Calce: „Marcel hat mich wieder unterboten“
Max Calce debütierte am Donnerstag im Trikot der deutschen Nationalmannschaft, verbuchte in seinem ersten Spiel im Rahmen des Deutschland Cups gegen Österreich auch gleich seinen ersten Assist. Im Interview spricht der 17-Jährige als zweitjüngster deutscher Debütant überhaupt unter anderem über seine ersten Erfahrungen mit der DEB-Auswahl, seinen Zimmerkollegen und die anstehende Aufgabe gegen Lettland.
Max, wie hast du von deiner Nominierung erfahren?
André Rankel hat mich vor ein paar Wochen angerufen, da war ich gerade auf dem Weg in die Schule. Ich habe mich natürlich riesig gefreut, schließlich ist es eine große Ehre, für die Nationalmannschaft spielen zu dürfen. Dass ich der zweitjüngste deutsche Debütant bin, ist eine schöne Randnotiz. Ärgerlich nur, dass mich Marcel mal wieder unterboten hat. (lacht)
Du kennst das Nationalmannschaftsgeschäft bereits aus dem Nachwuchs. Inwiefern unterscheidet sich das Geschehen in den U-Teams von den Prozessen bei der Männer-Auswahl?
Offensichtlich ist die Alterspanne hier eine größere und auch das Niveau im Training oder bei den Spielen ist höher. Aber von den grundsätzlichen Abläufen ähneln sich die Maßnahmen durchaus.
Mit wem teilst du dir ein Zimmer?
Mit Straubings Mario Zimmermann. Ich kannte ihn vorher zwar nicht, aber das ist nicht weiter tragisch. Man setzt sich einfach ein wenig zusammen, quatscht über ein paar Themen und lernt sich so kennen. Er ist auf jeden Fall ein sehr verträglicher Zeitgenosse. (lacht)
Wie sah die Agenda rund um den Deutschland Cup bislang aus?
Wir sind am Dienstag in Düsseldorf zusammengekommen, waren als Team gemeinsam in der Stadt, um stärker zusammenzuwachsen, und haben vor dem ersten Spiel am Donnerstag zwei gemeinsame Trainingseinheiten absolviert. Gestern stand eine weitere Einheit auf dem Programm, ehe der Rest des Tages frei war. Es gab vor dem Duell gegen Österreich also nicht so viel Vorlauf. Und obwohl es einige Debütanten gibt und auch André neu hinter der Bande steht, haben sich schnell feste Strukturen etabliert, und man merkt gar nicht, dass es für viele ein neues Umfeld ist. Es ist gleich vom ersten Tag ein starkes Mannschaftsgefühl entstanden.
Den Vergleich gegen Österreich konntet ihr für euch entscheiden. Wie hast du dein erstes internationales Spiel erlebt?
Ich bin es angegangen, wie jede andere Partie auch, habe mir nicht allzu viele Gedanken im Vorfeld gemacht. Ich habe an meinen Routinen festgehalten. Für unser erstes Spiel haben wir unsere Sache ordentlich gemacht. Natürlich gibt es noch die eine oder andere Stelle, an der gearbeitet werden kann. Ich persönlich muss mich auch noch etwas an das System gewöhnen. Aber es hat jede Menge Spaß gemacht und war eine tolle Erfahrung, mit anderen Nationalspielern auf dem Eis zu stehen. Ich bin sehr dankbar, dass ich diesen schönen Einblick hier mitnehmen kann.
Du hast gegen Österreich auch gleich deinen ersten Assist verbucht. Bekommt man dafür auch einen Puck als Andenken?
Nein, nicht für die Vorlage. Allerdings habe ich einen Puck für mein Debüt bekommen.
Mit welcher Einstellung geht ihr in die zweite Begegnung heute gegen Lettland?
Mit Sicherheit wird es wieder eine Partie mit hoher Intensität, darauf werden wir vorbereitet sein. Wir wollen an dem Gezeigten von Donnerstag anknüpfen, das Spiel gestalten und wieder erfolgreich sein.