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Ein Blick auf Europa: Fribourg-Gottéron

Drei Heimspiele, drei Auswärtsfahrten, sechs unterschiedliche Gegner: So lautet auch in diesem Jahr der Modus der Vorrunde in der Champions Hockey League. Für unsere Adler geht es dabei unter anderem in die Schweiz – genauer gesagt zu Fribourg-Gottéron. In unserer Rubrik „Ein Blick auf Europa“ schauen wir uns den Schweizer Meister etwas genauer an.

Fribourg im Üechtland liegt an der Saane beziehungsweise Sarine und zählt zu den größeren Städten der Westschweiz. Fribourg ist Hauptstadt des gleichnamigen Kantons und bekannt für ihre mittelalterliche Altstadt, ihre Brücken sowie die Kathedrale St. Nikolaus. Fribourg hat zwar nur 40.000 Einwohner, nimmt aber als Bildungs-, Verwaltungs- und Kulturstandort eine wichtige Rolle in der Region ein. Der Eishockeysport ist in Fribourg eng mit dem Gottéron-Tal verbunden. Der Name geht auf einen Bach zurück, der im Stadtteil Auge in die Sarine mündet. Zunächst noch als HC Gottéron bekannt, trägt der Club seit 1980 – dem Jahr des Aufstiegs in die höchste Schweizer Spielklasse – den Namen HC Fribourg-Gottéron.

Über viele Jahre haftete den Drachen der Ruf eines leidenschaftlichen, aber häufig unvollendeten Traditionsclubs an. In den 46 Jahren seit dem Aufstieg in die höchste Schweizer Liga erreichte Fribourg mehrfach die Finalrunde, darunter die Finaltrilogie von 1992 bis 1994, musste sich aber jedes Mal geschlagen geben. Doch in der zurückliegenden Spielzeit fand die lange Leidenszeit auf höchstdramatische Art und Weise ihr positives Ende. In einer spannenden Finalserie gegen Rekordmeister HC Davos fiel die Entscheidung erst in Spiel sieben, als Lucas Wallmark in der Verlängerung zum vielumjubelten 3:2 traf. Ganz ohne Titel blieben die Drachen in der Zeit vor der ersten Meisterschaft allerdings nicht. Der Gewinn des Spengler Cups 2024 im Finale gegen die Straubing Tigers dürfte dem einen oder anderen noch im Gedächtnis sein. Apropos Spengler Cup: Der bislang einzige Vergleich unserer Adler mit den Schweizern datiert aus dem Jahr 2012. Beim ältesten internationalen Eishockeyturnier der Welt gewann Fribourg im Viertelfinale mit 5:2.

Diverse Verbindungen

Doch diese Partie ist nicht die einzige Verbindung zwischen unserem Club und den Westschweizern. So war der norwegische Verteidiger Anders Myrvold in der Saison 2002/03 für die Adler aktiv, nachdem er zuvor für Fribourg in der Schweiz gespielt hatte. Während die NHL in der Saison 2004/05 wegen eines Lockouts ihren Spielbetrieb unterbrach, hütete der damalige Goalie der Los Angeles Kings, Cristobal Huet, das Tor unserer Adler. Später wechselte er in die Schweiz und spielte von 2010 bis 2012 für den HC Fribourg-Gottéron. Auch zwei Angreifer trugen das Trikot beider Vereine: Zur Saison 2013/14 wechselte der Kanadier Simon Gamache aus Fribourg nach Mannheim, während Linden Vey nach seinem Engagement bei den Adlern über Osmk in Fribourg landete.

Ihre Heimspiele tragen die Drachen indes in der hochmodernen BCF Arena aus, die jüngst auch Schauplatz der Weltmeisterschaft 2026 war und Platz für 9.344 Zuschauer bietet. Die Begeisterung der Fans für diesen Sport und ihren Verein lässt sich leicht in Zahlen ausdrücken: So war die Arena in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils zu 100 Prozent ausgelastet – dies bedeutete den vierthöchsten Zuschauerschnitt in der NLA.

Fribourg-Gottéron ist nicht nur amtierender Schweizer Meister, sondern auch ein Gegner mit reichlich internationaler Erfahrung und einem Kader, der jede Menge Qualität besitzt. Für unsere Jungs wird das Duell zu einem echten Gradmesser.

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