13 Gegner – 13 Fakten

Am Freitag geht sie für unsere Adler endlich los, die PENNY DEL Saison 2026/27. Wie vor jeder neuen Spielzeit ist die Gefühlslage eine Mischung aus Respekt, Anspannung und Vorfreude. Wer zündet am schnellsten? Wer hat Anlaufschwierigkeiten? Gibt es frühe Überraschungen? Und welche Geschichten wird diese Spielzeit schreiben? Jeder Start birgt Ungewissheit. Und dennoch gibt es bereits Fakten zu jedem unserer Gegner. Hier ein Überblick zu besonderen Tatsachen der 13 Kontrahenten.

Augsburg: Geschichtsträchtige Ereignisse

Beim Heimspiel gegen unsere Adler am 16. Oktober erhält Publikumsliebling T. J. Trevelyan einen dauerhaften Platz unter dem Dach des Curt-Frenzel-Stadions. Nach Paul Ambros’ Nummer 5 und Duanne Moesers Nummer 7 wird die 24 die dritte Rückennummer sein, die in Augsburg nicht mehr vergeben wird. Apropos Curt-Frenzel-Stadion: Im CFS fiel auch das erste Tor der DEL-Geschichte. Sergej Schendelev traf am 15. September 1994 nach 04:15 Minuten für die Mad Dogs München.

Nürnberg: Jede Menge Torgefahr

Für besondere Tore ist auch Nürnbergs zurzeit noch angeschlagener neuer Stürmer William Dufour bekannt. Mit einem Viererpack schoss er die Saint John Sea Dogs beim Memorial Cup 2022 gegen Shawinigan ins Finale. Doch beim 5:3-Erfolg steuerte damals auch ein gewisser Jérémie Poirier einen Treffer bei, der heute für Mannheim verteidigt. Später gewannen die Sea Dogs den Titel und Dufour wurde zum wertvollsten Spieler der Saison gewählt. Einer, der also weiß, wo das Tor steht.

München: Mit Gretzky in einer Rekordliste

Und wenn es um Tore geht: Tobias Rieder stellte mit drei Unterzahltreffern in den NHL-Playoffs 2020 einen Rekord ein, den er sich unter anderem mit Wayne Gretzky teilt. Mehr Tore in Unterzahl gelangen bis heute keinem Spieler innerhalb einer K.-o.-Runde. Schon 2014 hatte Rieder, damals im Trikot der Arizona Coyotes, innerhalb von 58 Sekunden gleich zweimal in Unterzahl getroffen – ausgerechnet gegen die Oilers, die ihn einst gedraftet hatten. 

Schwenninger Wild Wings: Ein Top-Draftpick an der Bande

„Draft“ ist ein gutes Stichwort. Schwenningens neuer Assistenztrainer Jack Skille wurde 2005 von den Chicago Blackhawks an siebter Stelle ausgewählt und absolvierte später 374 NHL-Spiele. Auch die DEL kennt der neue Assistent von Steve Walker aus Spielerperspektive: In der Saison 2019/20 stand er für Nürnberg auf dem Eis. Jetzt kehrt er in neuer Funktion in die Liga zurück.

Frankfurt: Zwischen zwei Sport-Welten

Neu in der DEL ist hingegen Frankfurts Brandon Biro. Die Eltern des Kanadiers spielten beide College-Fußball, sein Vater sogar ein Jahr als Profi. Der neue Löwen-Stürmer betrieb zunächst beide Sportarten, wobei sein Vater ihn für den talentierteren Fußballer hielt. Doch mit ungefähr 14 Jahren entschied sich der Junior fürs Eishockey. Fußball habe ihm gefallen, Eishockey habe er geliebt, erklärte einst sein Vater. 

Kölner Haie: Die Rekordsaison eines Urgesteins

Die Liebe zu diesem Sport verspürt auch Moritz Müller, der nun in seine 24. Saison in der PENNY DEL geht – alle davon im Trikot der Kölner Haie. Kein Akteur hat mehr Spielzeiten in dieser Liga absolviert. Bleibt der Kapitän der Haie verletzungsfrei, wird er sogar noch in dieser Runde Mirko Lüdemann als DEL-Rekordspieler ablösen.  

