfangen unsere Adler die Schwenninger Wild Wings in der SAP Arena. Die Mannschaft aus dem Schwarzwald erreichte in der vergangenen Saison das Playoff-Viertelfinale, erwischte in der neuen Spielzeit bislang allerdings einen schwierigen Start. Vor dem baden-württembergischen Landesduell werfen wir einen Blick darauf, was sich bei den Wild Wings im Sommer getan hat.

An der Bande setzt der Club weiterhin auf Cheftrainer Steve Walker. Der Kanadier wird dabei neuerdings von Craig Streu unterstützt. Auch beim spielenden Personal kam es zu Veränderungen. Den neun Abgängen stehen zehn Neuzugänge gegenüber.

Einer davon ist Simon Wolf, der vom EHC Red Bull München in den Schwarzwald gewechselt ist. Der junge Schlussmann soll in Schwenningen den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen. Stammtorhüter Joacim Eriksson hat seinen Vertrag indes vorzeitig verlängert. Nicht mehr zum Aufgebot gehört hingegen Michael Bitzer, der nun in Memmingen das Tor hütet.

Zwei Karriereenden

Während Eric Martinsson, Alex Trivellato, Dominik Bittner, Will Weber, Arkadiusz Dziambor, Niklas Hübner und Niclas Hempel weiterhin zum bekannten Personal gehören, beendeten mit Thomas Larkin und Ben Marshall gleich zwei erfahrene Verteidiger ihre aktiven Karrieren. Larkin führte die Mannschaft zuletzt als Kapitän aufs Eis.

Ersatz fanden die Neckarstädter unter anderem in Alex Peters und Bode Wilde. Peters wechselte vom finnischen Erstligisten Lukko Rauma nach Schwenningen, während Wilde zuvor bei den Kassel Huskies in der DEL2 unter Vertrag stand. Für Verstärkung soll auch Thomas Schemitsch sorgen. Der Kanadier kam aus Augsburg und war dort zuletzt mit fünf Toren und 28 Vorlagen in 52 Hauptrundenpartien der punktbeste Verteidiger des Teams.

Eine Ära geht zu Ende

Einer der bedeutendsten Abgänge betrifft die Spink-Zwillinge. Nach sechs gemeinsamen Jahren im Trikot der Wild Wings verließen Tyson und Tylor Spink den Club und schlossen sich den Dresdner Eislöwen an. Beide gehörten auch in der vergangenen Spielzeit zu den erfolgreichsten Scorern der Schwenninger und steuerten zusammen 61 Scorerpunkte bei. Felix Maegaard Scheel, der inzwischen für die Augsburger Panther aufläuft, sowie Tim Gettinger und Danny O‘Regan stehen ebenfalls nicht mehr im Aufgebot der Wild Wings.

Erhalten geblieben sind dagegen Kyle Platzer und Alexander Karachun. Platzer führte die interne Scorerliste der vergangenen Hauptrunde mit neun Toren und 28 Vorlagen an, Karachun war mit 21 Treffern der erfolgreichste Torschütze der Mannschaft. Ebenfalls für die Wild Wings weiterhin auf Torejagd gehen die deutschen Angreifer Mirko Höfflin, Phil Hungerecker, Sebastian Uvira, Boaz Bassen, Håkon Hänelt und Philip Feist.

Schwieriger Start in die neue Saison

Um die entstandenen Lücken zu schließen, verpflichteten die Verantwortlichen mehrere neue Angreifer. Mit Eric Cornel wechselte ein erfahrener Stürmer vom Ligakonkurrenten aus Iserlohn nach Schwenningen. Austin Ortega kam von Absteiger Dresden, während Curtis Valk zuletzt beim Schweizer Erstligisten HC Lugano unter Vertrag stand. Mit Reed Lebster aus Nordamerika und Vadim Schreiner aus München stießen zwei weitere Offensivkräfte zum Team.

Der Auftakt in die PENNY DEL Saison 2026/27 verlief für die Wild Wings bislang nicht nach Wunsch. Nach neun Partien stehen lediglich sechs Punkte auf dem Konto der Schwenninger, die damit aktuell den letzten Tabellenplatz belegen. Aus den ersten sechs Partien gewannen die Jungs vom Neckarursprung lediglich eine nach Verlängerung in Wolfsburg. Den zweiten Saisonsieg feierten die Wild Wings mit einem 4:1-Auswärtserfolg bei den Kölner Haien. Vor Wochenfrist folgte allerdings eine knappe 3:4-Heimniederlage gegen den EHC Red Bull München. Im Heimspiel am gestrigen Freitagabend unterlag Schwenningen dem ERC Ingolstadt mit 3:4 nach Verlängerung, nachdem die Gastgeber zwischenzeitlich mit 0:3 zurückgelegen hatten.

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