Teamcheck: Iserlohn Roosters

Teamcheck: Iserlohn Roosters

Sechs Testspiele, drei Siege, drei Niederlagen, nicht Fisch, nicht Fleisch – ebenso wie die diesjährige Vorbereitung der Iserlohn Roosters war auch die vergangene Spielzeit der Sauerländer. Nach schwierigem Start in der PENNY DEL fand das Team ab Ende November zusammen und versuchte bis zum Schluss, auf einen Playoff-Platz zu springen. Letztlich aber ohne Erfolg. In der neuen Saison sollte der Start besser gelingen, allerdings kämpfen die Sauerländer abermals mit Anlaufschwierigkeiten.

An Cheftrainer Stefan Nyman und damit an der identischen taktischen Ausrichtung wurde festgehalten, um in diesem Bereich Kontinuität zu erzeugen. Beim spielenden Personal allerdings fiel der Umbruch gewaltig aus. Rund die Hälfte des Teams wurde ausgetauscht. Keinen Handlungsbedarf sahen die Verantwortlichen allerdings auf der Torhüterposition. Die Schlussmänner Andreas Jenike und Hendrik Hane zeigten sich mit Fangquoten um die 90 Prozent überaus solide.

Die Verteidigung hat indes fast ein komplett neues Gesicht. Mit Robin Norell und dem offensivstarken deutschen Nationalspieler Colin Ugbekile blieben nur zwei gestandene Defender, ergänzt durch den U23-Akteur Lua Niehus. Neu sind Emil Johansson, der die Liga schon aus den vergangenen Jahren kennt, sowie Mac Hollowell. Der 28 Jahre alte Kanadier kommt mit der Empfehlung von 67 KHL-Partien in der zurückliegenden Spielzeit, auch sechs NHL-Begegnungen stehen in seiner Vita. Peter Spornberger soll indes für mehr Stabilität in der Defensive sorgen.

Offensiv noch mit Problemen

Im Angriff fiel der Adlerlass ebenfalls beachtlich aus. Interner Topscorer der letztjährigen Saison war Daniel Fischbuch. Ihn zog es nach Köln, während der drittbeste Punktesammler Eric Cornel nach Schwenningen wechselte. Der erfahrene Justin Scott, die vergangenen drei Jahre in Straubing aktiv, soll gemeinsam mit Peter Quenneville, der bereits Erfahrungen in Dänemark, Tschechien, Norwegen, Finnland und in der DEL2 gesammelt hat, das Team anführen. Hohe Erwartungen liegen auch auf Julian Napravnik, der schon in der abgelaufenen Saison mit 31 Punkten aus 49 Partien an seine Leistung in Frankfurt anknüpfen konnte.

Mit Ex-Nürnberger Cole Maier, dem jungen Johannes Krauß aus Ingolstadt und Dennis Lobach aus Frankfurt soll die Last des Toreschießens auf mehrere Schultern verteilt werden. „Ich von uns selbst keine Wunderdinge erwarte, sondern, dass wir darauf aufbauen, was wir letzte Saison begonnen haben, und dass jeder vielleicht noch ein bisschen zulegt“, betonte Sportdirektor Franz Fritzmeier allerding gegenüber der Eishockey NEWS.

Auch weil Christian Thomas, mit 21 Treffern noch Toptorschütze der Roosters der zurückliegenden Spielzeit, bislang noch ohne Torerfolg ist, läuft es bislang aber auch noch nicht rund beim IEC. Nur ein Punkt aus den ersten vier Begegnungen bedeuten den letzten Platz in einer noch nicht sonderlich aussagekräftigen Tabelle. Allerdings gingen drei Partien mit jeweils nur einem Treffer Unterschied verloren.

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