Straubing: WM-Silber auf Rollen

Stephan Daschner gewann 2012 eine WM-Silbermedaille – allerdings im Inlinehockey. Bei der Heim-WM in Ingolstadt erreichte er mit Deutschland das Finale gegen Kanada. Zwar ging das Endspiel mit 5:9 verloren, doch Silber bei dieser Weltmeisterschaft zählt zu den bislang größten Erfolgen der deutschen Inlinehockey-Nationalmannschaft.

Fischtown Pinguins Bremerhaven: Zurück zu den Wurzeln

Während Daschner die Silbermedaille ausgerechnet in seiner Geburtsstadt Ingolstadt gewann, kehrt Parker Tuomie mit seinem Wechsel von Köln nach Bremerhaven ebenfalls zurück in seine Heimat. Der Angreifer wuchs an der Nordeseeküste auf und spielte im Nachwuchs der Pinguins. Schon sein Vater Tray prägte den REV. Er lief von 1999 bis 2003 für Fischtown auf und führte das Team als Kapitän zur Zweitliga-Meisterschaft. Nun setzt der Sohn die Familiengeschichte fort. 

Iserlohn Roosters: Eine historische Vater-Sohn-Marke

Eine besondere Familiengeschichte bringt auch Iserlohns Angreifer Christian Thomas mit. Sowohl ihm als auch seinem Vater gelangen in einer OHL-Saison jeweils 50 Tore oder mehr. Damit sicherten sich beide einen Platz in den Geschichtsbüchern. 

ERC Ingolstadt: Die Rückkehr eines Pioniers

Auch Jonas Stettmer schrieb schon als Nachwuchsspieler Geschichte. Im März 2020 war er der erste im eigenen Nachwuchs ausgebildete Spieler, der für den ERC Ingolstadt in der DEL auflief. In der zurückliegenden Spielzeit wurde Stettmer zum MVP der Finalserie gekürt. Mit nun drei Meistertiteln im Gepäck kehrt der mittlerweile 24-Jährige an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Berlin: Ein echtes Playoff-Monster

Die angesprochenen Hauptstädter konnten sich in den vergangenen Jahren auch auf Leonhard Pföderls Treffsicherheit verlassen. Im zweiten Finalspiel der vergangenen Saison erzielte der inzwischen 33-Jährige sein 50. Playoff-Tor. Damit wurde er zum ersten Spieler der Ligageschichte, der diese Marke erreichte.

Krefeld Pinguine: Zwei-Punkte-Spiel der etwas anderen Art

Bis dato Unerreichtes gelang auch Krefelds neuem Schlussmann Juha Jatkola. Der Torhüter schrieb am 06. Januar 2024 finnische Ligageschichte, als er beim 5:1-Erfolg seines damaligen Clubs KalPa gegen HPK zunächst das 4:1 vorbereitete und kurz darauf selbst ins verwaiste Tor des Gegners traf.  Damit war Jatkola der erste Torhüter der finnischen Liiga, der in einer Partie einen Treffer sowie einen Assist verbuchte. 

Wolfsburg: Machacek schon früh eine Führungsfigur

Für einen Angreifer wie Spencer Machacek sind Zwei-Punkte-Spiele dieser Art weniger ungewöhnlich. Dass er neben Scorerpunkten auch Führungsqualitäten einbringen kann, zeigte sich schon früh in seiner Karriere. Bei den Vancouver Giants war 2007 zunächst Milan Lucic als neuer Kapitän vorgesehen. Doch der damals 19-Jährige schaffte den Sprung in den NHL-Kader der Boston Bruins. Das „C“ ging daraufhin an Machacek. Damit übernahm er das Amt, das zuvor Brett Festerling – der Zwillingsbruder von Ex-Adler Garrett Festerling – innehatte. 

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