Rede und Antwort

Wie vor jeder neuen Saison fand auch an diesem Dienstagvormittag die jährliche Auftaktpressekonferenz statt. Vor den zahlreich anwesenden Journalisten standen neben Geschäftsführer Matthias Binder auch Sportmanager und Cheftrainer Dallas Eakins sowie Kapitän Marc Michaelis Rede und Antwort. Neben Themen wie den bisher abgesetzten Dauerkarten, der neu eingeführten Adler-Hymne standen dabei natürlich auch zahlreiche sportliche Fragen im Mittelpunkt.

„Wir konnten in den vergangenen Jahren ein Fundament schaffen, das auf einer vertrauensvollen Zusammenarbeit beruht. So finden wir eine sehr homogene Mannschaft vor, die zur guten Stimmung in der Kabine beiträgt. Unseren mannschaftlichen Kern konnten wir in diesem Jahr gezielt verstärken. Insgesamt sind wir resilienter geworden und haben uns kontinuierlich gesteigert“, blickt Geschäftsführer Matthias Binder einführend auf das große Ganze der jüngeren Vergangenheit zurück.

Die im gesamten Umfeld spürbare Vorfreude auf die neue Spielzeit spiegelt sich auch in den Dauerkartenzahlen wider. Nachdem im vergangenen Jahr knapp 7.500 Saisontickets abgesetzt worden waren, sind es für die neue Saison bereits über 8.000. Im Sitzplatzbereich wurde der Dauerkartenverkauf deshalb bereits Anfang Juli gestoppt. „Uns ist wichtig, dass auch weiterhin jeder die Möglichkeit hat, ein Adler-Spiel zu besuchen – und zwar in jeder Kategorie“, erklärt Binder die Entscheidung. Nach einem Zuschauerschnitt von über 13.000 inklusive der Playoffs in der vergangenen Saison rechnet der Club auch für die bevorstehende Hauptrunde wieder mit durchschnittlich rund 12.000 Besuchern. Dass die CHL-Partien erstmals nicht Bestandteil der Dauerkarte sind, begründet Binder vor allem mit den wirtschaftlichen Zwängen der vergangenen Jahre.

Veränderungen am Rande der Bande

Neben der positiven Entwicklung rund um die Zuschauerzahlen sorgen auch die neuen Trikots, die Saisoneröffnung bei der „Boys are back in town“-Party sowie weitere Neuerungen für zusätzliche Vorfreude. So dürfen sich die Fans in der anstehenden Spielzeit unter anderem auf eine neue Adler-Hymne, einen neuen Videowürfel und Veränderungen bei der Einlaufshow freuen.

Sportlich sieht Binder die Adler ebenfalls gut gerüstet, warnt gleichzeitig aber vor einer erneut ausgeglichenen PENNY DEL. Bereits in den vergangenen Jahren sei die Spitze der Liga immer enger zusammengerückt. In der neuen Saison dürfte sich diese Entwicklung weiter fortsetzen. Ein erneuter langer Weg in den Playoffs sei daher keineswegs selbstverständlich, sondern müsse sich hart erarbeitet werden. 

Breiter aufgestellt

Auch Eakins blickt zuversichtlich auf den Saisonstart. Unterschiedliche Reihenzusammenstellungen, neue systemische Möglichkeiten und die weitere Entwicklung des Mannschaftsgefüges standen in den vergangenen Wochen im Fokus. „Wir haben sehr hart und detailliert gearbeitet. Ich sehe uns gut vorbereitet und hungrig. Wir haben ein geschlossenes Team“, fasst der 59-Jährige die Vorbereitung zusammen.

Bewusst gehen wir in diesem Jahr mit einem größeren Kader in die Saison. Mit Champions Hockey League, Spengler Cup und der PENNY DEL warten gleich drei Wettbewerbe. Die zusätzliche personelle Tiefe soll dabei helfen, auf mögliche Ausfälle reagieren zu können und bietet dem Trainerteam zugleich mehr Variabilität. Dass der Kern der Mannschaft weitestgehend zusammengeblieben ist, sieht Michaelis als großen Vorteil. „Wir hatten bereits ein super Fundament und haben charakterlich starke Spieler dazubekommen“, erklärt der Kapitän. Gemeinsame Zeit abseits des Eises habe zusätzlich dazu beigetragen, die wenigen Neuzugänge schnell zu integrieren.

Gemeinsam Europa empfangen

Für unseren Kapitän beginnt bereits das dritte Jahr mit dem „C“ auf der Brust. Nachdem sich Michaelis zunächst an die neue Verantwortung gewöhnen musste, fühlt er sich inzwischen in seiner Rolle angekommen und kann dabei auf eine ausgeprägte Leadership-Mentalität innerhalb der Kabine bauen. „Ich bin selbst Fan dieses Vereins. Ihn als Kapitän repräsentieren zu dürfen, ist für mich das Größte.“ Seine jüngste Verletzung bezeichnet der 31-Jährige zwar als kleinen Rückschlag in der Vorbereitung, umso wichtiger sei es für ihn jedoch gewesen, weiterhin nah an der Mannschaft zu bleiben.

Der Blick richtet sich nun auf die ersten beiden Pflichtspiele. Mit den Växjö Lakers am Freitag und Skellefteå AIK am Sonntag warten zum CHL-Auftakt zwei hochkarätige schwedische Gegner. „Wir wollen natürlich wie immer am Ende als Sieger vom Eis gehen“, gibt Michaelis die Marschroute vor. Wer sich die beiden Duelle gegen die internationalen Hochkaräter nicht entgehen lassen möchte, kann sich noch Restkarten sichern. Seid dabei und lasst uns gemeinsam Europa in Mannheim empfangen!

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